Bildung zum Klimaschutz – ganz einfach von zu Hause aus

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Juni

Auch in Zeiten von Corona und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen möchten wir Ihnen unseren monatlich erscheinenden Energie- und Umweltbeirat Tipp nicht vorenthalten.

Nicht nur große Teile der Erwerbsarbeit („Home Office“) und Schulbildung („Homeschooling“) werden in den virtuellen Raum verlegt. Auch viele Bereiche des privaten Lebens.
In unserem Juni-Tipp setzen wir auf Klimabildung von zu Hause aus. Hierzu möchten wir auf zwei Veranstaltungen der Reihe Fachgespräch Energiewende der Energieagentur Ebersberg-München hinweisen. (In dieser Reihe fand z.B. vergangenen Februar der Vortrag „Raus aus der Plastikflut“ in Poing statt).

Beide Veranstaltungen werden nicht wie üblich vor Ort in einer Landkreiskommune stattfinden sondern als Webinar. Bedeutet für Sie, dass Sie sich gemütlich von zu Hause aus zum Thema Klimaschutz bilden können. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos.

Am Montag, 15.06.2020 ist das Thema: Photovoltaik und Speicher – Tempomacher für Klimaschutz und Energiewende

Am Montag, 22.06.2020, ab 19 Uhr ist das Thema: Klimaschutz mit Messer und Gabel. Wie sich Ernährung auf das Klima auswirkt

Viel Vergnügen bei der Klimabildung von zu Hause aus.

Ihr Energie- und Umweltbeirat

Photovoltaik – die Kraft der Sonne nutzen

Energie- und Umweltbeirat  – Tipp im Mai 2020 

An mehr als tausend Stunden im Jahr schenkt uns die Sonne ihre ganze Kraft. Und selbst an bewölkten Tagen verwandeln Solaranlagen Sonnenstrahlung in erneuerbare Energien. Durch Solarmodule auf Ihrem Hausdach, Ihrer Garage oder auch als Balkonanlage können Sie umweltfreundlich Strom erzeugen und Ihren Teil zur Energiewende beitragen. Die Stromrechnung sinkt und die Einspeisung der überschüssigen Sonnenenergie in das Stromnetz verschafft Ihnen Zusatzerlöse.

Die lange Haltbarkeit der Module mit einer Lebensdauer von 35 – 40 Jahren und mehr, ist ein enkeltauglicher Beitrag zum Umweltschutz. Deshalb ist es wichtig, sich am besten von Firmen aus der Region eine Anlage mit hochwertigen Komponenten anbieten zu lassen. 

Je mehr Energie vom Dach Sie verbrauchen, desto weniger Strom benötigen Sie aus dem Netz. Mit einem Strom-speicher können Sie Ihren Eigenverbrauch noch weiter optimieren. Sonnenenergie, die Sie nicht verbrauchen, speisen Sie gegen Vergütung ins Netz ein – mit für 20 Jahre festgeschriebenen Tarifen. Eine Photovoltaikanlage ist eine Investition in die Zukunft, die auch immer noch eine interessante Rendite im Gegensatz zu den Banken abwirft.

Mit einem ersatzstromfähigen Speicher machen Sie sich unabhängig von Stromausfällen und verringern den Strombezug. Mit Photovoltaikanlagen produzieren sie Strom direkt bei sich zuhause und verbrauchen ihn ohne Umwege. In Kombination mit einem Batteriespeicher können sie eine große Autarkie Ihres Eigenheims errei-chen. So nutzen Sie Tag und Nacht die Kraft der Sonne, während anderswo das Licht ausgeht.
Darüber hinaus kann der Sonnenstrom auch zur Wärmeproduktion in Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe oder einem Heizschwert genutzt werden. Des Weiteren wird ein E-Auto durch das Laden mit der Energie der Sonne viel wirtschaftlicher.

Wenn Sie wissen wollen, ob ihr Haus grundsätzlich für ein Photovoltaikanlage geeignet ist, empfiehlt sich ein virtueller Besuch beim Solarpotentialkataster bei der Energieagentur Ebersberg-München. 
 
Weitere Informationen zum Thema PV-Anlage auf dem eigenen Dach erhalten Sie bei EBERwerk, dem regionalen Energieversorger des Ladkreises: www.eberwerk.de/produkte/solaranlagen 

Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing

„Kompostierbare“ Kunststoffmülltüten bitte nicht in die grüne Tonne!

Energie- und Umweltbeirat  – Tipp im April

„Kompostierbare“ Kunststoffmülltüten, welche in fast allen Supermärkten und Drogerien in Poing erhältlich sind, scheinen eine bequeme Lösung für Bio-Abfall zu sein.

Auf den ersten Blick bieten diese „kompostierbaren“ Biomüllbeutel nur Vorteile: sie ermöglichen daheim im Haushalt eine hygienische Sammlung der feuchten Küchenabfälle und lassen sich zugebunden leicht in die grüne Biotonne werfen, ohne dass man sich schmutzig macht. Doch bei der Verwertung beginnen die Probleme.

Zum Teil werden die kompostierbaren Biomüllbeutel an Kompostier- und Vergärungsanlagen im Zuge der Vorsortierung bereits ausgesondert (eine mühsame händische Aufgabe für die Mitarbeiter), da man sie im großen Bioabfallhaufen aufgrund der starken Verschmutzung praktisch nicht von normalen Plastiktüten unterscheiden kann. Die Biomüllbeutel landen dann samt Inhalt, also den wertvollen Bioabfällen, in der Müllverbrennung.

Die kompostierbaren Biomüllbeutel erfüllen in der Regel die geltende Norm, um „biologisch abbaubar“ zertifiziert zu sein. Doch diese Norm schreibt nur vor, dass das Bioplastik innerhalb von zwölf Wochen zu mindestens 90 Prozent in Teile mit einer Größe von zwei Millimetern oder kleiner zerfallen sein muss. Das Ergebnis ist, egal ob die Zersetzung vollständig oder unvollständig ist: Mikroplastik. Dadurch wird die Qualität von Kompost deutlich verringert. Kompost stellt eine wertvolle Düngemöglichkeit für die Landwirtschaft dar, der den natürlichen Kreis-lauf von organischen Stoffen fördert. Der damit verunreinigte Kompost wird dann auf die Äcker gestreut, wo das Mikroplastik Mikroorganismen im Ackerboden zerstört und wie ein Magnet weitere Schadstoffe anzieht.

