Spatenstich für das Aktivitätenband an der Bergfeldstraße in Poing

Mit einem feierlichen Spatenstich um 10:30 Uhr am Freitag, den 8. August 2026 beginnt die lang geplante Umsetzung des Aktivitätenbandes an der Bergfeldstraße im Quartier Lerchenwinkel in Poing. Thomas Stark, Erster Bürgermeister Poings, übernahm zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Mathias Bauer sowie dem Landschaftsbauer Jürgen Hilgers und dem Projektleiter der ARGE Poing „Am Bergfeld“, Thomas Schächtl den traditionellen Spatenstich für den Baubeginn. 

Mit dem Aktivitätenband entsteht ein öffentlicher Raum, der begleitend zur Bergfeldstraße, einen Aufenthaltsbereich für Jugendliche, aber auch für Familien und Senioren schafft. Umgesetzt wird die vom Gemeinderat beschlossene Maßnahme von der ARGE Poing „Am Bergfeld“, die den Landschaftsarchitekten Mathias Bauer mit der Planung und Ausgestaltung des von Jugendlichen innerhalb eines Planspiels entworfenen Aktivitätenbandes beauftragt hat. 

Die ausführenden Arbeiten werden von Hilgers Landschafts- und Sportplatzbau aus Frontenhausen bewerkstelligt. Zum Spatenstich kamen neben zahlreichen Gemeinderäten auch Dr. Helmut Ertel von der Volkshochschule Vaterstetten und Eric Treske vom Büro intrestik, die in Zusammenarbeit mit dem Jugendreferat das Planspiel mit Jugendlichen aus der Dominik Brunner Realschule durchgeführt haben. 

„Es ist toll, dass von der Gemeinde Poing und der ARGE Poing „Am Bergfeld“ die Ideen und Vorstellungen der Jugendlichen nicht nur aufgegriffen, sondern auch umgesetzt werden. So entstehen Bauvorhaben, die sich an der Lebensrealität junger Menschen orientieren. Es zeigt den Respekt vor den Vorstellungen junger Menschen und dass sich Poing zusammen mit seinen Bürgern entwickelt.“, sagen Dr. Helmut Ertel und Eric Treske unisono.

Die Ausgestaltung des Aktivitätenbandes
Mit der Herstellung eines Aktivitätenbandes entlang der Bergfeldstraße beschloss der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Poing auf der Basis des Planspiels der Jugendlichen und der Ausarbeitung durch den Landschaftsarchitekten Mathias Bauer am 3. März die Gestaltung einer zusätzlichen Freizeitfläche für sportliche Tätigkeit und Spiel im öffentlichen Raum auf einer Fläche von ca. 6.000 m2. In dem Streifen an der Bergfeldstraße entstehen neben einem Bolz- und Basketballplatz, einer Callisthenics Outdoor-Fitness-Anlage, einer Boulebahn und einem geschützten Unterstand auch eine insektenfreundliche Blühwiese. Ziel des Aktivitätenbandes ist es, Lebens- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu schaffen.

Die Gemeinschaft der Wohnungsbaugesellschaften ARGE Poing „Am Bergfeld“ trägt die Kosten der Herstellung des Aktivitätenbandes. „Wir freuen uns auf das Aktivitätenband, das in dieser Form eine außergewöhnliche und besondere Bereicherung für Poing werden wird. Deshalb bin ich als Teil der Projektleitung der ARGE Poing „Am Bergfeld“ auch stolz auf unsere Gemeinschaft der Wohnungsbaugesellschaft, die jeden Schritt des Entstehungsprozesses über die Planung bis zur Umsetzung mitgetragen hat. So können innovative und hervorragende Projekte realisiert werden.“, sagt Thomas Schächtl. Die Arbeiten am Aktivitätenband sollen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Am nördlichen Rand des Aktivitätenbandes wird die Eingrünung erst 2028 fertiggestellt, um die Bauarbeiten für das Seniorenheim mit Tagespflege nicht zu behindern.

Bauverlauf
In einem ersten Schritt wurde die Fläche des Aktivitätenbandes mit Auffüllmaterial eingebaut und verdichtet, um die gewünschte Höhe in Relation zur Bergfeldstraße zu erreichen. Im Anschluss werden die verschiedenen Bodenaufbauten für die unterschiedlichen Einrichtungen wie Basketballplatz, Blühwiese und Bolzplatz vorbereitet. Danach werden die einzelnen Bereiche ausgestattet und aufgebaut. Abschließend werden die Randbepflanzungen und Aussaaten vorgenommen.

