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Eltern-Taxi For Future

Energiespartipp des Monats Juni 2019 der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Fahrrad als pdf-Datei zum download

Eltern, die Ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder Kita bringen, verschärfen genau die Gefahr, vor der sie ihre Kinder schützen wollen. Gute Gründe sprechen dafür, mit Kindern von klein auf nachhaltige Mobilität zu praktizieren: Während Sie mit Ihren Kindern auf dem täglichen Weg zu Kita oder Schule gemeinsam und aktiv ihre Umwelt erleben, verbunden mit gesunder Bewegung und vielen Erfahrungen in der Praxis, lernen Ihre Kinder selbstständig und umweltschonend Alltagswege zurückzulegen – und üben so sicheres Verkehrsverhalten.

Kindertransport per Rad: Im Anhänger, auf dem Kindersitz oder Lastenrad können Kinder bis zum Alter von 7 Jahren mitgenommen werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club informiert über wichtige Regeln: https://www.adfc.de/artikel/kinder-auf-dem-rad-mitnehmen/
Wenn Kinder selbst radeln: Überqueren Sie Straßen immer alle gemeinsam, wenn möglich an Zebrastreifen oder Fußgängerampeln ‒ schiebend. Kinder bleiben auf ihren Rädern immer im Sichtfeld und in Rufweite.

Der gemeinsame Weg bietet die beste Möglichkeit der Verkehrserziehung, denn an jedem Tag gibt es wieder unterschiedliche Situationen im Straßenverkehr, die durchlebt und besprochen werden müssen – bis der Zeitpunkt kommt, an dem Sie mit gutem Gewissen Ihre Kinder alleine auf den Weg schicken können.

Sicher ans Ziel: Finden Sie gemeinsam den besten Weg. Wählen Sie möglichst ruhige Straßen und im Zweifel lieber einen etwas weiteren Weg. Doch können Straßen mit breitem Gehweg oder Radweg besser sein als enge, unübersichtliche Anliegerstraßen mit (z.T. auf Gehwegen) parkenden Autos.

Es lohnt sich nicht, das Fahrrad aus Schup-pen/Keller/Garage zu holen? Dann ist der Weg zum Kindergarten gerade recht, um gemeinsam zu Fuß zu gehen. Die Vorteile? Siehe oben!

Fahrradfreundliche Infrastruktur: Ihre Alltagserfahrungen können helfen, dass die Rahmenbedingungen für risikofreies Radfahren in Ihrer Kommune verbessert werden. Setzen Sie sich, am besten gemeinsam mit anderen Eltern, dafür ein, dass Gefahrenstellen entschärft, Radwege verbreitert, Kreuzungen sicherer gestaltet werden. Das Ziel: mehr Lebensqualität für alle!

Vom smarten zum fairen Phone

Energiespartipp des Monats Mai der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Handy als pdf-Datei zum download

2017 sind in Deutschland 24 Millionen Smartphones verkauft worden. Gleichzeitig werden ungeheure Mengen ausrangierter Geräte „entsorgt“ oder verschwinden ungenutzt in Schubladen.

Dahinter steckt ein gewaltiger Energie- und Ressourcenverbrauch. Wie können wir die Umweltbelastung möglichst gering halten?

Langes Leben: Nicht noch ein paar Megapixel mehr, sondern langlebiges Design, wiederverwendbare Materialien und erneuerbare Energien für die Herstellung sollten die Kaufentscheidung maßgeblich lenken. Umweltbewusste Käufer achten darauf, dass sich Elektronikprodukte reparieren und aufrüsten lassen. Noch wird ein Großteil der weltweit verkauften Smartphones als „Wegwerf-Handy“ produziert – mit einer maximalen Nutzungsdauer von zwei Jahren.
 
Versteckte Energie: Für das tägliche Laden des Smartphones benötigt man im Jahr nur ca. 4 Kilowattstunden. Jedoch ein Vielfaches dieses Energieverbrauchs fällt in Rechenzentren an: Bei jeder SMS, jedem Telefonat, jedem Video-Download ist ein Server in einem Rechenzentrum eingeschaltet. Entlastung in vielfacher Hinsicht: Statt Dauergebrauch von Smartphones einfach mal komplett abschalten und offline durchschnaufen ‒ Stichwort „Digital Detox“.

