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Bereit für die Wärmewende?

Energiespartipp des Monats November der Energieagentur Ebersberg-München

Sobald die Tage kürzer werden, steigt in den meisten Haushalten der Energieverbrauch durchs Hei-zen. Der Großteil aller Häuser in Deutschland hat ein hohes, ungenutztes Einsparpotenzial.
Dämmen lohnt sich! Die meisten Dämmmaßnahmen rechnen sich über die Heizkosteneinsparungen innerhalb von 15 bis 20 Jahren. Doch wichtig ist auch der Zusatzgewinn: Schutz der Bausubstanz, Wertsteige-rung der Immobilie, ein behagliches und gesundes Wohnklima im Winter, Hitzeschutz im Sommer, Schutz vor Schimmel und Feuchteschäden und damit Vermeidung von Gesundheitsrisiken und nicht zuletzt ein Gewinn für Umwelt- und Klimaschutz.

Das Nützliche mit dem Notwendigen verbinden: Wenn ohnehin bauliche Maßnahmen anstehen, z.B. Mängelbeseitigungen, Renovierungen oder ein Umbau für „barrierefreies Wohnen“, dann lassen sich Wärmedämmung und Heizung mit vergleichsweise geringen Mehrkosten auf Jahrzehnte hinaus verbessern.

Lassen Sie sich kompetent beraten: Die Energieberater der Energieagentur bieten sowohl eine kostenlose Impulsberatung als auch einen EnergieCheck bei Ihnen vor Ort. Von der Einzelmaßnahme zum Gesamtkonzept: Eine schrittweise Sanierung ist möglich, doch müssen Gebäudehülle, Anlagentechnik und Nutzung ganzheitlich betrachtet und alle Maßnahmen sachkundig aufeinander abgestimmt werden. Eine Sanierung sollte von ausgewiesenen Fachleuten geplant und begleitet werden.

Gut gefördert: Wer nachhaltige Sanierungsmaßnahmen oder den Bau eines Niedrigenergiehauses plant, kann auf eine Vielzahl unterschiedlicher Fördermittel zurückgreifen. Bei der Suche nach dem passenden Förderprogramm hilft der Förderratgeber von co2online.de. Regionalspezifische Programme zeigt energiefoerderung.info. Die Adressen anerkannter ExpertInnen finden sich auf Plattformen wie energie-effizienz-experten.de. Bereits die Erstellung eines „individuellen Sanierungsfahrplans“ durch einen zertifizierten Energieberater bezuschusst der Staat zu 60 Prozent (s. www.bafa.de -> Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude).

Vom Dämm-Check bis zu „Kritik auf dem Prüfstand“: Alles Wissenswerte rund um Dämmung finden Sie auf www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/daemmung/

Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
Ansprechpartnerin:
Bärbel Zankl
Tel. 08092/33 090 44
baerbel.zankl@ea-ebe-m.de
www.energieagentur-ebe-m.de

 

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Energiespartipp des Monats Oktober der Energieagentur Ebersberg-München

Das Potenzial, Energie aus der Kraft der Sonne zu gewinnen und für Strom und Wärme zu nutzen, ist riesig. Nur ein Bruchteil wird bislang ausgeschöpft, dabei kann Solarenergie über vielfältige Möglichkeiten fossile Energieträger ersetzen. Für den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien sprechen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Gründe.

Eine Quelle – zwei Techniken: Solarthermieanlagen wandeln Sonnenenergie direkt in Wärme um. Diese wird einem Pufferspeicher zugeführt und über Wärmetauscher zur Warmwasserbereitung und wahlweise auch zur Heizungsunterstützung genutzt. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Über Batterien kann der tagsüber produzierte Strom gespeichert werden und ist dann auch nach Sonnenuntergang für den Eigenverbrauch verfügbar.

Unendliche Energiequelle: Nach Schätzungen liefert die Sonne umgerechnet täglich (!) den weltweiten Energiebedarf von acht Jahren. Bei der Umwandlung in Strom oder Wärme entstehen weder gefährlicher Müll noch klimaschädliche Gase, weder Ruß noch Feinstaub wie etwa in Kohlekraftwerken oder bei der Verbrennung von Erdöl oder Erdgas.

Entdecken Sie das Potenzial Ihres Daches mit dem Solarpotenzialkataster: Mit wenigen Klicks erhalten Sie eine Analyse darüber, ob und wie Ihr Dach für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet ist. Das kosten-lose Online-Tool gibt es unter www.solare-stadt.de/kreis-ebersberg bzw. www.solare-stadt.de/kreis-muenchen – weitere Beratung bietet Ihnen die Energieagentur!

Ökologisch in die Zukunft – auch für Mieter: Steckbare Solar-Geräte, auch Balkon-Module oder Guerilla-PV genannt, können über einen speziellen Wechselrichter direkt an das häusliche Stromnetz an-geschlossen werden. Alles Wissenswerte und was Sie beachten müssen erfahren Sie auf dem Infoportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie: www.pvplug.de

Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland: Was bringt Photovoltaik, ist PV-Strom zu teuer, wie viel Primärenergie steckt in den Modulen, erhöht sich das Brandrisiko – Antworten auf verschiedenste Fra-gen rund um Photovoltaik erhalten Sie in der Zu-sammenstellung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, Stand 31.7.2019 unter www.pv-fakten.de

Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
Bärbel Zankl

Lauf!

Energiespartipp des Monats September der Energieagentur Ebersberg-München

Daten, Zahlen und Fakten als pdf-Datei zum downoald.

