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25 Jahre Bergfeldpark – Habitat für alle Bewohner

Zum Jubiläum errichten die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ 25 Insektenhotels in den Grünanlagen

Vor 25 Jahren entschloss sich die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ im Rahmen der weiteren Ortsentwicklung von der Neuen Ortsmitte bis zum heutigen Bergfeldsee und in Zukunft darüber hinaus einen zusammenhängenden Park als Naherholungsfläche zu schaffen. Anlässlich des Jubiläums lud die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ zu einer Jubiläumsfeier am Biotop neben der neuen Pfarrkirche Sel. Rupert Mayer ein. Das Biotop gehörte zum ersten Bauabschnitt des Bergfeldparks und bildet das Eingangstor in die Grünzüge. Zu der Festveranstaltung am 17.08.2018 kamen neben den Gastgebern Albert Hingerl, Poings Erster Bürgermeister, und Helmut Sloim, Sprecher der ARGE Poing „Am Bergfeld“, und Vertretern des Poinger Bauhofs, der Landschaftsarchitekt Max Bauer, der die Gestaltung des Parks entscheidend geprägt hat und Anette Wrulich, Geschäftsführerin des Büros Prof. Kagerer Landschaftsarchitekten, die für die ursprüngliche Planung des Bergfeldparks verantwortlich waren.

Zudem sprachen Michael Irl, der Vorsitzende des Imkervereins Anzing-Poing und der Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landschaftspflege Angelbrechting-Poing, Josef Obermeier. Geladen war auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ebersberg. Um den Bergfeldpark als Naturraum zu würdigen, der nicht nur den Anwohnern als Naherholungsraum dient, sondern auch vielen Insekten und Bienen als Habitat, übergab die ARGE Poing „Am Bergfeld“ 25 Insektenhotels an die Firma Daxauer Landschaftspflege, die in Abstimmung mit dem Bauhof Poing die kleinen Anlaufstellen für die Krabbler im Bergfeldpark verteilen.

Der Bergfeldpark – geplante ökologische Nachhaltigkeit
Der Bergfeldpark erstreckt sich heute über 26 ha und wird im Zuge der Ortsentwicklung mit den Wohngebieten W7 und W8 nochmals erweitert. Eingeweiht wurde der Park am 19.06.1996 nach dem ersten Bauabschnitt. Damals war der Park nach Angaben des Poinger Bauhofs 92.000 m2 groß und beheimatete 500 Einzelbäume, 25.700 Sträucher und 37.200 m2 Rasen und Wiesen. Der damalige Bürgermeister Rainer Lauterbach bezeichnete den Park damals als „grünes Wohnzimmer“ Poings, das es zu pflegen und zu bewahren gilt. In seiner Ansprache zum heutigen Jubiläum betonte Albert Hingerl, dass der Park mittlerweile nicht nur zum Naherholungsraum für die Bewohner, sondern auch zum Lebensraum für viele nützlichen Insekten und Bienen geworden ist. „Der Bergfeldpark und auch der Reuterpark und die vielen gestalteten und gepflegten Ausgleichsflächen sind über die Jahre zur grünen Lunge Poings geworden. Sie zeugen von einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung und der Bedeutung gestalteten Naturraums in unserer Gemeinde.

Durch die Bewirtschaftung und Pflege des Parks durch unseren Bauhof, den angelegten Blumenwiesen, der umgebauten Fläche für gefährdete Tierarten wie der blauflügeligen Ödlandschrecke, soweit es geht im Einklang mit der Natur zu leben.“, so Albert Hingerl zur Bedeutung des Bergfeldparks. Helmut Sloim erinnerte in seinen Worten auch an die zusätzlichen Erholungsmöglichkeiten, die im Laufe der Zeit im Park entstanden sind: „Im Bergfeldpark wurden neben zwei Biotopen, dem Bergfeldsee mit 2.000 m2, der Monopteroshügel von 12,5 Metern und der beinahe 5,5 Meter hohe Rodelhügel geschaffen. Zudem gibt es Trimm-Dich-Möglichkeiten, Liegewiesen und Ruhezonen. Ökologische Bedeutung hat der Park auch durch seine Wegeverbindungen, die mit ihren Fuß- und Radwegen eine umweltfreundliche Anbindung ans Zentrum schaffen. Mit den Insektenhotels wollen wir heute allerdings ein Symbol setzen, dass der Park nicht nur ein erholsamer Lebensraum für uns Menschen ist, sondern auch Heimat für viele nützliche Insekten.“ Der Vorsitzende des Imkervereins Anzing-Poing, Michael Irl, nutzte seine Ansprache für einen Appell: „Der Bergfeldpark ist ein wertvoller Naturraum für Insekten, die auf ihren Wegen naheliegende kleine „Blumentankstellen“ als Anlaufstelle brauchen. Daher ist die zusammenhängende Fläche des Bergfeldparks mit eingestreuten Blumenfeldern ein Schatz für die Wildhummel und ihre Kollegen. Deshalb sollten auch alle Gartenbesitzer bedenken, dass aufgekieste Vorgärten für Bienen und Nutztiere eher schädlich sind.“