Wegweiser für faire und nachhaltige Produkte: Greenpeace untersucht seit 2006 regelmäßig die Produktionsweise und Reparaturfreundlichkeit von IT-Geräten der 17 führenden Hersteller. In einem Ranking werden die Kriterien Energie- und Chemikalieneinsatz sowie Ressourcenverbrauch gewertet. Das Faktenpapier „Grüne Elektronik 2017“ können Sie hier herunterladen: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20171017-factsheet-greenpeace-green-it-guide.pdf

Nach dem Elektronikgerätegesetz gilt für Handys eine bedingungslose, kostenlose Rücknahmepflicht durch den Fachhandel. Auch kommunale Sammelstellen oder gemeinnützige Organisationen nehmen ausgediente Handys an. So werden wiederverwertbare Stoffe wie Kupfer, Gold und Silber dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt und Giftstoffe gesammelt.

Rethink statt Rebound

Energiespartipp des Monats April der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Rebound-Effekt als pdf-Datei zum download

Der Rebound-Effekt ist ein Dilemma: Wir tun möglichst viel, um Energie, Wasser und andere Rohstoffe zu sparen. Doch der Einspareffekt verpufft, am Ende verbrauchen wir gleich viel oder sogar mehr Energie als zuvor. Wenn wir uns die Ursachen bewusst machen, schlagen wir dem Rebound-Effekt ein Schnippchen.

Immer öfter: Ein sparsamer Pkw verursacht geringere Treibstoffkosten pro gefahrenem Kilometer als alte Spritschlucker. Fatal ist es, wenn sich ein neues Auto auf das Fahrverhalten auswirkt: Wege werden häufiger mit dem Pkw zurückgelegt, längere Strecken gefahren und öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad dafür weniger genutzt. Am Ende steigen die klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen.

Immer größer: Effizienzgewinne von Motoren werden „verschenkt“, wenn Neuwagen immer größer, schwerer und stärker werden. Das macht die Treibstoffeinsparung zunichte oder führt sogar zu einem Mehrverbrauch. Das nennen Fachleute dann „Backfire”.

Immer mehr: Häufig führt auch sorgloseres Nutzerverhalten zum „Rebound”. Wer nach einer Effizienzmaßnahme weniger für Energie zahlt, ist weniger motiviert sparsam mit Energie umzugehen. Die Folge: Das mögliche Einsparpotenzial nach Sanierungen wird bei Weitem nicht ausgeschöpft. Abhilfe schaffen zum Beispiel automatisierte Heizungssteuerungen, die einen nachlässigen Umgang mit der Heizenergie verhindern – oder eine gute Visualisierung der Energieverbräuche, die einen echten Anreiz geben.

Was tun? Jeder von uns verbraucht doppelt so viele Ressourcen, wie uns nach dem globalen Pro-Kopf-Limit zustehen. Effizienzmaßnahmen sind wichtig – doch genauso wichtig ist es, immer auch unser Verhalten kritisch im Auge zu behalten. Am Ende sollte auch eine noch so sparsame LED-Lampe ausgeschaltet werden, wenn kein Licht gebraucht wird.

 

 

Plastikfasten

Energiespartipp des Monats März der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten der Energieagentur als pdf-Datei zum download

Die Erde leidet unter der Plastikflut. Weltweit sind Meereslebewesen und ihr Lebensraum durch Plastikmüll bedroht. Hauptursache sind Verpackungen und Einwegartikel. Viele kleine Schritte können viel bewirken: Warum nicht einmal zum Wohle der Umwelt „plastikfasten“?

Tragende Rolle: Egal ob aus Baumwolle, Jute oder notfalls auch Kunstfaser – zum umweltbewussten Einkaufen gehört die Mehrweg-Tragetasche, ein Rucksack oder Korb. Mit klein gefalteten Beuteln sind wir auch für Spontaneinkäufe gerüstet.

Unverpackt: Beim Einkaufen fällt viel Plastikmüll an. Mit wiederbefüllbaren Behältern an Wurst- und Käsetheke und dem gezielten Griff zu nicht verpacktem Obst und Gemüse zeigen Sie als Kunde, was Ihnen wichtig ist. Als „Denkzettel“ können Sie überflüssige Plastikverpackungen im Laden lassen – oder gleich neue Erfahrungen in einem „Unverpackt“-Laden sammeln. Adressen finden Sie hier.