Der Fußverkehr ist die kostengünstige, energie- und flächeneffiziente Art mobil zu sein. Fußgängerinnen und Fußgänger verursachen minimal Lärm, weniger Unfälle als die anderen Verkehrsteilnehmer, verbrauchen kaum Ressourcen und sparen Platz. Sie verbessern gleichermaßen die ökologische Bilanz und das soziale Miteinander im öffentlichen Raum. Die Wiederentdeckung des Gehens: Sehr viele Wege könnten wir ohne Zeitverlust zu Fuß zurücklegen. Ein Viertel unserer Autofahrten ist kürzer als zwei Kilometer. Dabei ist der Spritverbrauch von Pkws auf den ersten vier Kilometern besonders hoch: Bis zu 40 Litern nach dem Start, nach einem Kilometer immer noch 20 Liter pro 100 Kilometer – mit entsprechend hohen Schadstoffemissionen.

10.000 Schritte für die Gesundheit: Ob Spaziergang oder der Weg zur Schule, in die Arbeit oder zu Besorgungen – Bewegung tut gut, regt die Kreativität an, steigert das Wohlbefinden und die Konzentration, fördert die Gesundheit und macht, so zeigen Studien, glücklich. Durchschnittlich laufen wir nicht einmal 5.000 Schritte am Tag, das sind etwa 3 bis 4 Kilometer. Abhängig von Job und Lebensumfeld kann die Strecke deutlich variieren. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen, um langfristig gesund zu bleiben.

Motivationshilfe: Egal ob eine App auf dem Smartphone, ein einfacher mechanischer oder ein elektronischer Schrittzähler mit Zusatzfunktionen wie Pulsmesser und Kalorienzähler, diese kleinen Geräte können Sie bei Ihrem 10.000-Schritte-Ziel anspornen und unterstützen!

Lebenswerte Kommunen: Ein Mensch zu Fuß benötigt lediglich 1 Quadratmeter, ein Autofahrer verbraucht schon bei 25 km/h mindestens 60 Quadratmeter. Für sichere und bequeme Mobilität im Alltag, aber auch für lebendige Quartiere und ein gesundes Lebensumfeld ist eine gerechtere Aufteilung unseres Straßenraums, d.h. die Rückeroberung des öffentlichen Raums vom Autoverkehr die zentrale Voraussetzung. Für alle Entscheider, Planer und Förderer gibt es wertvolle Anregungen, einen Handlungsleitfaden und Konzeptbeispiele für eine kommunale Fußgängerstrategie vom Fachverband Fußverkehr Deutschland unter www.fussverkehrsstrategie.de


Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
Bärbel Zankl

Lang lebe Aluminium

Energiespartipp des Monats August der Energieagentur Ebersberg-München

Daten, Zahlen und Fakten als pdf-Datei zum downoald.

Aluminium ist leicht, biegsam, hitzebeständig, leitfähig und korrosionsbeständig und damit für viele Anwendungen ein wertvoller und sinnvoller Rohstoff, z.B. um Gewicht und so den Energieverbrauch von Fahrzeugen zu senken, für eine lange Haltbarkeit, etc. Gewinnung und Verarbeitung belasten jedoch die Umwelt und sind extrem energieintensiv. Deshalb ist Aluminium ein viel zu wertvoller Rohstoff, um als Wegwerfprodukt oder in kurzlebigen Produkten verschwendet zu werden!

Alternativbereich: Beim Einkaufen, Kochen und Aufbewahren trifft man häufig auf kurzlebigen Einsatz von Aluminium wie Folien, Tüten, Kaffeekapseln, Tuben, Dosen, Spraydosen, Fertiggerichte in Schalen etc. Viele Lebensmittel gibt es auch im Glas, Getränke in Mehrwegflaschen, Süßigkeiten in alufreier Verpackung, für Kaffee Edelstahlmehrwegkapseln. Für Transport und Lagerung von Lebensmitteln kann man ganz einfach Frischhaltedosen aus Edelstahl, Glas, Porzellan oder (BPA-freiem) Kunststoff, wiederverwendbare Wachstücher, Schraubgläser oder auch einfaches Butterbrotpapier verwenden und so die Alufolie ersetzen. Viele weitere Alternativen präsentiert Utopia auf utopia.de/galerien/alternativen-zu-aluminiumprodukten

Alu und Grillen: Verzichten Sie der Umwelt zuliebe auf Wegwerf-Grills aus Aluminium und auf Aluminiumfolie. Die Alternativen: robuste und langlebige Grills und als Unterlage Schiefer- oder Specksteinplatten. Wer experimentierfreudig ist, versucht es auch mit großen Kohl oder Rhabarber-blättern, die selbst bei starker Hitze nicht verbrennen.

Attraktives Recycling: Im Vergleich zur primären Herstellung verbraucht die Wiederverwertung nur 5 Prozent der Energie. Wenn möglich, sollten Alu-miniumbestandteile einer Verpackung schon von allen anderen Stoffen wie Pappe oder ähnlichem getrennt werden. So lässt sich das Aluminium – über die Wertstoffsammlung – optimal für das Recycling nutzen.
 
Problemfall Verbundverpackung: Im Lebensmittel- und Verpackungsbereich ist Aluminium häufig ein Mitbestandteil der Verpackung (zum Beispiel bei Getränkekartons usw.). Diese Verpackungen werden in der Regel verbrannt, weil das Aluminium nicht effizient von den anderen Stoffen getrennt werden kann.