Ökologischer Nutzen für ganz Poing
Der Bau des Bergfeldparks und die Errichtung der Wohngebiete hatte aber auch ökologische Auswirkungen auf ganz Poing und seine Umgebung. Der Landschaftsarchitekt Max Bauer verwies auf die Ausgleichsflächen, die während der Bautätigkeit in Poings Umgebung hergestellt werden: „Seit ca. 15 Jahren fließt das Thema Ausgleich in die Bauleitplanung ein. Der naturschutzrechtliche Ausgleich entsprechend der Eingriffsregelung soll im selben Naturraum stattfinden wie der bauliche Eingriff. Beim Ausgleich sind auch Artenschutzbelange zu berücksichtigen. So sind in Poings Umgebung im Laufe der Zeit allein für den Zauber- und Seewinkel ca. 10 ha Ausgleichsfläche für unterschiedliche Tierarten entstanden. Im Poinger Norden vor allem für bodenbrütende Vogelarten wie Lerche, Rebhuhn und Kiebitz.“

Im nördlichen Anschluss an das künftige W7/W8 wurden auf fast 5 ha Magerrasenflächen angelegt, die Blütenreichtum garantieren und optimal für Bodenbrüter und Bienen sind. Südlich vom Speichersee wurden auf zwei Flächen mit knapp 3 ha ebenfalls Magerrasenflächen geschaffen, die in den Randbereichen zusätzlich durch kleinere Feldgehölze ergänzt werden. Zudem wurde östlich von Gelting ein Graben durch Aufweitungen und Böschungsabflachungen renaturiert und punktuell mit Erlen bepflanzt. Auf der restlichen Fläche von 0,6 ha wurde eine Wiese angesät. Südlich von Poing wurde ein Acker mit einer Größe von knapp 1 ha zu einer Obstwiese mit rund 50 Obstbaum-Hochstämmen umgestaltet. Ebenfalls südlich von Poing wurde ein monotoner Waldrand durch Vorpflanzung eines Waldmantels aus heimischen Sträuchern und durch Ansaat eines arten- und blütenreichen Saumes ökologisch aufgewertet. Östlich von Ottersberg wurde ein Acker von knapp 3 ha zu einem artenreichen Feldgehölz mit heimischen Bäumen und Sträuchern sowie großzügigen Übergangsbereichen in die umgebende artenreiche Wiese umgestaltet. „Im Prinzip werden durch Ausgleichsflächen Naturräume erhalten und ökologisch aufgewertet. Die Gemeinde Poing verfolgt auch das Ziel vorhandene Grünflächen immer weiter zu qualifizieren. Ein gelungenes Beispiel ist die Fläche innerhalb des großen Verkehrskreisels mit dem Poinger Wahrzeichen, der in ein Blütenmeer verwandelt wurde.“ Das Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit ist es, soweit wie möglich im Einklang mit der Natur zu leben und entzogene Naturräume wiederherzustellen. Die Errichtung der Insektenhotels ist ein Beitrag, die vorhandenen Naturräume weiter aufzuwerten.

Thomas Schächtl, Schwebende Elefanten für die ARGE Poing Am Bergfeld

Bienen- und Insektenweide vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst

Bei der am 16.02.2018 sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung wurden u. a. die Ursachen des dramatischen Rückgangs unserer Bestäuberinsekten wie Honigbienen, Wildbienen und Hummeln aufgezeigt.

Eine davon ist das unzureichende Angebot von nektar- und pollenspendenden Blüten. Aus diesem Grund fand am Freitag, den 06.04.2018 um 19 Uhr im Schützenheim Friedensstraße 1a ein Vortrag von Ludwig Huber „Bienen- und Insektenweide vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst“ statt.