Mehrweg statt Einweg: Wasser in Einweg-Plastikflaschen, Coffee-to-Go-Becher, Fertiggerichte und Snacks in Plastik – das muss nicht sein. Echte Mehrwegflaschen, am besten aus Glas, eine (Edelstahl)Trinkflasche mit Leitungswasser, ein Thermobecher zum Wiederbefüllen oder sogar der Kaffeegenuss im Sitzen – all das erspart jede Menge Plastikmüll und Ihrer Gesundheit Schadstoffe. Machen Sie Ihre Plastikfastenwochen zu Genusswochen mit frisch zubereiteten Lebensmitteln – in Glas- oder Edelstahldosen auch für unterwegs.

Je länger, je lieber: Zu kurzlebigen Kunststoffartikel gibt es meist Alternativen aus Holz, Glas oder Metall. Die können zwar beim Kauf teurer sein, halten gewöhnlich aber auch länger als Kunststoff und sind weniger problematisch in Herstellung und Entsorgung. Vorhandene Plastikprodukte lassen sich häufig sinnvoll umnutzen statt weggeworfen zu werden.

Information und Inspiration finden Sie auf der Themenseite des BUND.

Sehen – vergleichen – sparen: So werden Sie Energie-Effizienz-Champion!

Energiespartipp des Monats Januar der Energieagentur Ebersberg-München

Dauerhaft Energiesparen ist ein wenig wie mit dem Abnehmen: Die guten Vorsätze sind da, aber im Trott des Alltags widersetzen sich Kilos und Kilowattstunden hartnäckig einer Trendwende nach unten. Wie erreichen wir trotz aller Versuchungen unser Ziel – sei es unser Traumgewicht oder eine erfreulich reduzierte Heizkosten- und Stromrechnung, verbunden mit dem guten Gefühl, etwas für den Klimaschutz getan zu haben?

Sehen: Machen Sie mittels einer Bestandsaufnahme Ihre Verbrauchsdaten für Heizenergie, Strom und Wasser sichtbar! Dazu können Sie ganz konventionell mit Stift und Papier Buch führen oder die Verbrauchsdaten mit geeigneter Software kontrollieren. Über die Suche „Energieverbrauch kontrollieren“ finden Sie im Internet kostenlose „Werkzeuge“, von der einfachen Excel-Liste bis zur umfangreichen EnergieCheck-App von co2online.

Vergleichen: Indem Sie Ihre Verbrauchsdaten an denen ähnlicher Haushalte messen, erkennen Sie gezielt die größten Einsparpotenziale. Umfangreiche Vergleichsdaten bieten die Webseiten www.stromspiegel.de und www.heizspiegel.de. Alle Ihre Verbrauchsdaten können Sie mit dem kostenlosen Online-Portal „Energiesparkonto“ der co2online gGmbH übersichtlich verwalten und auswerten: www.energiesparkonto.de

Sparen: Gehen Sie Schritt für Schritt vor, messen Sie die Fortschritte und honorieren Sie Erfolge! Das Energiesparkonto liefert Ihnen auf Basis Ihrer Verbrauchsdaten individuelle Energiespartipps.
Qualifizierte Beratung vor Ort: Sie möchten eine gezielte Energieberatung, sei es als Basis-Check, Gebäude-Check, Detail-Check, Heiz-Check oder Solarwärme-Check? Dank öffentlicher Förderung bieten Verbraucherzentrale Bayern und Energie-agentur-Ebersberg-München qualitativ hochwertige Beratungen sehr kostengünstig an. Detaillierte Infos zu Beratungsinhalten und Kosten unter www.energieagentur-ebe-m.de/privatpersonen/energieberatung oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/Beratung

 

 

Mit echtem Ökostrom die Energiewende anschieben

Energiespartipp des Monats Dezember der Energieagentur Ebersberg-München

Vor genau 20 Jahren wurde das Energiewirtschaftsgesetz reformiert. Das Gesetz soll „eine möglichst sichere, preisgünstige und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität und Gas im Interesse der Allgemeinheit“ bezwecken – so steht es in §1 des Gesetzes. Jeder Verbraucher kann seitdem seinen Stromlieferanten frei wählen, da diese standortunabhängig und überregional ihre Leistungen anbieten dürfen.

Fördern Sie die Energiewende durch Wechsel zu echtem Ökostrom: Der Preis ist das eine – eine konsequente Abkehr von Atom- und Kohlestrom das andere. Anbieter von echtem Ökostrom liefern aus-schließlich und 100% regenerativ erzeugten Strom, haben keine Verflechtungen mit konventionellen Atom- und Kohlestrom-Konzernen und fördern so aktiv und konsequent den Neubau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen. Nur so kann der Anteil ökologischen Stroms erhöht und der Anteil von Atom- und Kohlestrom reduziert werden.