Aus den oben genannten Gründen ist die Verwendung solcher Tüten für die Entsorgung von Bio-Abfall in die Grüne Tonne in Poing und im gesamten Landkreis Ebersberg, ausdrücklich nicht behördlich zugelassen.
Um eine Verunreinigung von wertvollem Bio-Abfall zu vermeiden, appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, diese Tüten nicht für Bio-Abfall zu verwenden. Statt-dessen empfehlen wir die Verwendung von Papierbeuteln, die in Poings Supermärkten und Drogerien auch weitläufig erhältlich sind, oder ganz einfach Zeitungspapier. Wer die „kompostierbaren“ Beutel für Restmüll verwenden möchte, darf dies natürlich weiterhin tun!
Vielen Dank für Ihre Mithilfe, Biomüll frei von Plastik zu halten!

Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing

Stromsparen bei StandBy-Geräten

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im März

Computer, Fernsehgerät, W-Lan Router und viele andere elektronische Geräte – wie viele Stunden am Tag werden sie tatsächlich benutzt? Und wie viele Stunden stehen sie nur auf StandBy und verbrauchen Strom? Haben Sie sich darüber und was das für Ihren Geldbeutel und die Umwelt bedeutet schon einmal Gedanken gemacht?

Nach einer Studie der Deutschen Energie-Agentur kann durch den StandBy-Betrieb pro Tag und Haushalt ein zusätzlicher unnötiger Stromverbrauch von 1 kWh zusammen kommen. Über das Jahr gerechnet sind das 300 bis 400 kWh, was sich bei den aktuellen Strompreisen leicht auf 100€ summiert, mit steigenden Strompreisen wird es entsprechend mehr.

Weitere Informationen und eine detaillierte Aufstellung, wie diese Zahlen zustande kommen, finden Sie im Internet, z.B. unter
http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/tipps-zum-energiesparen/strom-sparen-im-haushalt/stromverbrauch-standby.html.

Addiert man den laufenden StandBy-Verbrauch für 40 Millionen Haushalte in Deutschland, kommt man auf eine Summe von bis zu über 2000 MW. Das entspricht immerhin 2 großen Kraftwerken, die sinnlos Strom produzieren und damit die Umwelt belasten.

Das muss nicht so sein. Achten Sie schon beim Kauf von Elektrogeräten darauf, dass diese sich auch wirklich abschalten lassen, und vor allem, schalten Sie diese Geräte auch aus, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei vorhandenen Geräten ohne Abschaltmöglichkeit hilft auch eine schaltbare Steckdose, deren Anschaffungskosten schon nach kurzer Zeit durch geringere Stromkosten ausgeglichen werden.

Nebenbei dient es auch der Sicherheit und der Lebensdauer der Geräte, wenn diese nicht ständig in Betrieb sind.

Kurz gesagt: tun Sie sich und der Umwelt einen Gefallen, und schalten sie Elektrogeräte aus, wenn sie nicht benutzt werden.

Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing

eMobil im Alltag? Geht das denn überhaupt?

Energie- und Umweltbeirat – Der Umweltbeirat-Tipp im Januar

Unabhängig von der Frage, ob die eMobilität nachhaltig ist, stellen sich viele die Frage, ob die eMobilität für sie selbst in ihrem täglichen Bedarf möglich ist.
Im Schnitt fahren 1,2 Personen in einem PKW individual im Berufsverkehr nach München. Dabei wird eine Strecke von ca. 20 km bewältigt. Natürlich wäre der ÖPNV hier die beste Lösung. Individuelle Rahmenbedingungen können ein Auto aber unverzichtbar machen.

Lohnt also ein eAuto um den CO2 Ausstoß zu verringern und Kosten zu sparen?

Eine Rechnung: 20 km einfacher Weg zur Arbeit bei 220 Arbeitstagen bedeutet bei einem Verbrauch von 6l Diesel auf 100 km ca. 660 EUR Kosten für den Kraftstoff und 1,7t CO2. Ein vergleichbares eAuto benötigt nur ca. 500 € für Strom und 1,1t CO2 im deutschen Strommix. Die durchschnittliche Reichweite eines eAutos im Winter liegt bei ca. 125km. Wer also jeden Abend zuhause an der Steckdose laden kann, der hat hier keine Einschränkungen, spart Geld und schont das Klima. Weiterhin: Die ersten zehn Jahre ist das eAuto von der KFZ Steuer befreit. Die Wartungskosten sind deutlich geringer. Dazu kommen kostenlose Lademöglichkeiten beim Einkauf und kostenloses Parken in der Stadt.

Was sind die Hindernisse? Natürlich die Steckdose!

Wer in einem Eigenheim wohnt mit eigener Garage oder Carport, der hat die Möglichkeit eine Steckdose oder eine Wallbox zu installieren. Wer zur Miete wohnt, ist aktuell noch von dem Mehrheitsbeschluss der Eigentümer bzgl. der Installation einer Anschlussmöglichkeit abhängig. Hier wird sich in naher Zukunft die Gesetzeslage ändern. Die Kosten für den fachgerechten Anschluss trägt der Mieter.

Im Öffentlichen Raum in und um Poing gibt es leider noch nicht ausreichend Ladesäulen, hier ist die Politik gefragt die Weichen zu stellen.

Weitere Infos gibt es u.a. bei der Energieagentur Ebersberg.

Ihr Energie- und Umweltbeirat

Ökologischer Fußabdruck

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Oktober

Aus Ihrem selbst errechneten persönlichen ökologischen Fußabdruck können Sie ableiten, wie Sie Ihren Energie- und Rohstoffverbrauch senken und so aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können.

Kennen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck?