Besonderen Wert legt die Firma Hilgers auf Nachhaltigkeit: „Uns ist wichtig bei der Herstellung immer die ökologische Nachhaltigkeit im Blick zu haben. Die Verwendung regionaler Materialien, möglichst kurze Transportstrecken und qualitativ hochwertige und langlebige Ergebnisse bei Fertigstellung.“, sagt Jürgen Hilgers. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2027 bis auf den 6 Meter breiten nördlichen Streifen zum angrenzenden Seniorenheim abgeschlossen sein.

Die Planer und ausführenden Firmen
„Wir sind froh, dass wir mit dem Landschaftsarchitekten Mathias Bauer und Hilgers Landschafts- und Sportplatzbau zwei Top-Unternehmen für die Planung und Umsetzung beauftragen konnten.“, führt Schächtl weiter aus. Das Büro Bauer Landschaftsarchitekten begleiten die Entwicklung Poings bereits seit mehreren Jahren. Unter der Leitung des Büros entstanden die Grünzüge und Quartiersplätze im Zauber- und Seewinkel. Darunter auch der mittlerweile über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Piratenspielplatz. 

Der nördliche Grünzug zwischen dem Lerchenwinkel und W8 und der Quartiersplatz über der Sammeltiefgarage im Lerchenwinkel geht ebenfalls auf die Planung des Büros Bauer zurück sowie die Herstellung zahlreicher Ausgleichsflächen, die im  Landkreis Ebersberg nach Aussage der Unteren Naturschutzbehörde als vorbildlich gelten. Hilgers Landschafts- und Sportplatzbau ist ebenfalls ein über 45 Jahre altes Traditionsunternehmen mit spezieller Erfahrung in der Herstellung von Sport- und Freizeitflächen. Als anerkannter Ausbildungsbetrieb und Kompetenzpartner des Bayerischen Fußballverbands arbeitet das Unternehmen seit Jahren für zahllose Gemeinden und steht für qualitätsbewusste und termingerechte Umsetzung.

Die städtebauliche Idee
Die städtebauliche Idee des Städtebauplaners Christian Böhm war bei der Entwicklung des Bebauungsplans „Lerchenwinkel“, aus der Bergfeldstraße eine Art Flaniermeile zu gestalten, an der sich verschiedene Angebote ergänzend zur Wohnbebauung aufreihen. Das Aktivitätenband mit der Funktion sportlicher Betätigung im öffentlichen Raum bildet den Auftakt der Reihe. Später soll mit dem Vorplatz des Gymnasiums, dem Eintritt in den nördlichen Grünzug und dem sich anschließenden Bergfeldplatz mit Cafes und
gewerblichen Angeboten die Idee fortschreiben.

Abschließen soll die Flaniermeile das geplante Wirtshaus am See mit einem Feststadl und dem bereits vorhandenen Bergfeldsee mit Kiosk und Beachvolleyballanlagen. Ziel dieser Idee ist es, aus den Wohngebieten mehr als einen Schlafplatz zu machen. Das Leben soll sich nicht nur in den eigenen vier Wänden abspielen, sondern auch im öffentlichen Raum.

Das Planspiel der Jugendlichen
Um die städtebauliche Idee an die tatsächlichen Bedarfe der Wirklichkeit anzubinden, entschloss sich die Gemeinde Poing in Zusammenarbeit mit der ARGE Poing „Am Bergfeld“ für die Planung des Aktivitätenbandes die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen miteinzubeziehen. Deshalb wurde unter Leitung des Jugendreferats Poing ein Planspiel initiiert, in dem interessierte Jugendliche die Ausgestaltung des Aktivitätenbandes mitbestimmen konnten. Dazu wurde das Büro intrestik und die Volkshochschule Vaterstetten beauftragt, mit den Jugendlichen den Prozess zu gestalten: angefangen bei der Finanzierung des Planspiels, weiter zur Idee der Ausgestaltung über die Entwicklung einer Planskizze bis hin zum politischen Entscheidungsprozess im Gemeinderat. 

Von den Jugendlichen wurden folgende Vorstellungen formuliert und anschließend in einer Vorentwurfsskizze geplant:

· Basketballplatz (eingezäunt, Foto eines runden Basketballplatzes wurde beigelegt)
· Überdachung / Rückzugsort /Treffpunkt für Jugendliche (2 Fotos mit selbst gebauten Modellen wurden beigelegt, neben der Überdachung wurden immer Sitzgruppen mit Tisch und Bänken gebaut)
· Sitzgelegenheit mit Tisch und Bänken
· Insektenwiese

Mit dem Spatenstich im August 2026 materialisieren sich die jugendlichen Vorstellungen und ihr Planungsinput.