Einfacher Wechsel: Sie schließen einen Vertrag mit dem neuen Stromanbieter, alles Weitere erledigt dieser. Der Wechselprozess ist gesetzlich geregelt und läuft standardisiert ab. Der örtliche Grundversorger garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung.

Faire Vertragsbedingungen checken: Achten Sie auf eine kurze Kündigungsfrist (wenige Wochen), keine oder nur eine kurze Mindestvertragslaufzeit, keine Mindestabnahmemenge und keine Vorauszahlungen von mehreren Monaten.

Wertschöpfung vor Ort steigern: In den Landkreisen Ebersberg und München sind verschiedene Stromanbieter ansässig – unter Ihnen auch Gemeinde- und Stadtwerke. Durch die Auswahl eines regionalen Anbieters unterstützen Sie Ihr Stadtwerk und außerdem die lokalen Erzeuger. Fragen Sie auch beim örtlichen Versorger nach der Herkunft des Stroms.

Ökostrom-Tarife können Sie auf der EcoTopTen-Plattform des Öko-Instituts nach Anbieter und Zertifikat filtern: www.ecotopten.de/strom/oekostrom-tarife

Besser beleuchten – Lichtimmissionen vermeiden

Energiespartipp des Monats Februar der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten der Energieagentur als pdf-Datei zum download

Während der dunklen Jahreszeit benötigen wir viel künstliches Licht. Im Haus sorgt eine gute Beleuchtung für eine angenehme Atmosphäre und gute Stimmung. Im Außenbereich sollten wir nächtliches Licht dagegen so zielgerichtet und effizient wie möglich einsetzen, um die Tierwelt und Mitmenschen möglichst wenig zu belästigen oder zu stören.

Energieeffiziente LED-Lampen ersetzen mehr und mehr Glüh- und Halogenlampen sowie quecksilberhaltige Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren. Ihr Vorteil: sofort helles Licht, lange Lebensdauer, schaltfest, quecksilberfrei und sie sparen bis zu 85 Prozent Energie(kosten). LEDs sind mittlerweile für fast alle Sockeltypen in verschiedenen Lichtfarben erhältlich.

Von oben nach unten: „Lichtverschmutzung“ oder „Lichtsmog“ ist künstliches Licht, das ungenutzt unser Umfeld, natürliche Nachtlandschaften und den Nachthimmel aufhellt. Mit geeigneten, gut abgeschirmten Leuchten und richtiger Platzierung kann das Licht gezielt auf die zu beleuchtenden Fläche gelenkt werden. LED-Technik vermeidet durch ihre präzise Lichtlenkung unerwünschte Lichtimmissionen. Die Beispiele im Bild zeigen den Unterschied zwischen guter und schlechter Lichtlenkung.

Licht nach Bedarf: Nutzen Sie eine möglichst geringe Lichtleistung in Kombination mit einem gut ausgerichteten Bewegungsmelder und/oder einer Zeitsteuerung. Auch über Dimmung kann Lichtleistung sinnvoll „dosiert“ und der Energieverbrauch gesenkt werden.

Warmweißes Licht mit geringem Blauanteil blendet weniger und wird als angenehmer empfunden. Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben: Warmweißes Licht hat 2700 bis 3000 Kelvin. Neutralweißes Licht (3300 bis 5300 Kelvin) oder tageslichtweißes Licht (> 5300 Kelvin) ist ideal für konzentriertes Arbeiten, stört jedoch abends einen gesunden Schlaf.

Insektenfreundlich: LED-Licht zieht weniger nachtaktive Insekten an, da es keine UV-Strahlung enthält. Am insektenfreundlichsten sind warmweiße LEDs, gefolgt von kaltweißen LEDs.

Shopping-Pause für den Klimaschutz

Energiespartipp des Monats November der Energieagentur Ebersberg-München

Gegen Ende des Jahres steigt der Konsum immens. Der Kaufrausch zeigt sich an mit Einkaufstüten bepackten Menschenmassen in den Städten und den allgegenwärtigen Paketdienstleistern, die eine wachsende Zahl von Online-Shoppern beliefern. Das hat Auswirkungen: Fast 40 Prozent der deutschen Pro-Kopf-CO2-Emissionen werden durch den privaten Konsum verursacht.