Gesundheitsvorsorge: Wenn saure, basische und salzige Lebensmittel mit Aluminium in Berührung kommen, steigt das Risiko einer Aluminiumbelastung mit gesundheitsgefährdenden Folgen. Ein guter Grund, auf andere Materialien umzusteigen!

So lasst uns denn ein Bäumchen pflanzen

Energiespartipp des Monats Juli 2019 der Energieagentur Ebersberg-München

Daten, Zahlen und Fakten als pdf-Datei zum download.

Bäume an Straßen, in Parkanlagen und Gärten prägen das Erscheinungsbild unserer Gemeinden. Sie haben zu jeder Jahreszeit ihr eigenes charakteristisches Aussehen. Bäume im direkten Wohnumfeld stehen für Lebensqualität und Wohlbefinden. So wie sie zu unserer körperlichen und geistigen Gesundheit beitragen, sollten auch wir uns um ihr Wohlergehen sorgen.

Mein Freund, der Baum: Bäume verbessern nachhaltig das Kleinklima – durch Sauerstoffproduktion, CO2-Bindung, Staubfilterung und als Schattenspender. So tragen sie dazu bei Orte zu kühlen, die Luftverschmutzung zu reduzieren und dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken.

Naturschutz fängt im Garten an: Mit heimischen Bäumen und Sträuchern schaffen Sie Lebensraum, also Nahrung, Versteck- und Nistmöglichkeiten für eine Vielzahl von Tieren. Wenn Sie bei der Baumauswahl die zu erwartende Größe und die Standortansprüche berücksichtigen, kann der Baum mehrere Jahrzehnte lang CO2 aus der Luft aufnehmen und in seiner Biomasse binden.

Unterschlupf und Wohnraum für Insekten und Co: Zu den lebendigsten Lebensräumen unserer Natur zählt Totholz. Lassen Sie Raum für Totholzecken und Laubhaufen!

Allee- und Straßenbäume in Gefahr: Schadstoffe, Bodenverdichtung und Streusalz setzen den Bäumen zu. Als Baumpate können Sie Baumscheiben begrünen und so die Wurzeln und den Stamm schützen.

Stop talking. Start planting: Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet wurde 2007 vom 9-jährigen Felix Finkbeiner gegründet. Seine Vision: Kinder pflanzen in jedem Land der Erde eine Million Bäume und schaffen so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich. Es gibt viele Wege das Ziel zu unterstützen – nicht nur für Kinder: www.plant-for-the-planet.org/de/mitmachen

Eltern-Taxi For Future

Energiespartipp des Monats Juni 2019 der Energieagentur Ebersberg-München

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Eltern, die Ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder Kita bringen, verschärfen genau die Gefahr, vor der sie ihre Kinder schützen wollen. Gute Gründe sprechen dafür, mit Kindern von klein auf nachhaltige Mobilität zu praktizieren: Während Sie mit Ihren Kindern auf dem täglichen Weg zu Kita oder Schule gemeinsam und aktiv ihre Umwelt erleben, verbunden mit gesunder Bewegung und vielen Erfahrungen in der Praxis, lernen Ihre Kinder selbstständig und umweltschonend Alltagswege zurückzulegen – und üben so sicheres Verkehrsverhalten.

Kindertransport per Rad: Im Anhänger, auf dem Kindersitz oder Lastenrad können Kinder bis zum Alter von 7 Jahren mitgenommen werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club informiert über wichtige Regeln: https://www.adfc.de/artikel/kinder-auf-dem-rad-mitnehmen/
Wenn Kinder selbst radeln: Überqueren Sie Straßen immer alle gemeinsam, wenn möglich an Zebrastreifen oder Fußgängerampeln ‒ schiebend. Kinder bleiben auf ihren Rädern immer im Sichtfeld und in Rufweite.

Der gemeinsame Weg bietet die beste Möglichkeit der Verkehrserziehung, denn an jedem Tag gibt es wieder unterschiedliche Situationen im Straßenverkehr, die durchlebt und besprochen werden müssen – bis der Zeitpunkt kommt, an dem Sie mit gutem Gewissen Ihre Kinder alleine auf den Weg schicken können.

Sicher ans Ziel: Finden Sie gemeinsam den besten Weg. Wählen Sie möglichst ruhige Straßen und im Zweifel lieber einen etwas weiteren Weg. Doch können Straßen mit breitem Gehweg oder Radweg besser sein als enge, unübersichtliche Anliegerstraßen mit (z.T. auf Gehwegen) parkenden Autos.

Es lohnt sich nicht, das Fahrrad aus Schup-pen/Keller/Garage zu holen? Dann ist der Weg zum Kindergarten gerade recht, um gemeinsam zu Fuß zu gehen. Die Vorteile? Siehe oben!

Fahrradfreundliche Infrastruktur: Ihre Alltagserfahrungen können helfen, dass die Rahmenbedingungen für risikofreies Radfahren in Ihrer Kommune verbessert werden. Setzen Sie sich, am besten gemeinsam mit anderen Eltern, dafür ein, dass Gefahrenstellen entschärft, Radwege verbreitert, Kreuzungen sicherer gestaltet werden. Das Ziel: mehr Lebensqualität für alle!

Vom smarten zum fairen Phone

Energiespartipp des Monats Mai der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Handy als pdf-Datei zum download

2017 sind in Deutschland 24 Millionen Smartphones verkauft worden. Gleichzeitig werden ungeheure Mengen ausrangierter Geräte „entsorgt“ oder verschwinden ungenutzt in Schubladen.

Dahinter steckt ein gewaltiger Energie- und Ressourcenverbrauch. Wie können wir die Umweltbelastung möglichst gering halten?

