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Öfter mal abdrehen

Energiespartipp des Monats Mai 2018 der Energieagentur Ebersberg-München gGmbH

Warmwasser trägt mit etwa 15 Prozent zum Energieverbrauch im Privathaushalt bei. Mit kleinen Verhaltensänderungen und einfachen technischen Lösungen lässt sich jede Menge Wasser und damit auch Energie sparen.

Man muss nicht gleich zum Kaltduscher werden: Wer einen Sparduschkopf verwendet und zwischendrin beim Einseifen das Wasser abdreht, reduziert spürbar Wasser- und Energieverbrauch. Ein Vollbad benötigt ca. 120 Liter Warmwasser. Mit einem Sparduschkopf mit einer Durchflussmenge von 6 Liter pro Minute reicht diese Wassermenge für 20 Minuten Duschvergnügen – oder aber für 4 mal 5 Minuten lang duschen. Durch Verwirbeln der Wassertropfen mit Luft liefern Sparduschköpfe ein gewohnt prickelndes Duscherlebnis.

Öfter mal abdrehen gilt auch für das Zähneputzen, Rasieren und Einseifen beim Händewaschen. Sparperlatoren begrenzen auch hier den Durchfluss ohne Komfortverlust. Und zum Händewaschen reicht ja eigentlich auch kaltes Wasser …

Öfter mal abschalten: Wer elektrische Kleinspeicher zur Warmwasserbereitung nutzt, sollte diese bei Nichtgebrauch – nachts und in Urlaubszeiten – ausschalten. Das gleiche gilt, wenn Sie bei der zentralen Warmwasserbereitung eine Zirkulationspumpe nutzen.

Wer es ganz genau wissen will: Ist unsere Wasserversorgung fit für den Klimawandel? Müssen wir viel Wasser benutzen, um das Leitungsnetz zu spülen? Unser Wasserfußabdruck im Ausland – Fakten, Hintergründe und Empfehlungen finden Sie auf in der Broschüre „Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?“

Bärbel Zankl
Energieagentur Ebersberg-München gGmbH

Bei der Online-Suche Gutes tun

Energiespartipp des Monats April 2018 der Energieagentur Ebersberg-München gGmbH

Internet gehört für die meisten Menschen heute zum Alltag. E-Mails schreiben, Bankgeschäfte erledigen, Suchmaschinen nutzen – dabei verbrauchen nicht nur PC, Laptop oder Smartphone Strom. Mit steigender Internetnutzung werden immer mehr Server und Rechenzentren benötigt, die rund um die Uhr auf Hochtouren laufen. Viele haben den Strombedarf einer ganzen Stadt.

Die Masse macht`s: Eine einzelne Google-Suchanfrage benötigt nur 0,3 Wh Strom. Mit weltweit etwa 3,5 Milliarden Suchanfragen summiert sich das pro Tag auf über eine Million Kilowattstunden! Dem Marktführer beschert das nicht nur Werbeeinnahmen, sondern auch jede Menge Nutzerdaten. Mit alternativen Suchmaschinen kann man dafür sorgen, dass Werbeeinnahmen ökologischen oder sozialen Projekten zu Gute kommen.

Surfen und Bäume pflanzen ermöglicht die Suchmaschine www.Ecosia.org, die mindestens 80 Prozent ihrer Einnahmen in Aufforstungsprogramme auf der ganzen Welt investiert. Ein „Baumzähler“ zeigt an, bei wie vielen Baumpflanzungen man durch Suchanfragen mitgeholfen hat. Ecosia gibt es auch als App für iOS, Android, Windows mobile; sie funktioniert auch auf dem Fairphone 2. Die Suche läuft CO2-neutral über Microsoft Bing. Antworten auf alle Fragen zu Ecosia finden Sie in den FAQs unter https://ecosia.zendesk.com/hc/de.

Für einen guten Zweck spenden kann man mit der Suchmaschine www.Benefind.de, und zwar einen halben Cent pro Suche. Zur Auswahl stehen über 1200 wohltätige Organisationen aus ganz Deutschland, darunter der WWF Deutschland, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, aber auch kleine Vereine und Einrichtungen. Der jeweils aktuelle und ausgezahlte Spendenstand der gelisteten Organisation wird angezeigt.
Mit nachhaltiger Gewichtung der Suchergebnisse arbeitet die Umwelt-Lupe www.umlu.de. Die Suchmaschine verwendet im Hintergrund Google, bevorzugt jedoch grünere und nachhaltigere Links. Produkte, Unternehmen oder Informationen, die umweltbewusst sind und den Richtlinien entsprechen, stehen oben. Der Server arbeitet mit Ökostrom.

Bärbel Zankl
Energieagentur Ebersberg-München gGmbH