Kauf-nix-Tag: Der letzte Samstag im November soll als kleine Auszeit vom Shopping-Wahn rechtzeitig zum Start des Vorweihnachtstrubels zum Nachdenken anregen. Warum verschwindet immer mehr Natur, warum wachsen die Abfallberge, warum sind immer mehr Menschen verschul-det? Der „Buy Nothing Day“ wurde 1992 in Nordamerika als Protest gegen menschenunwürdige und umweltzerstörende Produktions- und Handelsbedingungen ins Leben gerufen.

Schluss mit „Geiz ist geil“ und Wegwerfmentalität: Qualität statt Quantität, gebraucht statt neu, pflegen und reparieren, leihen, tauschen, verschenken, selber machen – so unterstützen Sie eine nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise.

Strategischer Konsum: Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher! Denn wer gezielt einkauft, bestimmt mit, was produziert wird und auf welche Weise es gemacht wird.

Lassen Sie sich inspirieren: Ganz persönliche, umweltschonende (Weihnachts)geschenke finden Sie auf utopia.de/galerien/diese-persoenlichen-geschenke-kosten-fast-nichts

Mit wenig Aufwand Heizenergie sparen

Energiespartipp des Monats Oktober der Energieagentur Ebersberg-München

Heizen ist teuer und auch mit Abstand größter Energieverbraucher und CO2-Verursacher. Doch mit wenig Aufwand und geringen Investitionen lassen sich Heizkosten sparen und die Umwelt schonen.
 
Dicht machen: Wenn wertvolle Wärme durch undichte Fenster und Türen, ungedämmte Rollladenkästen und Heizkörpernischen verloren geht, lohnt sich ein Abdichten und Isolieren durch geeignetes Material aus dem Baumarkt. Wenn Heizungsrohre durch ungeheizte Räume verlaufen, hilft eine Ummantelung aus Schaumstoff gegen ungewollte Wärmeverluste. Wer Rollläden hat, sollte sie in der kalten Jahreszeit nach Einbruch der Dunkelheit herunterlassen. Das verringert Wärmeverluste an Fenstern um bis zu 20 Prozent.
Luft ablassen: Entlüften Sie zum Beginn der Heizperiode alle Heizkörper, um Leistungseinbußen zu vermeiden.

Auf www.heizspiegel.de/richtig-heizen/bilderstrecke-heizung-entlueften sehen Sie in einer Bilderserie, wie Sie das selber machen können.Die Kür – der hydraulische Abgleich: Wenn Heizkörper unterschiedlich warm werden, obwohl das Thermostat bei allen Heizkörpern gleich eingestellt ist, oder Strömungsgeräusche in der Heizung auftreten, hilft ein hydraulischer Abgleich. Dabei werden die Druckverhältnisse innerhalb des Heizungssystems ausgeglichen. Fragen Sie Ihren Heizungsinstallateur nach möglichen Fördergeldern.
Anschauliche Anleitungen und noch mehr Tipps finden Sie unter www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/heizkosten-sparen/richtig-heizen-die-10-besten-tipps

Fatale Fernwirkung durch Palmöl

Energiespartipp des Monats September der Energieagentur Ebersberg-München

Die Zerstörung tropischer Wälder schreitet rasant voran – auch weil Industriestaaten immer größere Mengen an Palmöl importieren. Das Abholzen von Regenwäldern in Brasilien, Indonesien, Malaysia und anderswo forciert massiv den Klimawandel. Ganze Ökosysteme und Lebensräume werden zerstört, oft wird die lokale Bevölkerung zum Umsiedeln gezwungen. Eine einzigartige Artenvielfalt schwindet rapide und unwiederbringlich.

Allgegenwärtig: Palmöl, das aus den Früchten der Öl-palme gewonnen wird, steckt heute in der Hälfte unserer Supermarktprodukte. Es wird sowohl in Lebensmitteln wie Margarine, Fertigprodukten, Pizza und Backwaren eingesetzt als auch in Kosmetika, Putzmitteln und im Autotank.