Langes Leben: Nicht noch ein paar Megapixel mehr, sondern langlebiges Design, wiederverwendbare Materialien und erneuerbare Energien für die Herstellung sollten die Kaufentscheidung maßgeblich lenken. Umweltbewusste Käufer achten darauf, dass sich Elektronikprodukte reparieren und aufrüsten lassen. Noch wird ein Großteil der weltweit verkauften Smartphones als „Wegwerf-Handy“ produziert – mit einer maximalen Nutzungsdauer von zwei Jahren.
 
Versteckte Energie: Für das tägliche Laden des Smartphones benötigt man im Jahr nur ca. 4 Kilowattstunden. Jedoch ein Vielfaches dieses Energieverbrauchs fällt in Rechenzentren an: Bei jeder SMS, jedem Telefonat, jedem Video-Download ist ein Server in einem Rechenzentrum eingeschaltet. Entlastung in vielfacher Hinsicht: Statt Dauergebrauch von Smartphones einfach mal komplett abschalten und offline durchschnaufen ‒ Stichwort „Digital Detox“.

Wegweiser für faire und nachhaltige Produkte: Greenpeace untersucht seit 2006 regelmäßig die Produktionsweise und Reparaturfreundlichkeit von IT-Geräten der 17 führenden Hersteller. In einem Ranking werden die Kriterien Energie- und Chemikalieneinsatz sowie Ressourcenverbrauch gewertet. Das Faktenpapier „Grüne Elektronik 2017“ können Sie hier herunterladen: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20171017-factsheet-greenpeace-green-it-guide.pdf

Nach dem Elektronikgerätegesetz gilt für Handys eine bedingungslose, kostenlose Rücknahmepflicht durch den Fachhandel. Auch kommunale Sammelstellen oder gemeinnützige Organisationen nehmen ausgediente Handys an. So werden wiederverwertbare Stoffe wie Kupfer, Gold und Silber dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt und Giftstoffe gesammelt.

Plastikfasten

Energiespartipp des Monats März der Energieagentur Ebersberg-München

Viele Zahlen, Daten und Fakten der Energieagentur als pdf-Datei zum download

Die Erde leidet unter der Plastikflut. Weltweit sind Meereslebewesen und ihr Lebensraum durch Plastikmüll bedroht. Hauptursache sind Verpackungen und Einwegartikel. Viele kleine Schritte können viel bewirken: Warum nicht einmal zum Wohle der Umwelt „plastikfasten“?

Tragende Rolle: Egal ob aus Baumwolle, Jute oder notfalls auch Kunstfaser – zum umweltbewussten Einkaufen gehört die Mehrweg-Tragetasche, ein Rucksack oder Korb. Mit klein gefalteten Beuteln sind wir auch für Spontaneinkäufe gerüstet.

Unverpackt: Beim Einkaufen fällt viel Plastikmüll an. Mit wiederbefüllbaren Behältern an Wurst- und Käsetheke und dem gezielten Griff zu nicht verpacktem Obst und Gemüse zeigen Sie als Kunde, was Ihnen wichtig ist. Als „Denkzettel“ können Sie überflüssige Plastikverpackungen im Laden lassen – oder gleich neue Erfahrungen in einem „Unverpackt“-Laden sammeln. Adressen finden Sie hier.

Mehrweg statt Einweg: Wasser in Einweg-Plastikflaschen, Coffee-to-Go-Becher, Fertiggerichte und Snacks in Plastik – das muss nicht sein. Echte Mehrwegflaschen, am besten aus Glas, eine (Edelstahl)Trinkflasche mit Leitungswasser, ein Thermobecher zum Wiederbefüllen oder sogar der Kaffeegenuss im Sitzen – all das erspart jede Menge Plastikmüll und Ihrer Gesundheit Schadstoffe. Machen Sie Ihre Plastikfastenwochen zu Genusswochen mit frisch zubereiteten Lebensmitteln – in Glas- oder Edelstahldosen auch für unterwegs.

Je länger, je lieber: Zu kurzlebigen Kunststoffartikel gibt es meist Alternativen aus Holz, Glas oder Metall. Die können zwar beim Kauf teurer sein, halten gewöhnlich aber auch länger als Kunststoff und sind weniger problematisch in Herstellung und Entsorgung. Vorhandene Plastikprodukte lassen sich häufig sinnvoll umnutzen statt weggeworfen zu werden.

Information und Inspiration finden Sie auf der Themenseite des BUND.

Sehen – vergleichen – sparen: So werden Sie Energie-Effizienz-Champion!

Energiespartipp des Monats Januar der Energieagentur Ebersberg-München

Dauerhaft Energiesparen ist ein wenig wie mit dem Abnehmen: Die guten Vorsätze sind da, aber im Trott des Alltags widersetzen sich Kilos und Kilowattstunden hartnäckig einer Trendwende nach unten. Wie erreichen wir trotz aller Versuchungen unser Ziel – sei es unser Traumgewicht oder eine erfreulich reduzierte Heizkosten- und Stromrechnung, verbunden mit dem guten Gefühl, etwas für den Klimaschutz getan zu haben?

Sehen: Machen Sie mittels einer Bestandsaufnahme Ihre Verbrauchsdaten für Heizenergie, Strom und Wasser sichtbar! Dazu können Sie ganz konventionell mit Stift und Papier Buch führen oder die Verbrauchsdaten mit geeigneter Software kontrollieren. Über die Suche „Energieverbrauch kontrollieren“ finden Sie im Internet kostenlose „Werkzeuge“, von der einfachen Excel-Liste bis zur umfangreichen EnergieCheck-App von co2online.

