#

Kommunalwahl 2020

Zu den Ergebnissen

 

Letzte Änderung dieser Seite: 30.03.2020

 

 

 

Ein herzliches „Dankeschön“ an alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer

Gerne hätte ich mich persönlich bei Ihnen allen bedankt. Dies ist leider momentan nicht möglich.

Die Corona-Krise betrifft derzeit jeden Einzelnen von uns. In dieser Situation auch noch eine Kommunalwahl zu organisieren und durchzuführen, wäre nicht möglich gewesen, ohne des selbstlosen Einsatzes vieler unserer Poinger Bürgerinnen und Bürger.

Bereits die Hauptwahl am 15.März war eine logistische Herausforderung.

Etwa 180 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer mussten gewonnen und auch geschult werden. Zunächst standen diese auch in ausreichender Zahl zur Verfügung.

Bedingt durch die Corona-Krise mussten jedoch so viele von ihnen absagen, dass wir bereits befürchteten, die Wahlvorstände nicht mehr besetzen zu können.
Wir haben es vor Allem dem Engagement der bereits geschulten Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die aus nachvollziehbaren Gründen kurzfristig absagen mussten zu verdanken, dass die Wahl trotzdem geregelt und korrekt durchgeführt werden konnte.
Diese haben nämlich Familienmitglieder bzw. Freunde oder Bekannte gewinnen können, statt ihrer einzuspringen.
Die Ersatzleute wurden einfach ins kalte Wasser geworfen, sie waren nicht geschult, haben ggf. noch einen Crashkurs erhalten.
Dass sie ihre Aufgabe trotzdem optimal gemeistert haben, war unter diesen Voraussetzungen eine wahre Kunst !

Bis in die frühen Morgenstunden des 16. März haben unsere Wahlhelfer, zuletzt die Wahl der Kreisräte, ausgezählt. Wahlhelfer, die bereits nach Hause hätten gehen können, haben sich spontan bereit erklärt, bei der Auszählung in Stimmbezirken mitzuhelfen, bei denen die Auszählung noch nicht abgeschlossen war.

Dadurch konnte in Poing das Kreistagsergebnis noch in der Wahlnacht ermittelt werden. Eine Unterbrechung, wie in manch anderen Gemeinden, war nicht erforderlich.

Auf Grund der Corona-Situation wurde die Gemeinde am Tag nach der Hauptwahl davon informiert, dass die Stichwahl am 29. März ausschließlich als Briefwahl stattfinden wird.

Knapp 12.000 Briefwahlunterlagen mussten daher in kürzester Zeit beschafft, zusammengestellt und händisch kuvertiert werden.

Dies war nur möglich, weil alle Mitarbeiter im Rathaus und in den Außenstellen (z.B. Jugendreferat, Baubetriebshof, Wertstoffhof) dabei halfen.
Überwiegend während des Wochenendes haben sie unermüdlich kuvertiert.

Natürlich mussten alle Wahlbriefe danach auch frankiert werden. Dies geschah ebenfalls am Wochenende.
Nur auf diese Weise konnte es uns gelingen, dass alle Wahlbriefe am Montag, den 23. März, zu Post gebracht werden konnten.

Pannen können bei so einer Großaktion natürlich nicht ausgeschlossen werden.
Aufgrund des Rücklaufs hat sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass lediglich auf 22 Wahlbriefen statt der Rücksendeadresse von Poing die Adresse der Verwaltungsgemeinschaft Aßling angegeben war.

Davon sind 9 Wahlbriefe dann auch tatsächlich in Aßling gelandet. Diese haben wir jedoch noch im Laufe des vergangenen Samstags dort abgeholt und der Auswertung rechtzeitig zugeführt.

In drei weiteren Fällen befanden sich zusätzlich Wahlscheine in den Unterlagen, die für andere Personen ausgestellt waren.
Aber auch hier wurde sichergestellt, dass die Betroffenen ihre Wahlunterlagen trotzdem rechtzeitig erhalten haben.

Am vergangenen Samstag konnten Wahlberechtigte bis 12:00 Uhr im Rathaus neue Wahlscheine mit Briefwahlunterlagen erhalten, wenn sie bis dahin ihre Wahlbriefe immer noch nicht erhalten hatten. Zwei Personen haben davon Gebrauch gemacht. Der ursprünglich ausgestellte Wahlschein wurde dann für ungültig erklärt, um sicher zu stellen, dass eine Mehrfachwahl nicht möglich ist.

Ich möchte mich auf diesem Wege auch bei allen meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung für ihr Engagement bedanken.
Es ist ihnen gelungen, trotz eines angeordneten Notbetriebs, die Wahlen zu organisieren und durchzuführen.
Mein besonderer Dank gilt dabei der Wahlleiterin, Frau Renate Karisch.

Das vorläufige Stichwahl-Ergebnis konnte bereits am Sonntagabend gegen 19:30 Uhr verkündet werden.

Dies war nur möglich, weil sich so viele freiwillige Wahlhelfer bei uns gemeldet hatten.
Einige waren bereits in der langen Wahlnacht am 15./16. März im Einsatz, andere haben sich in den letzten Tagen spontan bei uns gemeldet. 
Die zwölf Briefwahlvorstände konnten daher komplett, mit je 6 Personen, besetzt werden. Sogar genügend Ersatzleute standen zur Verfügung.
Zwar waren viele darunter, die noch nie in einem Briefwahlstimmbezirk ausgezählt haben, trotzdem verlief die Ermittlung des Wahlergebnisses problemlos.

Selbstverständlich trugen wir Sorge, dass die Hygienevorschriften eingehalten und unsere Wahlhelferinne und Wahlhelfer bestmöglich geschützt waren.
Einweghandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsspender waren in ausreichender Anzahl vorhanden. Auch wurde darauf geachtet, dass pro Auszählungsraum lediglich 6 Personen tätig waren und diese auch noch einen ausreichenden Abstand zueinander einhalten konnten.
Wir haben auch darauf verzichtet, Personen einzusetzen, die einer Risikogruppe angehören könnten.
Deshalb möchte ich mich auf diesem Wege auch bei allen recht herzlich bedanken, die sich freiwillig gemeldet haben, aus genanntem Grund jedoch nicht zu Einsatz gekommen sind.

In unserer Gesellschaft, in der das Anspruchsdenken eine zunehmende Rolle spielt, ist es keine Selbstverständlichkeit, sich ohne entsprechende Gegenleistung, ehrenamtlich zu engagieren.

Daher freue ich mich umso mehr über Ihr Engagement bei den stattgefundenen Kommunalwahlen und es erfüllt mich auch mit Stolz, zum Ende meiner Amtszeit, als Ihr Bürgermeister.

Allerdings habe ich in den letzten Tagen und Wochen den Eindruck gewonnen, dass viele jetzt nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere und an das Wohl der Allgemeinheit wieder vermehrt denken.

Auch wenn wir körperlich Abstand zueinander halten müssen, sind wir doch emotional näher zusammengerückt.
Trennendes erscheint uns in diesen Tagen oft gar nicht mehr so wichtig.
Ihr persönlicher Einsatz war dafür das beste Beispiel.

Bleiben Sie gesund! 
Ihr

Albert Hingerl
Erster Bürgermeister