Der sogenannte Weltüberlastungstag für das Jahr 2019 wurde bereits am 27. Juli erreicht. Das bedeutet, dass wir schon in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr Kohlendioxyd in Umlauf gebracht haben als Wälder und Ozeane in einem Jahr aufnehmen können. Wir haben weltweit mehr Fische gefangen, mehr Bäume gefällt, mehr geerntet und mehr Wasser verbraucht als die Erde in derselben Zeit reproduzieren konnte. Alle Menschen zusammen nutzen so in einem Jahr deutlich mehr Ressourcen als wir eigentlich zur Verfügung hätten.

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Als einfaches Hilfsmittel zur Darstellung unserer persönlichen Umweltbelastung haben Wissenschaftler den ökologischen Fußabdruck entwickelt.
Der ökologische Fußabdruck erfasst überschlägig alle natürlichen Rohstoffe, die wir für unsere Lebensführung, also zum Essen, Wohnen, Reisen und zur Herstellung unsere Konsumgüter verbrauchen und unsere Freisetzung von CO2.

Global gesehen, ist der ökologische Fußabdruck der Menschheit so groß, dass wir flächenmäßig 1,7 Erden benötigen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die hoch entwickelten Industrieländer durch ihren deutlich höheren Ressourcenverbrauch unvergleichbar schwerer ins Gewicht fallen.

Zur nachhaltigen Wahrung unserer Lebensgrundlagen müssen gerade wir Menschen in den hochindustrialisierten Regionen unseren Rohstoffverbrauch, unsere Abfälle und unseren CO2 -Ausstoß deutlich vermindern.

Berechnen Sie Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck
Die Hilfsmittel zum ökologischen Fußabdruck und CO2--Rechnern können Sie z.B. unter folgenden Adressen abrufen:
https://www.fussabdruck.de/
https://uba.co2-rechner.de/de_DE/

Ihr Energie- und Umweltbeirat

Lassen Sie Poing erblühen!

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Juli

Überall in unserer Gemeinde gibt es kleine Ecken und Plätze oder Randstreifen an Straßen, die zum öffentlichen Grund gehören und vom Baubetriebshof gepflegt werden. Möglicherweise befindet sich eine solche Fläche in ihrer Nachbarschaft und Sie haben schon öfter gedacht: „Da könnte man eigentlich mehr draus machen?“ Gar kein Problem! Wenn Sie gerne gärtnern und ein bisschen Zeit erübrigen können, wäre vielleicht eine Grünpatenschaft das Richtige für Sie.

Wenn Sie eine solche Patenschaft übernehmen, können Sie in Eigenregie eine solche Fläche gestalten und bepflanzen. Vorgaben gibt es lediglich hinsichtlich der Pflanzenauswahl. Sie sollten heimische und möglichst bienen- und insektenfreundliche Pflanzen bevorzugen. Und die Sicht auf Verkehrsschilder und Einmündungen darf natürlich auch nicht behindert werden. Ansonsten können Sie Ihrer Fantasie bei der Bepflanzung Ihrer Patenfläche freien Lauf lassen - je nachdem wie viel Aufwand bei Anpflanzung und Pflege Sie betreiben wollen.

Die Übernahme einer Patenschaft lässt sich ohne viel Bürokratie realisieren. Sie melden sich einfach beim Baubetriebshof, entweder per Mail an baubetriebshof(at)poing.de oder per Telefon 08121/22391-124.

Unterstützen Sie die Gemeinde, bei der Pflege von öffentlichen Grünflächen, Randstreifen und übernehmen Sie eine Grünpatenschaft. So können wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass unser Poing noch schöner und umweltfreundlicher wird!

Viel Erfolg beim Gärtnern
wünscht Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing

Zigarettenkippen nicht in die Umwelt!

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Mai

Dass man Abfall nicht achtlos auf den Boden wirft, wissen und respektieren die allermeisten Menschen in Poing und anderswo. Ausgerechnet bei Zigarettenstummeln herrschen aber oft ganz andere Gewohnheiten. An den S-Bahn-Gleisen, aber auch sonst vielerorts liegen Kippen zuhauf auf dem Boden.

Warum sind Zigarettenstummel am Boden ein Problem?
Ein offensichtliches Problem sind die vielen Giftstoffe, denn von den mehreren tausend (!) Chemikalien in einer Zigarette sind viele sehr schädlich für die Umwelt. Der Filter an sich beinhaltet keine Giftstoffe, aber nach Benutzung eben doch. Wenn es regnet, werden aus einem Stummel zwei Milligramm Nikotin in Böden oder Gewässer gespült. Was viele nicht wissen: Der Filter selbst ist auch nicht „natürlich“ oder „biologisch abbaubar“. Er besteht aus Celluloseacetat, einem Kunststoff, der sich erst nach Jahren zersetzt. Auch dieser Kunststoff reichert sich in Boden, Wasser und der Nahrungskette an.

Das machen doch alle so? Da kann man nichts machen?
Natürlich nicht - man kann immer was machen. Viele Länder oder Städte machen es vor. In Japan zum Beispiel ist es verpönt, Zigarettenstummel oder auch nur Asche auf den Boden fallen zu lassen. Es ist eine Sache der Gewohnheit und der Akzeptanz (oder eben Verurteilung) in der Bevölkerung. Wer es jahrelang gewohnt war, dem helfen ein paar Anregungen, wie man es künftig umweltfreundlich machen kann.

Wie entsorgt man Zigarettenstummel also richtig?
Die einzig richtige Mülltonne für Zigarettenstummel ist der Restmüll. Entweder also zu Hause im Restmüll entsorgen oder in einem öffentlichen Mülleimer: Kippe ausdrücken oder austreten und hineinwerfen - fertig. Wer es flexibel mag oder unterwegs zu wenige Mülleimer findet, der kann sich einen tragbaren Aschenbecher kaufen (auch Taschenaschenbecher oder Reiseaschenbecher genannt). So lösen es auch die Japaner. Wenn man selbst nicht raucht, ist es ein praktisches Geschenk für rauchende
FreundInnen.

Haben Sie eine gute Idee, wie wir Poings Straßen und Gleise kippenfrei bekommen?
Kommen Sie zum nächsten Treffen des Energie- und Umweltbeirats. Alle Infos unter: https://www.poing.de/bauen-umwelt/energie-klima/energie-umweltbeirat/umweltbeirat-tipp.html oder schreiben Sie an umwelt(at)poing.de. Wir freuen uns!