Vergleichen: Indem Sie Ihre Verbrauchsdaten an denen ähnlicher Haushalte messen, erkennen Sie gezielt die größten Einsparpotenziale. Umfangreiche Vergleichsdaten bieten die Webseiten www.stromspiegel.de und www.heizspiegel.de. Alle Ihre Verbrauchsdaten können Sie mit dem kostenlosen Online-Portal „Energiesparkonto“ der co2online gGmbH übersichtlich verwalten und auswerten: www.energiesparkonto.de

Sparen: Gehen Sie Schritt für Schritt vor, messen Sie die Fortschritte und honorieren Sie Erfolge! Das Energiesparkonto liefert Ihnen auf Basis Ihrer Verbrauchsdaten individuelle Energiespartipps.
Qualifizierte Beratung vor Ort: Sie möchten eine gezielte Energieberatung, sei es als Basis-Check, Gebäude-Check, Detail-Check, Heiz-Check oder Solarwärme-Check? Dank öffentlicher Förderung bieten Verbraucherzentrale Bayern und Energie-agentur-Ebersberg-München qualitativ hochwertige Beratungen sehr kostengünstig an. Detaillierte Infos zu Beratungsinhalten und Kosten unter www.energieagentur-ebe-m.de/privatpersonen/energieberatung oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/Beratung

 

Shopping-Pause für den Klimaschutz

Energiespartipp des Monats November der Energieagentur Ebersberg-München

Gegen Ende des Jahres steigt der Konsum immens. Der Kaufrausch zeigt sich an mit Einkaufstüten bepackten Menschenmassen in den Städten und den allgegenwärtigen Paketdienstleistern, die eine wachsende Zahl von Online-Shoppern beliefern. Das hat Auswirkungen: Fast 40 Prozent der deutschen Pro-Kopf-CO2-Emissionen werden durch den privaten Konsum verursacht.

Kauf-nix-Tag: Der letzte Samstag im November soll als kleine Auszeit vom Shopping-Wahn rechtzeitig zum Start des Vorweihnachtstrubels zum Nachdenken anregen. Warum verschwindet immer mehr Natur, warum wachsen die Abfallberge, warum sind immer mehr Menschen verschul-det? Der „Buy Nothing Day“ wurde 1992 in Nordamerika als Protest gegen menschenunwürdige und umweltzerstörende Produktions- und Handelsbedingungen ins Leben gerufen.

Schluss mit „Geiz ist geil“ und Wegwerfmentalität: Qualität statt Quantität, gebraucht statt neu, pflegen und reparieren, leihen, tauschen, verschenken, selber machen – so unterstützen Sie eine nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise.

Strategischer Konsum: Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher! Denn wer gezielt einkauft, bestimmt mit, was produziert wird und auf welche Weise es gemacht wird.

Lassen Sie sich inspirieren: Ganz persönliche, umweltschonende (Weihnachts)geschenke finden Sie auf utopia.de/galerien/diese-persoenlichen-geschenke-kosten-fast-nichts

Fatale Fernwirkung durch Palmöl

Energiespartipp des Monats September der Energieagentur Ebersberg-München

Die Zerstörung tropischer Wälder schreitet rasant voran – auch weil Industriestaaten immer größere Mengen an Palmöl importieren. Das Abholzen von Regenwäldern in Brasilien, Indonesien, Malaysia und anderswo forciert massiv den Klimawandel. Ganze Ökosysteme und Lebensräume werden zerstört, oft wird die lokale Bevölkerung zum Umsiedeln gezwungen. Eine einzigartige Artenvielfalt schwindet rapide und unwiederbringlich.

Allgegenwärtig: Palmöl, das aus den Früchten der Öl-palme gewonnen wird, steckt heute in der Hälfte unserer Supermarktprodukte. Es wird sowohl in Lebensmitteln wie Margarine, Fertigprodukten, Pizza und Backwaren eingesetzt als auch in Kosmetika, Putzmitteln und im Autotank.

Kleingedrucktes lesen: Seit Dezember 2014 muss auf Lebensmittelpackungen angegeben werden, wenn ein Produkt Palmöl enthält. In Kosmetik-, Putz- und Waschmitteln versteckt sich der Regenwaldfresser hingegen hinter einer Vielzahl chemischer Fachbegriffe. Per Internetrecherche lassen sich palmölfreie Alternativen finden, z.B. bei www.umweltblick.de/index.php/lebensmittel

Selbst kochen, selbst entscheiden: Frische Zutaten aus regionaler, saisonaler und ökologischer Produktion bzw. aus fairem Handel stellen jedes (palmölhaltige) Fertigprodukt in den Schatten. Zum Kochen und Backen eignen sich europäische Öle aus Sonnenblumen, Oliven, Raps oder Leinsamen.

Eine umstrittene Maßnahme: Von den 1,4 Millionen Tonnen nach Deutschland importiertem Palmöl und Palmkernöl geht knapp ein Drittel in die Produktion von „Biodiesel“. An der Zapfsäule haben Sie keine Wahlmöglichkeit – wohl aber bei vielen Wegen, die auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt werden können.