Thomas Schächtl
Schwebende Elefanten für die ARGE Am Bergfeld  
 

Bauverlauf im Poinger Lerchenwinkel (Stand: Frühjahr 2026)

Neue Wohnungen, Aktivitätenband, Gehwege und E-Ladesäulen – Der Lerchenwinkel wächst weiter.

Nachdem die Münchner Wohnen ihre erste Wohnanlage fertig gestellt hat, ist das Quartier Lerchenwinkel im Einzugsfieber. In 76 Wohnungen zogen im April glückliche Mieter in günstigen Wohnraum. Und die nächsten Bauprojekte stehen schon vor der Tür: Beim Clusterwohnen steht schon der Gebäudekörper und die Terrafinanz ist gerade im Vertrieb von Reihen- und Doppelhäusern in bester Lage. Aber auch die Wohnumgebung wird weiter ausgebaut.

Der Baustart für das Aktivitätenband steht bevor, Gehwege und E-Ladestellen werden im Laufe des Jahres realisiert und die Fertigstellung des großen Grünzugs zwischen dem Lerchenwinkel und dem neuen Wohngebiet W8 ist in Planung. Zudem werden gerade Großprojekte wie die das Seniorenzentrum mit Tagespflege, das Gymnasium und die nächsten Wohnungen der Münchner Wohnen vorbereitet.

Während der Entwicklung eines neuen Quartiers für 2.000 Bewohner mit zusätzlichen Großprojekten wie einem Gymnasium, einem großen Seniorenzentrum für Tagespflege und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, erreichen die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ immer wieder Fragen zum Bauverlauf. Der Projektleiter der ARGE Poing „Am Bergfeld“, Thomas Schächtl, liefert Antworten zu den aktuellen Planungen und Herausforderungen.

Warum wird W8 schon geplant, wenn im Lerchenwinkel noch nicht alles fertig gebaut ist?
Thomas Schächtl: Die Ortsentwicklung in Poing ist in Entwicklungsstufen eingeteilt. Der Zauber- und Seewinkel waren die III. Entwicklungsstufe, der Lerchenwinkel und W8 sind der IV. Entwicklungsstufe zuzurechnen. Die Planung von W8 und die Umsetzungen im Lerchenwinkel müssen also zusammengedacht werden. Das bedeutet: Bei der Planung und Umsetzung von Sammel- und Erschließungsstraßen wird weit vorausgedacht, genauso wie bei der Auslastung von Abwasserkanälen, der Trinkwasserversorgung, der Geothermie und der Stromversorgung. Die Trassen und infrastrukturellen Maßnahmen müssen intelligent und effizient geplant werden. 

Da macht es Sinn in Entwicklungsstufen zu denken. Zudem ist der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum nach wie vor sehr hoch. Deshalb ist es extrem wichtig, rechtzeitig zu planen und nicht erst mit dem Nachdenken zu beginnen, wenn der Wohnraum unmittelbar gebraucht wird. Die Gemeinde Poing und ihr Gemeinderat, die die Planungshoheit über die Ortsentwicklung haben, haben das in der Vergangenheit hervorragend gemacht. Deshalb ist  Poing heute einer der agilsten, innovativsten und  wachstumsstärksten Orte im gesamten Münchner  Umland, vielleicht sogar in der gesamten Metropolregion.

Warum sind das Gymnasium, der Kindergarten und das Aktivitätenband sowie der Straßenbelag noch nicht fertig gestellt?
Thomas Schächtl: Wir sind bei allen Teilprojekten voll im Plan: Landrat Robert Niedergesäß und der Kreistag treiben das für den Landkreis notwendige Gymnasium mit voller Kraft voran. Die Bildungseinrichtung in Poing wird in Zukunft einen wichtigen Beitrag für die Bildungsregion Ebersberg leisten und dafür sorgen, dass der Landkreis in der Fläche seinen Exzellenzstatus bewahren kann. Es ist zudem eine Pflichtaufgabe und ich bin ein Freund von Pflichterfüllung.

Bei der Fläche für eine Kinderbetreuungseinrichtung im Lerchenwinkel verhält es sich anders. Hier muss man verstehen, dass bei der Entwicklung von Bebauungsplänen Räume für zukünftigen Bedarf gesichert werden. Das heißt, es ist eine bedarfsgerechte Planung für die Kinder der Zukunft. Erst wenn absehbar ist, dass die vorhandenen Einrichtungen die Kinderbetreuung nicht mehr ausreichend sind, wird die Baumaßnahme realisiert. Der echte Bedarf zeigt sich, wenn der Lerchenwinkel voll bezogen ist. Straßenbeläge, Gehwege, Beleuchtung und E-Ladestellen werden immer koordiniert abgestimmt mit den Planungen der angrenzenden Wohnbebauungen. Es macht keinen Sinn, Ladesäulen und Gehwege zu installieren, wenn sie anschließend wieder versetzt oder aufgerissen werden müssen, weil sie nicht zur Planung der Baufelder passen. So verhielt es sich übrigens auch beim Aktivitätenband.