Insektenfreundliches Frühlingserwachen

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im März

Im Frühling möchte jeder gerne aufräumen, egal ob im Haus, Wohnung, Garten oder Balkon. Frühjahrsputz ist angesagt. Die Natur freut sich jedoch, wenn wir es im Garten mit dem Aufräumen nicht ganz so ernst nehmen.

Lassen Sie der Natur ihre Zeit!
Insekten brauchen noch einige Wochen bis sie alle aus ihren Verstecken geschlüpft sind, einige überwinterten z. B. in abgestorbenen Blättern und Halmen. Lassen Sie diese möglichst liegen oder widmen eine Ecke des Gartens dafür bis April. Blätter schützen zudem noch Ihre jungen Pflanzen in den noch kalten Nächten vor Frost. 
      
Fördern Sie den Nestbau der Vögel!
Für das Säubern bzw. Aufhängen der Vogelhäuschen ist jetzt der richtige Zeitpunkt!

Einheimische Pflanzen
Nahrung, verfügbar vom Frühblüher bis zum Herbst ist wichtig, um die Versorgung für das ganze Bienenjahr sicher zu stellen. Zum Beispiel müssen Winterbienen 6 Monate (anstatt 6 Wochen die Sommerbienen) überleben, für eine gesunde Entwicklung benötigen sie ausreichend Futter. Ungefüllte Blüten sind wichtig, um gerade im Frühling den hungrigen Insekten Futter zu geben. Für den Frühling gut geeignete Blumenzwiebeln sind:

• Hyazinthen (Hyazinthus orientalis),
• Krokusse (Crocus),
• Narzissen (Narcissus),
• Schneeglöckchen (Galanthus nivalis),
• Schnittlauch (Allium schoenoprasum),
• Traubenhyazinthe (Muscari),
• botanische Tulpen (Tulipa)
• Wildtulpe
• Buschwindröschen
• Leberblümchen,
• Vergissmeinnicht,
• Primeln
• Stiefmütterchen

Die Liste an Wurzelpflanzen, die in den nächsten Wochen gesetzt werden können, um im Laufe des Sommers zu blühen, ist lang. Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder auch Pflanzen wie Lavendel, Blaukissen und Löwenmäulchen sind denkbar.

Vor allem Wildbienen freuen sich über Unterschlupf und Wohnraum in Wildbienenhäusern in ihrem Garten. Achten Sie auf gut ausgearbeitete Nistlöcher!
Mehr Infos z. B. unter: https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/insekten-im-garten/

Einen guten Start in den Frühling wünscht Ihnen Ihr Energie- und Umweltbeirat

Stromsparen bei StandBy-Geräten

Energie- und Umweltbeirat  – Tipp im Januar

Radio, Computer, Fernsehgerät und viele andere elektronische Geräte - wie viele Stunden am Tag werden sie tatsächlich benutzt und wie viele Stunden stehen sie nur auf StandBy und verbrauchen Strom? Haben Sie sich darüber und was das für Ihren Geldbeutel und die Umwelt bedeutet schon einmal Gedanken gemacht?

Nach einer Studie der Deutschen Energie-Agentur kann durch den StandBy-Betrieb pro Tag und Haushalt ein zusätzlicher unnötiger Stromverbrauch von 1 kWh zusammen kommen. Über das Jahr gerechnet sind das 300 bis 400 kWh, was sich bei den aktuellen Strompreisen leicht auf 100 € summiert, mit steigenden Strompreisen wird es entsprechend mehr.

Weitere Informationen und eine detaillierte Aufstellung, wie diese Zahlen zustande kommen, finden Sie im Internet, z.B. unter
http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/tipps-zum-energiesparen/strom-sparen-im-haushalt/stromverbrauch-standby.html.

Addiert man den laufenden StandBy-Verbrauch für 40 Millionen Haushalte in Deutschland, kommt man auf eine Summe von bis zu über 2000 MW. Das entspricht immerhin 2 großen Kraftwerken, die sinnlos Strom produzieren und damit die Umwelt belasten.

Das muss nicht so sein. Achten Sie schon beim Kauf von Elektrogeräten darauf, dass diese sich auch wirklich abschalten lassen, und vor allem, schalten Sie diese Geräte auch aus, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei vorhandenen Geräten ohne Abschaltmöglichkeit hilft auch eine schaltbare Steckdose, deren Anschaffungskosten schon nach kurzer Zeit durch geringere Stromkosten ausgeglichen werden.

Nebenbei dient es auch der Sicherheit und der Lebensdauer der Geräte, wenn diese nicht ständig in Betrieb sind.

Kurz gesagt: tun Sie sich und der Umwelt einen Gefallen, und schalten sie Elektrogeräte aus, wenn sie nicht benutzt werden.

Einen guten Start ins Jahr 2019 wünscht Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing.

Der Verbrauch an Heizenergie sinkt in Deutschland kaum - trotz aufwändiger Gebäudesanierungen und hoher Energiestandards bei Neubauten.

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Dezember

Wenn es nach den starken Wärmedämmungen an den Neubauten ginge und den teureren Sanierungen an den Bestandsbauten, müsste der Bedarf an Gas- und Heizöl seit Jahren stetig sinken.

Nach Erfassungen des Energiedienstleisters Techem sinken in den letzten zehn Jahren der Gasverbrauch um ca. 0,8 Prozent, der Heizöl- und Fernwärmeverbrauch durchschnittlich um ca. 0,5 Prozent. Das bleibt weit hinter den nach DIN erwarteten Werten zurück und reicht bei Weitem nicht, um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen.

Als eine der Ursachen vermutet eine große Tageszeitung einen „fatalen Hang zum Komfort“. Viele Leute heizen gerne über die empfohlenen 20° C auf wohligere Temperaturen. Im Vertrauen auf die moderne Wärmedämmung werden gerne auch mehr Räume als früher rund um die Uhr geheizt.

Wie lässt sich nun gewährleisten, dass moderne Wärmedämmungen sich finanziell rentieren und den Energieverbrauch tatsächlich im nötigen Umfang reduzieren?