Zu diesem, mit anschaulichen Bildern untermalten Vortrag, waren alle Haus- und Gartenbesitzer, Schrebergartler, Blumenkistenbepflanzer, aber auch alle Hausverwaltungen samt Hausmeister recht herzlich eingeladen. Denn alle der Genannten können bei gutem Willen und etwas Fantasie einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensgrundlage der für jeden von uns überaus wichtigen Bestäuberinsekten leisten.

Michael Irl
(1. Vorsitzende Imkerverein Anzing-Poing)

Der Gartenbauverein beteiligte sich an dieser Aktion indem er kostenlos Samenpäckchen von bienenfreundlichen Samen zur Verfügung stellte.

J. Obermeier, 1. Vorstand
(Verein für Gartenbau und Landespflege)

Auftaktveranstaltung "Poing summt!" am 16.02.2018

(lic) Am 16. Februar wurden in der Informationsveranstaltung „Poing summt…“ verschiedene Aktivitäten in Poing vorgestellt. Eröffnet wurde der Abend um 19 Uhr vom Ersten Bürgermeister Albert Hingerl im Schützenheim Hubertus, Friedensstraße 1a in Poing.

Der Imkerverein Anzing-Poing, der Verein für Gartenbau und Landespflege Poing-Angelbrechting sowie der der gemeindliche Baubetriebshof stellten ihre Arbeit und ihre Ziele dar. Sie wollen Garten- oder Balkonkastenbesitzer inspirieren und mobilisieren, sich für den Erhalt des Lebensraums der heimischen Wild- und Honigbienen einzusetzen. Die Referenten vermittelten das nötige Hintergrundwissen und gaben praktische Pflanztipps mitgeben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Unteren Naturschutz- und Abgrabungsbehörde
im Landratsamt Ebersberg

Unterstützung des Aktionsbündnisses „Poing summt“

Großzügige Spende der Ausstellungsgesellschaft Eigenheim & Garten und der Messe München GmbH

(lic) Es ist ein Gefühl wie in einer Familie: man trifft sich zur Weihnachtszeit, spricht über Herzensangelegenheiten und unterstützt sich gegenseitig.Die Herzensangelegenheit der Gemeinde Poing ist das Insektensterben, weshalb wir uns für die finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Projekts "Poing summt" beworben haben.

Schon seit Jahren unterhält die Gemeinde Poing naturnahe Flächen für Biene, Hummel & Co und optimiert ab 2018 die Pflege der naturnahen Flächen. So soll beispielsweise am Moränenhang künftig mit dem Balkenmäher gemäht um die Tierwelt geringstmöglich zu verletzen.

Der Imkerverein Anzing-Poing möchte mit Vorträgen die Öffentlichkeit über die faszinierenden Bienen informieren.

Der Verein für Gartenbau und Landespflege Poing-Angelbrechting plant Events mit privaten Gartenbesitzer um das Nahrungsangebot für die Insekten zu verbessern.

Um mit der Jugend Möglichkeiten der Abhilfe zu thematisieren und gegen das Insektensterben zu steuern, sollen die Schulen der Gemeinde Poing ebenfalls in das Projekt eingebunden werden. So möchte Frau Stephan-Wagenhäuser (Schulleitung der Anni-Pickert-Schule) in Kooperation mit dem Baubetriebshof ein naturnahes Beet am „alten“ Wildbienenhotel des Schulhofs anlegen und pflegen.

Zum siebten Mal verzichtet das Bauzentrum Poing auf einen Weihnachtsbaum und engagiert sich stattdessen zusammen mit der Messe München GmbH für ein Projekt der Gemeinde Poing.

Die Gemeinde Poing bedankt sich recht herzlich bei der Ausstellungsgesellschaft „Eigenheim & Garten“ und der Messe München GmbH für die großzügige Unterstützung der oben genannten Aktionen. Wir freuen uns auf die Umsetzung in 2018 und hoffen dabei auf eine rege Beteiligung der Poinger!

Mehr zum Thema Ausgleichsflächen.

Feuchtfläche östlich des Monopteros

(may) Auf Grund von Anfragen aus der Bevölkerung gab die Gemeinde Poing zum Thema Feuchtfläche im Bergfeldpark folgendes bekannt: Beim Ausbau des Bergfeldparks wurden 1993 zwei Feuchtmulden östlich des Monopteros angelegt.

