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Energiespartipp des Monats

Energiespartipp des Monats August

Klimatipp für Leseratten

Für gedruckte Bücher werden Bäume gefällt. Von den knapp eine Milliarde Büchern, die deutsche Verlage pro Jahr produzieren, werden noch mehr als 80 Prozent auf Frischfaserpapier gedruckt. Diese Art der Papierproduktion erfordert große Mengen Wasser und Chemikalien. Rein statistisch betrachtet liest jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr etwa zehn Bücher mit etwa 200 Seiten.
Wie können Leseratten ihren Lesehunger am umweltfreundlichsten stillen?

Papier oder Pixel: Das Ökoinstitut hat die Energiebilanz von E-Book-Readern und gedruckten Büchern verglichen. Fazit: Bei mehr als zehn Büchern pro Jahr liegt der E-Book-Reader vorn – trotz seines deutlich höheren ökologischen Rucksacks bei der Produktion. Im Gebrauch sind moderne Geräte extrem sparsam und, mit grünem Strom geladen, umweltfreundlich. Je länger der Reader im Einsatz ist, desto besser für die Umweltbilanz. Ein ausgedienter E-Book-Reader gehört nicht in den Hausmüll, sondern zum Elektroschrott.

Bücherfreunde punkten, wenn ihre Bücher nicht im Regal verstauben, sondern durch viele Hände gehen. Die Ökobilanz verbessert, wer Bücher verschenkt, Lesestoff auf Flohmärkten oder in Antiquariaten kauft oder verkauft, Büchertauschschränke oder Online-Tauschbörsen nutzt.

Umweltmäßig unschlagbar und komfortabel ist das Leihen von Büchern in Bibliotheken, die eine große Auswahl an Büchern, sowohl hochaktuelle als auch Klassiker, günstig oder sogar umsonst bieten. Fachbücher aus unterschiedlichsten Themenfeldern und Zeitschriften runden das Angebot ab. Positiver Nebeneffekt: Sie haben viel mehr Platz zu Hause.