Ansatzpunkte gegen die Verschwendung von Wärme bietet die Automation. Einzelne Räume können  über moderne Regelungstechnik bedarfsgerecht zeitgesteuert werden. Die Wohnräume können z.B. rechtzeitig zur abendlichen Heimkehr angenehm temperiert werden. Das Bad braucht auch nur zur morgendlichen Dusche aufgeheizt werden, kann aber den Rest des Tages kühl bleiben. Wärmeverluste werden auch vermieden, wenn während der stoßweisen Fensterlüftung über Kontakte die Heizung gedrosselt wird. Dauerlüftung über gekippte Fenster sollte vermieden werden.

Weitere Möglichkeiten bietet die moderne Technik durch die ständige Erfassung und Visualisierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten.

Laut Volker Stockinger der Hochschule München können durch diese Maßnahmen 10 bis 15% der Nutzenergie eingespart werden.

Ihr Energie- und Umweltbeirat

Waschmittel aus Kastanien selbst gemacht

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Oktober 2018

Verpackungsfrei und umweltschonend


Der Herbst ist da! Dass der uns Birnen und Nüsse bringt, wissen schon Kindergartenkinder. Was fast keiner weiß: Er bringt uns auch kostenloses Waschmittel! Aus Rosskastanien, die höchstens zum Basteln benutzt werden und ansonsten herumliegen, kann man wirksames, schonendes und unglaublich umweltfreundliches Waschmittel machen! Es braucht keinen einzigen Zusatzstoff und keine Verpackung

Wie soll das funktionieren? Rosskastanien gehören zu den Seifenbaumgewächsen und beinhalten Saponine, bilden also Seifenschaum. Manchen bekannt ist das Phänomen von Waschnüssen, die es in Drogerien zu kaufen gibt - aus Indien importiert, in Plastik verpackt und ziemlich teuer. Absurd, da wir unsere eigenen „Waschnüsse“ vor der Haustür liegen haben!

Wie werden Kastanien zum Waschmittel? Man braucht einen Tag Zeit im Herbst, denn jetzt müssen die Kastanien gesammelt werden und frisch geviertelt oder (für spätere Zeitersparnis) durch einen guten Mixer gejagt. Dann werden die Stücke im Ofen oder auf der Fußbodenheizung getrocknet. Wer mehrere Kilo sammelt und vorbereitet, braucht ein ganzes Jahr lang kein Geld und keine Zeit in Waschmittel zu investieren.

Wie wäscht man damit? Für eine Wäsche gießt man 300 ml heißes Wasser auf 3 EL Kastanienstücke und wartet eine Viertelstunde (bei Stückchen) bis zu einem Tag (bei Vierteln; man kann auch Sud für mehrere Wäschen vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren). Danach durchs Sieb ins Waschmittelfach, fertig!

Wie das Ganze im Detail geht, kann man hier nachlesen, ebenso viele andere Ideen zum Selbermachen:

https://www.smarticular.net/waschmittel-aus-kastanien-herstellen/

https://wastelandrebel.com/de/waschmittel-aus-kastanien/

Viel Erfolg beim Ausprobieren wünscht der Energie- und Umweltbeirat Poing.

Haben Sie schon mal über eine Solaranlage nachgedacht?

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im August 2018

Damit könnten Sie einen wertvollen Beitrag für unsere Umwelt leisten und durch den selbst produzierten Strom gleichzeitig auch noch Geld sparen.

Ob und wie gut Ihr Dach für Photovoltaik und / oder Solarthermie geeignet ist, können Sie im Solarpotenzialkataster unter http://www.solare-stadt.de/kreis-ebersberg nachsehen. Wenn Sie dort Poing auswählen und Ihre Adresse angeben, sehen Sie die Eignung Ihres Daches für Solarenergie. Bei Interesse können Sie sogar die mögliche Größe, Leistung und Kosten einer Solaranlage ermitteln lassen.

Über mögliche Förderungen können Sie Informationen von der KFW-Bank oder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erhalten.

Schauen Sie doch einfach mal unter http://www.solare-stadt.de/kreis-ebersberg nach. Es kann sich lohnen!

Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing

Kommen Sie vorbei: Fahrradwerkstatt Poing, nicht nur für Migranten

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Februar

Gleich nach der Migrationskrise wurde deutlich, dass Transport in Deutschland notwendig, aber leider auch teuer ist. Für Geflüchtete ein großes Problem. Aus dieser Not wurde die Fahrradwerkstatt Poing geboren. Das katholische Pfarramt St. Michael stellte die Räumlichkeiten in der Anzingerstrasse 16 für die Werkstatt zur Verfügung, Dennis Urban und Ralf Grabenhorst (vorher Fahrradwerkstatt Pliening) besorgten alte Fahrräder und Werkzeug und öffneten jeden Sonntag von 10-12 Uhr. Migranten konnten dort für sich ein Fahrrad aussuchen und es dann – unter Anleitung durch die beiden Helfer Dennis und Ralf – herrichten, so dass es fahrtüchtig und verkehrstauglich war. Das reparierte Fahrrad konnte dann für einen geringen Preis erworben und mitgenommen werden. Nachdem die beiden das einige Jahre jeden Sonntag gemacht hatten, wurde das doch zu viel und Jeroen Buters und Uli Bardolatzy übernahmen vorletztes Jahr die „Leitung“. Dennis und Ralf arbeiten aber immer noch mit, außerdem helfen Thomas Belzner und Daniel Winkler bei Bedarf aus und ab und zu noch die Söhne Torsten Buters oder Max Rißmann.

Wie läuft es denn dort so?

Jede/r, die/der etwas an ihrem/seinem Fahrrad reparieren möchte, kann mit dem Rad vorbeikommen und es dort – bei Bedarf mit Unterstützung durch einen der Helfer – reparieren. Ersatzteile können gratis aus den vorhandenen Schrotträdern recycelt werden, ein paar Sachen kann man auch zum Selbstkostenpreis kaufen. Wer kein Fahrrad hat, kann eines aus dem Fundus aussuchen, reparieren und gegen einen Unkostenbeitrag von 25 € mitnehmen; ein Schloss (meistens € 10) muss dazu gekauft oder ein eigenes vorgezeigt werden.