Mehr Infos unter www.regenwald.org/themen/palmoel,
www.utopia.de/galerien/palmoel-produkte-marke-palmoelfreie-alternativen, und
www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/palmoel-indonesien-20160210.pdf

Radlkilometer statt Autokilometer

Energiespartipp des Monats Juni 2018 der Energieagentur Ebersberg-München

Fast die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als fünf Kilometer, knapp ein Viertel sogar kürzer als zwei Kilometer. Unsere täglichen Wege sind oft von Gewohnheiten bestimmt, und so steigen wir ins Auto, obwohl andere Verkehrsmittel unter vielerlei Aspekten günstiger wären. Umdenken lohnt sich: Auf diesen Strecken ist man mit dem Rad sogar schneller am Ziel als mit dem Auto.

Null-Emissionsfahrzeug Fahrrad: Wer mit dem Rad fährt, ist individuell und kostengünstig unterwegs und schützt aktiv das Klima: Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, erspart dem Klima rund 140 Gramm CO2.

Mehr als ein Fortbewegungsmittel: Die Bewegung bringt Lebensfreude, fördert die Fitness und baut Stress ab. Wer radelt, tut nicht nur was für die eigene Gesundheit, sondern verbessert die Lebensqualität aller: Weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Stau, weniger Flächenverbrauch, auch für’s Parken. Denn bei der Stellfläche gilt: 1 Auto = 10 Fahrräder!

Mit der richtigen Ausstattung wird das Fahrrad außerdem zum Lastenträger: Fahrradanhänger für Kinder oder größere Einkäufe, Packtaschen oder Körbe für den kleinen Einkauf oder die Aktentasche auf dem Weg in die Arbeit. Mit einem Elektrofahrrad („Pedelec“) erweitern Sie Ihren Radius für komfortables, schweißfreies Radeln erheblich – unabhängig von Alter und Fitness. Ein stetig wachsendes Angebot an Lastenrädern erobert weitere Einsatzbereiche.

Mach mit beim STADTRADELN.

Rethink statt Rebound

Energiespartipp des Monats April der Energieagentur Ebersberg-München

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Der Rebound-Effekt ist ein Dilemma: Wir tun möglichst viel, um Energie, Wasser und andere Rohstoffe zu sparen. Doch der Einspareffekt verpufft, am Ende verbrauchen wir gleich viel oder sogar mehr Energie als zuvor. Wenn wir uns die Ursachen bewusst machen, schlagen wir dem Rebound-Effekt ein Schnippchen.

Immer öfter: Ein sparsamer Pkw verursacht geringere Treibstoffkosten pro gefahrenem Kilometer als alte Spritschlucker. Fatal ist es, wenn sich ein neues Auto auf das Fahrverhalten auswirkt: Wege werden häufiger mit dem Pkw zurückgelegt, längere Strecken gefahren und öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad dafür weniger genutzt. Am Ende steigen die klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen.

Immer größer: Effizienzgewinne von Motoren werden „verschenkt“, wenn Neuwagen immer größer, schwerer und stärker werden. Das macht die Treibstoffeinsparung zunichte oder führt sogar zu einem Mehrverbrauch. Das nennen Fachleute dann „Backfire”.

Immer mehr: Häufig führt auch sorgloseres Nutzerverhalten zum „Rebound”. Wer nach einer Effizienzmaßnahme weniger für Energie zahlt, ist weniger motiviert sparsam mit Energie umzugehen. Die Folge: Das mögliche Einsparpotenzial nach Sanierungen wird bei Weitem nicht ausgeschöpft. Abhilfe schaffen zum Beispiel automatisierte Heizungssteuerungen, die einen nachlässigen Umgang mit der Heizenergie verhindern – oder eine gute Visualisierung der Energieverbräuche, die einen echten Anreiz geben.

Was tun? Jeder von uns verbraucht doppelt so viele Ressourcen, wie uns nach dem globalen Pro-Kopf-Limit zustehen. Effizienzmaßnahmen sind wichtig – doch genauso wichtig ist es, immer auch unser Verhalten kritisch im Auge zu behalten. Am Ende sollte auch eine noch so sparsame LED-Lampe ausgeschaltet werden, wenn kein Licht gebraucht wird.

 

Besser beleuchten – Lichtimmissionen vermeiden

Energiespartipp des Monats Februar der Energieagentur Ebersberg-München

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Während der dunklen Jahreszeit benötigen wir viel künstliches Licht. Im Haus sorgt eine gute Beleuchtung für eine angenehme Atmosphäre und gute Stimmung. Im Außenbereich sollten wir nächtliches Licht dagegen so zielgerichtet und effizient wie möglich einsetzen, um die Tierwelt und Mitmenschen möglichst wenig zu belästigen oder zu stören.

Energieeffiziente LED-Lampen ersetzen mehr und mehr Glüh- und Halogenlampen sowie quecksilberhaltige Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren. Ihr Vorteil: sofort helles Licht, lange Lebensdauer, schaltfest, quecksilberfrei und sie sparen bis zu 85 Prozent Energie(kosten). LEDs sind mittlerweile für fast alle Sockeltypen in verschiedenen Lichtfarben erhältlich.

Von oben nach unten: „Lichtverschmutzung“ oder „Lichtsmog“ ist künstliches Licht, das ungenutzt unser Umfeld, natürliche Nachtlandschaften und den Nachthimmel aufhellt. Mit geeigneten, gut abgeschirmten Leuchten und richtiger Platzierung kann das Licht gezielt auf die zu beleuchtenden Fläche gelenkt werden. LED-Technik vermeidet durch ihre präzise Lichtlenkung unerwünschte Lichtimmissionen. Die Beispiele im Bild zeigen den Unterschied zwischen guter und schlechter Lichtlenkung.