Erst als die Planung für das Seniorenzentrum mit Tagespflege abgeschlossen war, konnte sie mit der Planung des Aktivitätenbandes abgeglichen werden. Bei diesem Projekt ist es jetzt so weit: Wir beginnen dieses Jahr mit der Herstellung und ich freue mich auf eine tolle, öffentliche Freizeitanlage für die Bewohner im Lerchenwinkel und im neuen W8. 

Das Leben auf der Baustelle. Was sind die Herausforderungen für die Bewohner?
Thomas Schächtl: Ein Pionier zu sein, in einem neu entstehenden Quartier ist spannend, aber auch extrem herausfordernd. Baulärm, Müll, Verkehr und Parkraummanagement erfordern Geduld, gute Nerven und auch Eigeninitiative. Wir bemühen uns sehr, die Belastungen so gering wie möglich zu halten. Für die Sicherheit der Kinder haben wir beispielsweise den Gehbereich mit einer erhöhten Asphaltbarriere zur Fahrbahn abgegrenzt und eine Behelfsampel an der Bergfeldstraße eingerichtet. Nichtsdestotrotz sind gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht geboten. Wir weisen Baufirmen und Dienstleister strikt darauf hin, Geschwindigkeiten und Wegeführungen wie vorgegeben einzuhalten. Das funktioniert ehrlicherweise nicht immer, aber wir werden die Einhaltung der Regeln im Frühjahr intensiv überprüfen und für Einhaltung sorgen.

Dies gilt aber auch für die Bewohner selbst: Spazierengehen durch aktive Baustellen, Aufschrauben von Bauzäunen, um mit dem Fahrrad über die Baufelder zu fahren, muss dann eingeschränkt und gegebenenfalls konsequent unterbunden werden. Im Rahmen eines Frühjahrsputzes lassen wir das Quartier von verwehten Baumaterialien reinigen. Grundsätzlich sind die bauenden Firmen für die Baumaterialien und den Bauschutt verantwortlich. Dort werden wir hohe Sorgfalt für die Sicherung der Baumaterialien einfordern. Gleichzeitig sollten aber auch Eltern ihre Kinder anweisen, keine Materialien von den Baustellen zu entfernen und im Quartier zu verteilen.

Auch in der Wertstoffsammelstelle sollte jeder Bewohner den Abfall in den Containern entsorgen und nicht vor die Behälter legen, weil durch Verwehungen angrenzende Grünflächen und das Versickerungsbecken verschmutzt werden. Nicht befestigte Flächen sind keine Gehwege und Baustellen keine Spielplätze. Auch wenn ich die Verlockung sehr wohl verstehen kann. Aber auf den Flächen wird gearbeitet, dort sind Messgeräte platziert, Löcher werden gegraben und deshalb drohen dort Gefahren und Unfallrisiken, die nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sind. Im Prinzip plädiere ich für gegenseitiges Verständnis, etwas Rücksichtnahme auf allen Seiten und gegenseitige Toleranz. Wir alle sind Teil eines großartigen Projekts, das ein Musterbeispiel für positive Ortsentwicklung darstellt und zeigt wie in schwierigen Zeiten trotzdem große Entwicklungen vorangetrieben werden können. Diesen geweiteten Blick sollte man nicht verlieren.

Das Wohnquartier in der Nähe des Bergfeldsees

Im Lerchenwinkel entstehen 60 EOF-Wohnungen der Südhausbau, 37 freifinanzierte Mietwohnungen sowie 26 Reihen- und Doppelhäuser im Passivhausstandard, die als Eigentum erworben werden können. Geplant ist auch ein Gymnasium für ca. 1.000 Schüler. 

Mit dem Lerchenwinkel setzt Poing seine nachhaltige und notwendige Entwicklung weiter fort und leistet mit dem neuen Quartier einen Beitrag für die Lebensqualität in der gesamten Region.

Die ARGE Poing "Am Bergfeld" hat Mitte Dezember 2020 die Straßen im Lerchenwinkel fertiggestellt und an die Gemeinde übergeben.. Derzeit laufen die Hochbaumaßnahmen.

Weitere Informationen über den Lerchenwinkel finden Sie auf der Homepage der ARGE Poing Am Bergfeld.