Die Werkstatt bekommt die Fahrräder aus Schenkungen, vom Wertstoffhof oder vom Baubetriebshof.

Es gibt schöne Geschichten über die Werkstatt. Nein, einen Reifen kann man nicht auf 10 Bar aufpumpen, er explodiert. Und nein, ein Mountainbike für € 25 haben wir nicht. Und nein, den Akkuschrauber braucht man nicht um die Achse zu demontieren. Und nein, der 3 kg Hammer ist nicht für das Richten der Klingel geeignet.

Jeden Sonntag zwischen 10 und 12 Uhr

Ihr Fahrrad hat eine Macke? Die Fahrradwerkstatt hat drei Arbeitsplätze mit ausreichendem und gutem Werkzeug. Kommen Sie vorbei und reparieren Sie selbst, und bei Bedarf kann Ihnen meist ein Helfer Rat geben. Und wenn Sie nach getaner Arbeit uns etwas helfen wollen, freuen wir uns über einen kleinen Arbeitsbeitrag für die Werkstatt, wie z. B. fegen, Reifen aufpumpen, ein Licht von einem Schrottrad abmontieren für unseren Teile-Fundus,… Anders als in den Anfangstagen steht die Werkstatt nicht nur Geflüchteten zur Verfügung, sondern jeder/m, die/der am Sonntag zwischen 10 und 12 in der Anzingerstrasse 16  vorbeikommt.

Ihr Energie- und Umweltbeirat

Silvesterfeuerwerk – zum Schutz unserer Gesundheit und der Umwelt: Weniger ist mehr

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Dezember

Bleigießen, ein Gläschen Sekt und das Feuerwerk gehören traditionell zum letzten Abend des Jahres. Ein Feuerwerk ist schön anzusehen. Es hat aber auch negative Seiten: Verbrennungen, Augen- und Hörschädigungen, Explosionsschäden.

Zu Silvester nach Mitternacht ist die Luft vielerorts „zum Schneiden“, die Augen brennen und es kratzt im Hals. Während des Silvesterfeuerwerks steigt die Schadstoffbelastung in der Luft weit über die gesetzlich zulässigen Grenzwerte auf den höchsten Jahreswert an. In Poing wurde zu Silvester mit einem Feinstaubsensor ein im Vergleich zum Jahresdurchschnitt bis zu 5 Mal so hoher Feinstaubwert gemessen.

Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland rund 4.500 Tonnen Feinstaub freigesetzt, diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen (2016). 

Zu großen Teilen besteht der Feuerwerksqualm aus Feinstaub und ultrafeinen  Mikrostaubpartikeln mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 μm. Gerade diese kleinen Staubteilchen sind besonders gesundheitsschädlich, denn sie können sogar in die Lungenbläschen eindringen und so auch in den Blutkreislauf gelangen: Laut Bundesumweltamt reichen die Wirkungen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu vermehrten Krankenhausaufnahmen wegen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Vermutlich gibt es keinen Schwellenwert für schädigende Wirkungen durch Feinstaub. Unerwünschte Wirkungen können zwar vermindert, jedoch nicht völlig verhindert werden.

Jegliche Reduzierung und Vermeidung von Feinstaubemissionen ist daher vom Gesichtspunkt der Gesundheitsvorsorge sinnvoll und empfehlenswert.

Klasse statt Masse!

Selbstverständlich sollten ausschließlich amtlich zugelassene Feuerwerkskörper mit dem CE-Zeichen verwendet werden. Nach dem Motto Klasse statt Masse schlagen wir vor, weniger aber bessere und schönere Raketen zu verwenden. Ihre Freude an Ihrem Silvesterfeuerwerk wird dadurch nicht geringer, sondern mehr.
Der Energie- und Umweltbeirat wünscht Ihnen einen schönen Jahreswechsel!

Quellen: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/f?tag=Feinstaub#alphabar
https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk

Recyclingtoilettenpapier – Umwelt- und ressourcenschonend

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im September

Papier kann bis zu sechsmal recycelt werden. Toilettenpapier ist nach dem Gebrauch für eine Wiederverwertung jedoch verloren. Daher ist der Einsatz von Recyclingfasern hier besonders sinnvoll. Laut Umweltbundesamt sind Produkte aus Altpapier den Papieren aus Frischholzfasern im ökologischen Vergleich deutlich überlegen. Wer beim Kauf von Toilettenpapier zu Recyclingprodukten greift, hilft Holz, Wasser und Energie zu sparen. Zudem entfällt bei der Verwendung von Altpapier der gesamte Produktionszweig der Zellstoffgewinnung – das schont Wälder, Gewässer und Landschaften rund um den Globus. Wird Papier dagegen aus hochwertigem Frischzellstoff produziert, um es nach einmaligem Gebrauch durchs Klo zu spülen, ist das schlichtweg Ressourcenverschwendung. Es empfiehlt sich also, umweltfreundliches, recyceltes Toilettenpapier zu kaufen.
Das Umweltzeichen „Blauer Engel“
 
Hygienepapiere mit dem Blauen Engel werden zu 100% aus Altpapier gemacht. Der Einsatz von problematischen Farbsubstanzen, chlorhaltigen Bleichmitteln und anderen schädlichen Chemikalien ist verboten. Wer Toilettenpapier ausgezeichnet mit dem „Blauen Engel“ anstelle von Frischfaserpapier wählt, hilft der Umwelt mehrfach. Ne-ben der Ressourcenschonung ist vor allem der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen geringer.
Toilettenpapiere mit dem Zeichen des Blauen Engels können in jedem Supermarkt in Poing erworben werden. Eine Liste mit Unternehmen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnete Toilettenpapiere vertreiben, finden Sie hier:
www.blauer-engel.de/de/produktwelt/alltag-wohnen/hygiene-papiere-toilettenpapier-kuechenrollen-taschentuecher/toilettenpapier    
Mit dieser kleinen Veränderung kann jede/r einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten.
Ihr Energie- und Umweltbeirat

Insektenhotels auf dem Balkon oder im Garten

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Juni

Jeder hat bemerkt, dass die Anzahl und Vielfalt unserer Insekten in den letzten Jahren erheblich gesunken ist. Deshalb sollten wir versuchen, die vorhandenen Insekten zu unterstützen. Ein Insektenhotel kann ihnen als Nist- und Überwinterungshilfe dienen und einfach im Garten oder auf dem Balkon angebracht werden. Es gibt vielfältige Arten zu kaufen, man kann es aber auch selbst bauen.