Die Dichtung erfolgte mit einer Folie und einer 30 cm starken Kiesüberschüttung. Eine Wassereinspeisung erfolgt nur durch oberflächig abfließende Niederschläge. Seit mehreren Jahren versickert in einer der Feuchtflächen immer wieder das Wasser. Der natürliche Wassereintrag reicht zum Erhalt der Wasserfläche nicht mehr aus.

Im letzten Sommer fand mit der Unteren Naturschutzbehörde eine Begehung der Feuchtfläche statt. Man einigte sich darauf, den westlichen Teil der Feuchtfläche zu verfüllen und den östlichen zu erhalten. Damals ging man davon aus, dass im östlichen Bereich die Folie noch in Ordnung ist. Inzwischen ist auch der östliche Bereich sehr trocken und ein Erhalt ist nur mit einer neuen Folie möglich.

Um die Feuchtfläche zu erhalten und den Wintersportbetrieb gefahrloser zu bestalten beabsichtigt deshalb die Gemeinde Poing nur mehr den östlichen Bereich der Feuchtfläche zu erhalten. Die Verkleinerung der Feuchtfläche erfolgt nicht, wegen einer Optimierung des Schlittenberges.

Traumlandschaften, wie von der Natur geschaffen

Natur macht glücklich. Sie muss einem nicht einmal gehören…

(lic) Um Poing herum sind organische Ruhepole kreiert worden, welche zur Erholung eines jeden Naturliebhabers dienen. Diese Schönheit schenkt Poinger Bürgern Energie und Inspiration, schon auf den ersten Blick.

Diese sogenannten Ausgleichsflächen sollen ganz gezielt der hohen Bodenversiegelung durch Bebauung entgegenwirken. Das Bayerische Landesamt für Umwelt fordert und fördert das „Bauen im Einklang mit Natur und Landschaft“ aus verschiedenen Gründen: Zum einen soll das Klein- und Stadtklima nachhaltig erhalten bleiben, zum anderen der Lebensraum für Blumen und Tiere gewährleistet werden. Ausgleichsmaßnahmen sind also der mindeste Beitrag, den wir den zukünftigen Generationen bringen können.

Um die ökologische Qualität dieser Flächen deutlich zu steigern, hat die Gemeinde vor einigen Jahren eine Person vom Fach zu Rate gezogen, der die wertvollsten Flächen im Poinger Norden für wiesenbrütende Vogelarten (Kiebitz, Rebhuhn und Feldlerche) geplant hat. Eine Informationstafel weist an Ort und Stelle darauf hin.

Jeder Einzelne kann zum Schutz und Ausbreitung der Wiesenbrüter beitragen: Gerade im Frühjahr gehen die Vögel ihrem Brutgeschäft nach. Doch die Eier liegen nicht in Nestern in sicherer Höhe auf Bäumen, sondern gut getarnt auf Wiesen und Feldern. Um die brütenden Vögel nicht aufzuschrecken oder von ihrem Nest zu vertreiben, ist es besonders wichtig, die Wiesen nicht zu betreten und Hunde nicht durch die Wiesen laufen zu lassen, die gerne die Nester aufstöbern. Auch den Katzen sind diese Vögel hilflos ausgesetzt. Bitte schützen Sie den Lebensraum unserer Wiesenbrüter, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft noch die tollkühnen Flugmanöver der Kiebitze oder den einmaligen Ge-sang der Feldlerche bestaunen können.

Die Poinger Ausgleichsflächen setzen sich aus Streuobstwiesen, Fett- und Magerwiesen, Wald, dessen Aufbau in vier Stockwerke eingeteilt ist (Baum-, Strauch-, Kraut- und Moosschicht), Feldgehölze mit lichtem Gehölzrand und unkultivierten Flächen ohne Ertrag zusammen. Auf den Wiesen locken duftende Pflanzen die Bienen an, die uns das Leben nicht nur mit Honig versüßen, sondern den Kreislauf der Natur erhalten.
 
Am Badesee werden alle Sinne angesprochen: Hören, Riechen, Sehen, Tasten und manchmal auch Schmecken…

Wildblumenflächen sind im Trend und gut für die Natur

(lic) Bereits seit über 10 Jahren gibt es in Poing große Flächen mit blühfreudigen Wildblumenwiesen, die nicht nur wunderschön anzusehen sind, sondern auch für viele Tiere eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.