Licht nach Bedarf: Nutzen Sie eine möglichst geringe Lichtleistung in Kombination mit einem gut ausgerichteten Bewegungsmelder und/oder einer Zeitsteuerung. Auch über Dimmung kann Lichtleistung sinnvoll „dosiert“ und der Energieverbrauch gesenkt werden.

Warmweißes Licht mit geringem Blauanteil blendet weniger und wird als angenehmer empfunden. Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben: Warmweißes Licht hat 2700 bis 3000 Kelvin. Neutralweißes Licht (3300 bis 5300 Kelvin) oder tageslichtweißes Licht (> 5300 Kelvin) ist ideal für konzentriertes Arbeiten, stört jedoch abends einen gesunden Schlaf.

Insektenfreundlich: LED-Licht zieht weniger nachtaktive Insekten an, da es keine UV-Strahlung enthält. Am insektenfreundlichsten sind warmweiße LEDs, gefolgt von kaltweißen LEDs.

Mit echtem Ökostrom die Energiewende anschieben

Energiespartipp des Monats Dezember der Energieagentur Ebersberg-München

Vor genau 20 Jahren wurde das Energiewirtschaftsgesetz reformiert. Das Gesetz soll „eine möglichst sichere, preisgünstige und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität und Gas im Interesse der Allgemeinheit“ bezwecken – so steht es in §1 des Gesetzes. Jeder Verbraucher kann seitdem seinen Stromlieferanten frei wählen, da diese standortunabhängig und überregional ihre Leistungen anbieten dürfen.

Fördern Sie die Energiewende durch Wechsel zu echtem Ökostrom: Der Preis ist das eine – eine konsequente Abkehr von Atom- und Kohlestrom das andere. Anbieter von echtem Ökostrom liefern aus-schließlich und 100% regenerativ erzeugten Strom, haben keine Verflechtungen mit konventionellen Atom- und Kohlestrom-Konzernen und fördern so aktiv und konsequent den Neubau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen. Nur so kann der Anteil ökologischen Stroms erhöht und der Anteil von Atom- und Kohlestrom reduziert werden.

Einfacher Wechsel: Sie schließen einen Vertrag mit dem neuen Stromanbieter, alles Weitere erledigt dieser. Der Wechselprozess ist gesetzlich geregelt und läuft standardisiert ab. Der örtliche Grundversorger garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung.

Faire Vertragsbedingungen checken: Achten Sie auf eine kurze Kündigungsfrist (wenige Wochen), keine oder nur eine kurze Mindestvertragslaufzeit, keine Mindestabnahmemenge und keine Vorauszahlungen von mehreren Monaten.

Wertschöpfung vor Ort steigern: In den Landkreisen Ebersberg und München sind verschiedene Stromanbieter ansässig – unter Ihnen auch Gemeinde- und Stadtwerke. Durch die Auswahl eines regionalen Anbieters unterstützen Sie Ihr Stadtwerk und außerdem die lokalen Erzeuger. Fragen Sie auch beim örtlichen Versorger nach der Herkunft des Stroms.

Ökostrom-Tarife können Sie auf der EcoTopTen-Plattform des Öko-Instituts nach Anbieter und Zertifikat filtern: www.ecotopten.de/strom/oekostrom-tarife

Mit wenig Aufwand Heizenergie sparen

Energiespartipp des Monats Oktober der Energieagentur Ebersberg-München

Heizen ist teuer und auch mit Abstand größter Energieverbraucher und CO2-Verursacher. Doch mit wenig Aufwand und geringen Investitionen lassen sich Heizkosten sparen und die Umwelt schonen.
 
Dicht machen: Wenn wertvolle Wärme durch undichte Fenster und Türen, ungedämmte Rollladenkästen und Heizkörpernischen verloren geht, lohnt sich ein Abdichten und Isolieren durch geeignetes Material aus dem Baumarkt. Wenn Heizungsrohre durch ungeheizte Räume verlaufen, hilft eine Ummantelung aus Schaumstoff gegen ungewollte Wärmeverluste. Wer Rollläden hat, sollte sie in der kalten Jahreszeit nach Einbruch der Dunkelheit herunterlassen. Das verringert Wärmeverluste an Fenstern um bis zu 20 Prozent.
Luft ablassen: Entlüften Sie zum Beginn der Heizperiode alle Heizkörper, um Leistungseinbußen zu vermeiden.

Auf www.heizspiegel.de/richtig-heizen/bilderstrecke-heizung-entlueften sehen Sie in einer Bilderserie, wie Sie das selber machen können.Die Kür – der hydraulische Abgleich: Wenn Heizkörper unterschiedlich warm werden, obwohl das Thermostat bei allen Heizkörpern gleich eingestellt ist, oder Strömungsgeräusche in der Heizung auftreten, hilft ein hydraulischer Abgleich. Dabei werden die Druckverhältnisse innerhalb des Heizungssystems ausgeglichen. Fragen Sie Ihren Heizungsinstallateur nach möglichen Fördergeldern.
Anschauliche Anleitungen und noch mehr Tipps finden Sie unter www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/heizkosten-sparen/richtig-heizen-die-10-besten-tipps

Klimatipp für Leseratten

Energiespartipp des Monats August der Energieagentur Ebersberg-München

Für gedruckte Bücher werden Bäume gefällt. Von den knapp eine Milliarde Büchern, die deutsche Verlage pro Jahr produzieren, werden noch mehr als 80 Prozent auf Frischfaserpapier gedruckt. Diese Art der Papierproduktion erfordert große Mengen Wasser und Chemikalien. Rein statistisch betrachtet liest jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr etwa zehn Bücher mit etwa 200 Seiten.