Woraus besteht ein Insektenhotel?
Ein Insektenhotel sollte fast nur aus Naturmaterialien bestehen. Es können auch durchlöcherte Ziegel verwendet werden. Als Grundkonstruktion wird aus Holz ein Kasten gebaut. Dieser wird am besten mit röhrenförmigem Material z.B. Schilf oder Bambus gefüllt. Man kann auch in einen trockenen Holzblock entsprechende Löcher quer zur Maserung bohren.

Die Löcher oder Röhren sollten auf einer Seite verschlossen und nicht länger als 10 cm sein. Diese dienen den Insekten als Brutröhre. Je nach Lochdurchmesser können die Röhren von unterschiedlichen Insektenarten wie Hummeln, Wildbienen, Mauerbienen, Schlupf- der Wegwespen genutzt werden.

Wo soll es angebracht werden?
Das Insektenhotel benötigt einen witterungsgeschützten, sonnigen Standort. Dadurch kann die Wärme der Sonne für die Brut genutzt werden. Außerdem sollten in der näheren Umgebung genügend blütenreiche Pflanzen als Nahrung zur Verfügung stehen. Eine nahe Wasserstelle ist ebenfalls von Vorteil.

Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing

Lastentransport mit dem Fahrrad – geht das?

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im April

Strecken bis zu einer Länge von 5 km sind mit dem Fahrrad schneller bewältigt als mit dem Auto. Wie aber sieht es aus, wenn der Grund für diese Fahrt ein Einkauf zu einem der Poinger Supermärkte ist? Die Möglichkeiten, die Waren in einem Rucksack auf dem Rücken zu befördern, sind begrenzt.

Viele kennen bereits den üblichen Fahrradanhänger, der meist als Lastenträger oder Kindertransportanhänger erhältlich ist. Dieser Anhänger
- ist am Fahrrad befestigt und wird hinter dem Fahrrad hergezogen.
- kann auch losgelöst vom Fahrrad verwendet werden.
- ist für größere Einkäufe geeignet.
Nachteilig ist, dass er von anderen Verkehrsteilnehmern erst spät erkannt wird. Dazu sitzen die Kinder sehr tief, können nicht mit den Eltern kommunizieren und wenig sehen.

Immer bekannter wird das Lastenfahrrad, das gerne auch mit einem kleinen Elektromotor genutzt wird. Gerne wird dieses eingesetzt,
- wenn große Lasten, u. a. mit viel Volumen transportiert werden.
- um mit seinen Kindern in Kontakt zu bleiben, da diese sich vor dem/der Fahrradfahrer/in befinden und zudem auf ähnlicher Höhe sitzen.
- wenn sich die Kinder orientieren und sehen sollen.
- um max. 4 Kinder mitzunehmen.
Leider kann man hierbei den Lastentransporter nicht vom Fahrrad trennen.

Wer sein „normales“ Fahrrad auch für umfangreiche Einkäufe verwenden möchte, der hat mit einem Einkaufsanhänger/Trolley eine Alternative. Dieser Trolley ist vielseitig:
- Es gibt viele verschiedene Modelle mit unterschiedlichsten Aufsätzen.
- Der Anhänger ist leicht an das Fahrrad montierbar.
- Der Anhänger kann bequem in den Einkaufsladen mitgenommen werden.
- Durch seine geringe Größe kann er gut im Eingangsbereich oder der Garage abgestellt werden.
- Allerdings kann nicht so viel in den Trolley gepackt werden wie in den Fahrradanhänger oder das Lastenrad.

Viel Vergnügen beim Lastentransport mit dem Fahrrad wünscht Ihnen
Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing.

Im Winter die Vögel richtig füttern

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im Februar

Vögel sind ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt. Wenn sie im Winter nur wenig Futter in der Natur finden, versuchen sie in bewohnten Bereichen ihr Glück. Eine Fütterung unserer heimischen Vögel im Winter ist zwar nicht zwingend notwendig, da sie an die kalte Jahreszeit angepasst sind, sie kann aber auch nicht schaden. Wenn sich die Futterstelle in der Nähe der Wohnung befindet, ist das eine gute Gelegenheit, die Vögel zu beobachten. Bei der Fütterung sollten allerdings auch einige Regeln beachtet werden.

Wie sollte gefüttert werden?
Das Futter sollte vor Witterung geschützt angeboten werden. Dafür eignen sich besonders Futtersilos, die gut gefüllt, auch für eine längere Zeit einen Futtervorrat bereitstellen. Sie verhindern auch, dass sich Vogelkot zwischen das Futter mischt und so Krankheitskeime übertragen werden können. Das Futterhaus sollte in der Nähe von Bäumen oder Büschen angebracht werden, die den Vögeln als Zufluchtsort dienen. Auch sollte sichergestellt sein, dass sich in der Nähe der Futterstelle keine Feinde, wie Katzen, aufhalten können.

Wann sollte gefüttert werden?
Die Vögel sollten nur bei Dauerfrost und/oder Schneedecke gefüttert werden. Morgens sind die Vögel am hungrigsten, also sollte am Morgen das Futter vorhanden sein und gegebenenfalls am Nachmittag wieder aufgefüllt werden, damit sie sich für die Nacht stärken können.

Was sollte gefüttert werden?
Als Basisfutter eignen sich besonders Sonnenblumenkerne. Getreidekörner werden meist nur von Tauben und Sperlingen gefressen. Das Futter darf keine chemischen Zusatzstoffe enthalten und auch nicht gesalzen sein. Neben den Körnerfressern mit einem kräftigen Schnabel (Finken, Sperlinge, Ammern, Meisen) können aber auch Weich- und Insektenfresser (Amseln, Rotkehlchen, Stare) die Futterstelle besuchen. Diese bevorzugen Haferflocken, Rosinen und Obst.

