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Einladung

Bild Menschen bei der Besichtigung der Geothermieanlage Poing

Geothermie

Erdbeben in Poing: Informationstag zur Geothermie mit Möglichkeit zur Besichtigung des Heizwerks und der Geothermieanlage bzw. des Bohrplatzes

(sta) Zu einem öffentlichen Informationstag rund um das Thema Geothermie laden die Bayernwerk Natur GmbH und die Gemeinde Poing am Freitag, 24. November, von 15 bis 20 Uhr in die Dreifachturnhalle des Sportzentrums Poing (Plieninger Straße 22) ein.

Experten aus verschiedenen Forschungseinrichtungen sowie Vertreter der Firma Bayernwerk Natur informieren zur Geothermie in Bayern im Allgemeinen und über die Details der Anlage in Poing. Auch zu den Beben im Zusammenhang mit Geothermie-Anlagen und hier in der Region sowie zu Fragen rund um Schadensmeldungen werden Fachleute den gesamten Nachmittag bis in den Abend hinein für Gespräche zur Verfügung stehen.

Prof. Dr. Inga Moeck vom Leibniz Institut für Angewandte Geophysik in Hannover wird zum Gutachten informieren. In diesem wurde auch das am 9. September aufgetretene Beben untersucht. Die Wissenschaftlerin bietet die Gelegenheit, einen Blick in das Gutachten zu werfen, erklärt die Methodik der Forschung und präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung.

Shuttle-Busse zur Bohranlage und zum Heizwerk
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Geothermieanlage bzw. die Förderbohrung und das Heizwerk in Poing zu besichtigen. Shuttle-Busse bringen Besucher in regelmäßigen Fahrten von der Dreifachturnhalle zu den technischen Anlagen, wo die Experten der Firma Bayernwerk Natur durch die Anlagen führen und deren Funktionsweise erklären.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, den Informations-Tag zu nutzen, um Fragen und Anliegen zur Geothermie an die Experten vor Ort zu richten und einen Blick hinter die Kulissen der technischen Anlagen zu werfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gemeinde Poing     
Albert Hingerl  
Erster Bürgermeister

Bayernwerk Natur GmbH
Werner Dehmel
Geschäftsführer

 

 

Pressemitteilung Nr. 437 der Regierung von Oberbayern vom 13. Oktober 2017
 
Geothermie-Anlage Poing wird wieder in Betrieb genommen;
Angefordertes Gutachten sieht keine Gefahren durch Erdbeben

Nach einer vorübergehenden Abschaltung der Geothermie-Anlage in Poing wird die Bayernwerk Natur GmbH ihr Werk stufenweise wieder in Betrieb nehmen. Ein Gutachten des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik in Hannover (LIAG) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass von der beobachteten Seismizität keine Gefahr ausgeht. Aus Sicht der Genehmigungsbehörde und der Fachbehörden bestehen dagegen keine Einwände.
 
Ende des Jahres 2016 wurden im Raum Poing-Pliening erstmals mikroseismologische Vorkommnisse verzeichnet. Da Anfang September 2017 wiederum ein Mikro-Beben auftrat und ein Zusammenhang mit der örtlichen GeothermieAnlage nicht ausgeschlossen werden konnte, nahm die Bayernwerk Natur GmbH ihre Anlage in Absprache mit der Gemeinde Poing am 11. September 2017 vorsichtshalber vorübergehend außer Betrieb. Vor einer erneuten Inbetriebnahme sollte ein bereits in Auftrag gegebenes Gutachten des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik in Hannover (LIAG) Aufschluss über die Ursachen der örtlichen Seismizität geben.

Das Ergebnis dieses Gutachtens liegt dem Unternehmen sowie der Aufsichtsbehörde mittlerweile vor. Eine ein-deutige Ursache für die Mikro-Beben konnte darin zwar nicht identifiziert werden. Jedoch konnte das Gutachten die bisherigen Beben eindeutig als ungefährlich einstufen. Professorin Dr. Inga Moeck, die als Sachverständige beim LIAG verantwortlich ist, empfahl dem Betreiber ein stufenweises Wiederanfahren der Geothermie-Anlage mit einer ausgeweiteten seismologischen Begleitung. Beispielsweise soll die Anzahl der Messstationen weiter erhöht werden, um detailliertere Auswertungen der lokalen Seismizität zu ermöglichen. Hierfür wird das Unternehmen ab sofort täglich Daten mit dem Geophysikalischen Observatorium der Ludwig-Maximilians-Universität München austauschen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung intensiv über die geophysischen Ereignisse informiert werden.

Unter diesen Voraussetzungen und mit Blick auf die Tatsache, dass von den Beben keinerlei Gefahr für die Bevölkerung ausgeht, haben das Bergamt Südbayern – das ein Teil der Regierung von Oberbayern ist – als Aufsichtsbehörde der Geothermie-Anlage sowie die bei der Vorstellung des Gutachtens anwesenden Behörden und Fachstellen keine Einwände gegen das geplante Vorgehen erhoben.

Weitere Informationen zum Thema Geothermie in der Gemeinde Poing