Wie können Leseratten ihren Lesehunger am umweltfreundlichsten stillen?
Papier oder Pixel: Das Ökoinstitut hat die Energiebilanz von E-Book-Readern und gedruckten Büchern verglichen. Fazit: Bei mehr als zehn Büchern pro Jahr liegt der E-Book-Reader vorn – trotz seines deutlich höheren ökologischen Rucksacks bei der Produktion. Im Gebrauch sind moderne Geräte extrem sparsam und, mit grünem Strom geladen, umweltfreundlich. Je länger der Reader im Einsatz ist, desto besser für die Umweltbilanz. Ein ausgedienter E-Book-Reader gehört nicht in den Hausmüll, sondern zum Elektroschrott.

Bücherfreunde punkten, wenn ihre Bücher nicht im Regal verstauben, sondern durch viele Hände gehen. Die Ökobilanz verbessert, wer Bücher verschenkt, Lesestoff auf Flohmärkten oder in Antiquariaten kauft oder verkauft, Büchertauschschränke oder Online-Tauschbörsen nutzt.

Umweltmäßig unschlagbar und komfortabel ist das Leihen von Büchern in Bibliotheken, die eine große Auswahl an Büchern, sowohl hochaktuelle als auch Klassiker, günstig oder sogar umsonst bieten. Fachbücher aus unterschiedlichsten Themenfeldern und Zeitschriften runden das Angebot ab. Positiver Nebeneffekt: Sie haben viel mehr Platz zu Hause.

Drucker sparen – Druck ersparen im Büro

Energiespartipp des Monats Juli 2018 der Energieagentur Ebersberg-München

In Deutschland werden pro Jahr 800.000 Tonnen DIN A4-Kopierpapier verbraucht. Auf einen einzelnen Büromitarbeiter entfallen im Durchschnitt 10.000 gedruckte Seiten jährlich. Wertvolle Ressourcen können wir sparen, indem wir den Papierverbrauch konsequent reduzieren und für unvermeidliche Ausdrucke Recyclingpapier nutzen.

Das schwarze Brett oder eine Umlaufmappe plus zentrale Ablage für Infos an alle Mitarbeiter ersetzt Mehrfach-Kopien – und fördert zudem das soziale Miteinander.

Erst denken, dann drucken: Dokumente in der Druckvorschau betrachten und nur benötigte Seiten über „Auswahl/Markierung drucken“ ausdrucken. Noch besser: Wann immer möglich, Dokumente nur digital lesen, versenden und archivieren. Hilfreiche Voraussetzungen: Scan-to-Mail-Funktion am Drucker, PC-Fax sowie ein gut abgestimmtes Archivierungssystem.

Papier hat viele Seiten: Drucken bzw. kopieren Sie grundsätzlich beidseitig. Duplexfunktion als Voreinstellung, Hinweiszettel an den Geräten und eine kurze Schulung helfen bei der konsequenten Umsetzung. Sofern es die Lesbarkeit erlaubt, drucken Sie zwei Seiten verkleinert auf eine.
Fehldrucke sammeln – denn sie taugen allemal als Schmier- und Notizzettel oder für einseitige Probedrucke. Achten Sie darauf, dass vertrauliche Drucke vertraulich bleiben.

Green Printing Software hilft, effizient zu drucken und den Papier- und Tintenverbrauch zu reduzieren, z.B. GreenPrintWorld oder CleverPrint2011.

Mehr Infos: www.umweltbundesamt.de/publikationen/papier

Öfter mal abdrehen

Energiespartipp des Monats Mai 2018 der Energieagentur Ebersberg-München

Warmwasser trägt mit etwa 15 Prozent zum Energieverbrauch im Privathaushalt bei. Mit kleinen Verhaltensänderungen und einfachen technischen Lösungen lässt sich jede Menge Wasser und damit auch Energie sparen.

Man muss nicht gleich zum Kaltduscher werden: Wer einen Sparduschkopf verwendet und zwischendrin beim Einseifen das Wasser abdreht, reduziert spürbar Wasser- und Energieverbrauch. Ein Vollbad benötigt ca. 120 Liter Warmwasser. Mit einem Sparduschkopf mit einer Durchflussmenge von 6 Liter pro Minute reicht diese Wassermenge für 20 Minuten Duschvergnügen – oder aber für 4 mal 5 Minuten lang duschen. Durch Verwirbeln der Wassertropfen mit Luft liefern Sparduschköpfe ein gewohnt prickelndes Duscherlebnis.

Öfter mal abdrehen gilt auch für das Zähneputzen, Rasieren und Einseifen beim Händewaschen. Sparperlatoren begrenzen auch hier den Durchfluss ohne Komfortverlust. Und zum Händewaschen reicht ja eigentlich auch kaltes Wasser …

Öfter mal abschalten: Wer elektrische Kleinspeicher zur Warmwasserbereitung nutzt, sollte diese bei Nichtgebrauch – nachts und in Urlaubszeiten – ausschalten. Das gleiche gilt, wenn Sie bei der zentralen Warmwasserbereitung eine Zirkulationspumpe nutzen.

Wer es ganz genau wissen will: Ist unsere Wasserversorgung fit für den Klimawandel? Müssen wir viel Wasser benutzen, um das Leitungsnetz zu spülen? Unser Wasserfußabdruck im Ausland – Fakten, Hintergründe und Empfehlungen finden Sie auf in der Broschüre „Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?“

Bärbel Zankl
Energieagentur Ebersberg-München gGmbH