Eine schöne Winterzeit wünscht Ihr Energie- und Umweltbeirat

Richtig lüften, Schimmel vermeiden

Energie- und Umweltbeirat - Tipp im November

Jetzt in der kalten Jahreszeit sollten Sie wieder auf ein richtiges Lüftungsverhalten achten um Schimmel vorzubeugen und gleichzeitig nicht zu viel Energie zum Fenster hinaus zu lüften.

Die wichtigsten Lüftungs-Tipps:

1. Stoßlüften
Kurzes Querlüften bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern und Innentüren ist die effektivste Methode, einen kompletten Luftaustausch herzustellen. Dies sollte mehrmals am Tag für ca. 3-6 Minuten erfolgen. Wie oft erfahren Sie im nächsten Tipp. Wenn größere Feuchtigkeitsmengen, z.B. nach dem Duschen anfallen, sollten diese sofort abgelüftet werden. Gekippte Fenster sind eine unkontrollierte Lüftung und kühlen zudem die umliegenden Wände aus.

2. Luftfeuchtigkeit kontrollieren
Überprüfen Sie mit einem Hygrometer oder besser einer Kombination aus Hygrometer und Thermometer ihre Luftfeuchtigkeit. Diese Werte sollten Sie dabei erreichen: Im Neubau (ab ca. 2001) ca. 40 – 60%. Im Altbau (vor 2001) ca. 40-50%. Je älter ein (unsaniertes) Gebäude ist, desto größer ist die Schimmelgefahr an Außenwänden durch schlechte Dämmwerte und dadurch niedrige Oberflächentemperaturen. Daher muss hier die Luftfeuchtigkeit niedriger gehalten werden.

3. Außenwände freihalten
Lassen Sie im Altbau immer ausreichend Platz von ca. 10 cm. zwischen Möbeln und der Wandoberfläche. Nur so kann sich die Wand anwärmen und ausreichend belüftet werden.

4. Räume nicht „mitheizen“
Falls Sie Räume wie z.B. Schlafzimmer kühler halten wollen, sollten Sie diese nicht indirekt durch geöffnete Türen und abgedrehter Heizkörper mitbeheizen. Dies spart keine Heizkosten, denn die benötigte Wärme wird von den anderen Heizkörpern abgegeben. Zudem erhöhen Sie die Schimmelgefahr, da sich bei abkühlender Luft aus anderen Räumen die relative Luftfeuchtigkeit erhöht.

Übrigens: Wände „atmen“ nicht!
Eine verputzte Wand ist luft- und winddicht, sie trägt nie zum Luftaustausch bei.
Und: Wird eine Wand im Altbau von außen gedämmt, verursacht das keinen Schimmel sondern beseitigt die Ursachen für Schimmelwachstum! Warum?

Die Wand wird dadurch nicht luftdichter, aber die Oberflächentemperaturen auf der Innenseite erhöhen sich, dadurch kann kein Kondensat aus der Luftfeuchtigkeit entstehen und die Voraussetzung für den Schimmel ist nicht mehr gegeben.

Der notwendige Luftaustausch findet gezielt und kontrolliert über die Fenster oder eine Lüftungsanlage statt, nicht über die Wände.

Ihr Energie- und Umweltbeirat

Quelle der Infografik: www.co2online.de

An- und Abreise – CO2 sparen und kompensieren

Energie- und Umweltbeirat – Tipp im September 2018

Klimafreundlich Reisen leicht gemacht!

Sommerzeit ist Reisezeit: Dass Flug- und Fernreisen mit ihrem hohen CO2-Ausstoß das Klima in besonde-rem Maße belasten ist hinlänglich bekannt. Dennoch möchten wir den wohlverdienten Sommerurlaub ge-nießen. Wie Sie ganz leicht im Urlaub den eigenen ökologischen Fußabdruck minimieren und so guten Gewissens verreisen können, erfahren Sie hier:

Leben, wo andere Urlaub machen
Dieses Motto gilt natürlich besonders bei uns. In der Umgebung gibt es viel zu entdecken: Berge, Seen, Schlösser, Museen oder der Poinger Wildpark laden ebenso zum Verweilen ein wie gemütliche Gasthäuser und lauschige Biergärten. Als „Tourist in der eigenen Heimat“ spart man nicht nur Geld, sondern schont auch das Klima. Allgemein gilt: je kürzer der Anreiseweg umso besser fürs Klima. Wenn diese Strecken dann noch mit Bus oder Bahn zurück gelegt werden, wirkt sich das ebenfalls vergleichsweise positiv auf die Klimabilanz aus.

Sie haben für dieses Jahr Ihren Flug schon gebucht? Auf https://www.atmosfair.de/kompensieren/flug können Sie den CO2-Ausstoß Ihres Fluges kompensieren. Flugpassagiere zahlen dafür freiwillig einen von den Emissionen abhängigen Klimaschutzbeitrag, den atmosfair dazu verwendet, erneuerbare Energien in Ländern auszubauen, wo es diese noch kaum gibt, also vor allem in Entwicklungsländern. Damit spart atmosfair CO2 ein, das sonst in diesen Ländern durch fossile Energien freigesetzt worden wäre. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch myclimate. Hier können Sie Ihre Autofahrt(en) kompensieren – natürlich auch außerhalb der Urlaubszeiten: https://co2.myclimate.org/de/car_calculators/new.

Grüne Unterkunft und Aktivitäten vor Ort
Bei der Wahl der Unterkunft auf Energiesparmaßnahmen, ökologische Gebäude und biologische bzw. regionale Küche zu achten, wird Dank Ökosiegel immer einfacher. Eine Übersicht der Ökosiegel finden Sie z.B. hier: https://www.wirsindanderswo.de/themen/detail/beitrag/umweltzeichen-fuer-den-urlaub/
Besonders klimaschonend erkundet man die Urlaubs-region dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gleich emissionsfrei per Rad oder zu Fuß. Klima-freundliche Reisen finden Sie beispielsweise unter https://utopia.de/reisen/.

Einen schönen Urlaub wünscht Ihr Energie- und Umweltbeirat Poing!