Kleingedrucktes lesen: Seit Dezember 2014 muss auf Lebensmittelpackungen angegeben werden, wenn ein Produkt Palmöl enthält. In Kosmetik-, Putz- und Waschmitteln versteckt sich der Regenwaldfresser hingegen hinter einer Vielzahl chemischer Fachbegriffe. Per Internetrecherche lassen sich palmölfreie Alternativen finden, z.B. bei www.umweltblick.de/index.php/lebensmittel

Selbst kochen, selbst entscheiden: Frische Zutaten aus regionaler, saisonaler und ökologischer Produktion bzw. aus fairem Handel stellen jedes (palmölhaltige) Fertigprodukt in den Schatten. Zum Kochen und Backen eignen sich europäische Öle aus Sonnenblumen, Oliven, Raps oder Leinsamen.

Eine umstrittene Maßnahme: Von den 1,4 Millionen Tonnen nach Deutschland importiertem Palmöl und Palmkernöl geht knapp ein Drittel in die Produktion von „Biodiesel“. An der Zapfsäule haben Sie keine Wahlmöglichkeit – wohl aber bei vielen Wegen, die auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt werden können.

Mehr Infos unter www.regenwald.org/themen/palmoel,
www.utopia.de/galerien/palmoel-produkte-marke-palmoelfreie-alternativen, und
www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/palmoel-indonesien-20160210.pdf

Klimatipp für Leseratten

Energiespartipp des Monats August der Energieagentur Ebersberg-München

Für gedruckte Bücher werden Bäume gefällt. Von den knapp eine Milliarde Büchern, die deutsche Verlage pro Jahr produzieren, werden noch mehr als 80 Prozent auf Frischfaserpapier gedruckt. Diese Art der Papierproduktion erfordert große Mengen Wasser und Chemikalien. Rein statistisch betrachtet liest jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr etwa zehn Bücher mit etwa 200 Seiten.

Wie können Leseratten ihren Lesehunger am umweltfreundlichsten stillen?
Papier oder Pixel: Das Ökoinstitut hat die Energiebilanz von E-Book-Readern und gedruckten Büchern verglichen. Fazit: Bei mehr als zehn Büchern pro Jahr liegt der E-Book-Reader vorn – trotz seines deutlich höheren ökologischen Rucksacks bei der Produktion. Im Gebrauch sind moderne Geräte extrem sparsam und, mit grünem Strom geladen, umweltfreundlich. Je länger der Reader im Einsatz ist, desto besser für die Umweltbilanz. Ein ausgedienter E-Book-Reader gehört nicht in den Hausmüll, sondern zum Elektroschrott.

Bücherfreunde punkten, wenn ihre Bücher nicht im Regal verstauben, sondern durch viele Hände gehen. Die Ökobilanz verbessert, wer Bücher verschenkt, Lesestoff auf Flohmärkten oder in Antiquariaten kauft oder verkauft, Büchertauschschränke oder Online-Tauschbörsen nutzt.

Umweltmäßig unschlagbar und komfortabel ist das Leihen von Büchern in Bibliotheken, die eine große Auswahl an Büchern, sowohl hochaktuelle als auch Klassiker, günstig oder sogar umsonst bieten. Fachbücher aus unterschiedlichsten Themenfeldern und Zeitschriften runden das Angebot ab. Positiver Nebeneffekt: Sie haben viel mehr Platz zu Hause.

Drucker sparen – Druck ersparen im Büro

Energiespartipp des Monats Juli 2018 der Energieagentur Ebersberg-München

In Deutschland werden pro Jahr 800.000 Tonnen DIN A4-Kopierpapier verbraucht. Auf einen einzelnen Büromitarbeiter entfallen im Durchschnitt 10.000 gedruckte Seiten jährlich. Wertvolle Ressourcen können wir sparen, indem wir den Papierverbrauch konsequent reduzieren und für unvermeidliche Ausdrucke Recyclingpapier nutzen.

Das schwarze Brett oder eine Umlaufmappe plus zentrale Ablage für Infos an alle Mitarbeiter ersetzt Mehrfach-Kopien – und fördert zudem das soziale Miteinander.

Erst denken, dann drucken: Dokumente in der Druckvorschau betrachten und nur benötigte Seiten über „Auswahl/Markierung drucken“ ausdrucken. Noch besser: Wann immer möglich, Dokumente nur digital lesen, versenden und archivieren. Hilfreiche Voraussetzungen: Scan-to-Mail-Funktion am Drucker, PC-Fax sowie ein gut abgestimmtes Archivierungssystem.

Papier hat viele Seiten: Drucken bzw. kopieren Sie grundsätzlich beidseitig. Duplexfunktion als Voreinstellung, Hinweiszettel an den Geräten und eine kurze Schulung helfen bei der konsequenten Umsetzung. Sofern es die Lesbarkeit erlaubt, drucken Sie zwei Seiten verkleinert auf eine.
Fehldrucke sammeln – denn sie taugen allemal als Schmier- und Notizzettel oder für einseitige Probedrucke. Achten Sie darauf, dass vertrauliche Drucke vertraulich bleiben.

Green Printing Software hilft, effizient zu drucken und den Papier- und Tintenverbrauch zu reduzieren, z.B. GreenPrintWorld oder CleverPrint2011.

Mehr Infos: www.umweltbundesamt.de/publikationen/papier

Radlkilometer statt Autokilometer

Energiespartipp des Monats Juni 2018 der Energieagentur Ebersberg-München

Fast die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als fünf Kilometer, knapp ein Viertel sogar kürzer als zwei Kilometer. Unsere täglichen Wege sind oft von Gewohnheiten bestimmt, und so steigen wir ins Auto, obwohl andere Verkehrsmittel unter vielerlei Aspekten günstiger wären. Umdenken lohnt sich: Auf diesen Strecken ist man mit dem Rad sogar schneller am Ziel als mit dem Auto.

Null-Emissionsfahrzeug Fahrrad: Wer mit dem Rad fährt, ist individuell und kostengünstig unterwegs und schützt aktiv das Klima: Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, erspart dem Klima rund 140 Gramm CO2.

Mehr als ein Fortbewegungsmittel: Die Bewegung bringt Lebensfreude, fördert die Fitness und baut Stress ab. Wer radelt, tut nicht nur was für die eigene Gesundheit, sondern verbessert die Lebensqualität aller: Weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Stau, weniger Flächenverbrauch, auch für’s Parken. Denn bei der Stellfläche gilt: 1 Auto = 10 Fahrräder!

Mit der richtigen Ausstattung wird das Fahrrad außerdem zum Lastenträger: Fahrradanhänger für Kinder oder größere Einkäufe, Packtaschen oder Körbe für den kleinen Einkauf oder die Aktentasche auf dem Weg in die Arbeit. Mit einem Elektrofahrrad („Pedelec“) erweitern Sie Ihren Radius für komfortables, schweißfreies Radeln erheblich – unabhängig von Alter und Fitness. Ein stetig wachsendes Angebot an Lastenrädern erobert weitere Einsatzbereiche.

Mach mit beim STADTRADELN.

Öfter mal abdrehen

Energiespartipp des Monats Mai 2018 der Energieagentur Ebersberg-München

Warmwasser trägt mit etwa 15 Prozent zum Energieverbrauch im Privathaushalt bei. Mit kleinen Verhaltensänderungen und einfachen technischen Lösungen lässt sich jede Menge Wasser und damit auch Energie sparen.

Man muss nicht gleich zum Kaltduscher werden: Wer einen Sparduschkopf verwendet und zwischendrin beim Einseifen das Wasser abdreht, reduziert spürbar Wasser- und Energieverbrauch. Ein Vollbad benötigt ca. 120 Liter Warmwasser. Mit einem Sparduschkopf mit einer Durchflussmenge von 6 Liter pro Minute reicht diese Wassermenge für 20 Minuten Duschvergnügen – oder aber für 4 mal 5 Minuten lang duschen. Durch Verwirbeln der Wassertropfen mit Luft liefern Sparduschköpfe ein gewohnt prickelndes Duscherlebnis.

Öfter mal abdrehen gilt auch für das Zähneputzen, Rasieren und Einseifen beim Händewaschen. Sparperlatoren begrenzen auch hier den Durchfluss ohne Komfortverlust. Und zum Händewaschen reicht ja eigentlich auch kaltes Wasser …

Öfter mal abschalten: Wer elektrische Kleinspeicher zur Warmwasserbereitung nutzt, sollte diese bei Nichtgebrauch – nachts und in Urlaubszeiten – ausschalten. Das gleiche gilt, wenn Sie bei der zentralen Warmwasserbereitung eine Zirkulationspumpe nutzen.

Wer es ganz genau wissen will: Ist unsere Wasserversorgung fit für den Klimawandel? Müssen wir viel Wasser benutzen, um das Leitungsnetz zu spülen? Unser Wasserfußabdruck im Ausland – Fakten, Hintergründe und Empfehlungen finden Sie auf in der Broschüre „Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?“

Bärbel Zankl
Energieagentur Ebersberg-München gGmbH