Die Gemeinde hat sich ganz bewusst für das Anlegen zusammenhängender Wiesen entschieden, beispielsweise: Am Hanselbrunn, Am Summstein, Trockenmulde und Am Töpferofen, Marktplatz, Stonehenge, Trockengräben im W3 und Flächen für die Blauflüglige Schrecke. So ist im Laufe der Jahre ein wertvolles Naherholungsgebiet entstanden.

2015 holte man sich den Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt ins Boot und wertete mit Beteiligung der Poinger Bürger die Grünfläche zwischen Bürgerhaus und Marktplatz mit verschiedenen Wildblumen auf.

Der Trend, Flächen anstatt mit Stiefmütterchen, mit Wildblumenmischungen zu bepflanzen, kommt seltener gewordenen Schmetterlingen, Bienen, Hummeln, Libellen, der Blauflügligen Schrecke und Vögeln zugute die auf möglichst zusammenhängenden Flächen wie in Poing einen stabilen Lebensraum finden. Bei den Schmetterlingen sind es derzeit z.B. das Ochsenauge, mehrere Weißling-Arten, Zitronenfalter, Bläuling, Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs oder der Graubinden-Labkrautspanner. An dieser Artenvielfalt erfreut sich das Auge und diese gilt es zu erhalten.

Das Wildblumen-Projekt kann jeder im eigenen Garten weiterführen. Wer dort möglichst natürlich und tierfreundlich einheimische Blumen und Küchenkräuter pflanzt, wird mit herrlichen bunten Blüten belohnt – und leistet gleichzeitig einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Grünpaten lassen die Gemeinde zusammen wachsen

(lic) Überall grünt und blüht es. Dank der Grünpaten, die Wiesen und Beete, Ausgleichsflächen und Biotope betreuen, bleibt es auch so. Grünflächen werden an engagierte Freiwillige vergeben, welche diese pflegen.

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine zeigen als Grünpaten bereits Eigeninitiative und entlasten nicht nur die Mitarbeiter des gemeindlichen Baubetriebshofes, sondern gestalten aktiv und nachhaltig ihr und unser Wohnumfeld mit.

Über dieses Grünpaten-Projekt wird das Engagement für die Verschönerung anerkannt und unterstützt.

Seit Beginn dieser Idee (2005) ist der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege aus Poing dabei und pflegt unter Anderem den Gemüse- und Kräutergarten am Töpferofen. Der Vorsitzende Josef Obermeier hat sich netterweise bereit erklärt, unsere Fragen zu beantworten und einen Einblick in seine Arbeit als Freiwilliger zu geben. Der gebürtige Niederbayer ist gelernter Bauschlossermeister und betreut zusammen mit einigen weiblichen Vereinsmitgliedern den Bauerngarten. Keiner von ihnen hat eine Gärtnerausbildung, dafür aber zeichnet sie ihre Leidenschaft aus.

Der Verein hat sich eingeklinkt, als die Körner des Getreidefeldes aus dem ersten Ertrag keinen Abnehmer gefunden haben und die Bepflanzung geändert werden musste. Seitdem findet man auf den zwei Gemüseflächen verschiedenste Sorten, die auch die Römer an der Stelle kultiviert haben. Die Ernte ist für den Eigenbedarf der Engagierten, Überschüsse gehen an „Die Tafel“. Die fleißigen Helfer haben vielfältige Arbeiten: Aussaat und Pflanzarbeiten, gießen, Errichtung des Regenschutzes für Tomaten, anbinden der höheren Stauden, mähen der Wiesen in angrenzenden Bereichen, Reparatur der Zäune, Ernte usw.
Die Kinder des Quartiers werden von Herrn Obermeier aktiv eingebunden und dürfen dort mit Sonnenblumen und Salat experimentieren. Auch die Klasse 4b der Gesamtschule hat alte Kartoffelsorten (z.B. Bamberger Hörnchen und Sieglinde) gesetzt und freuen sich im Herbst auf reiche Ernte.

Das „Leben als Grünpate“ lässt sich meist problemlos mit dem Alltag verbinden, im Team ist die Arbeit gut zu schaffen, sagt Herr Obermeier. Besonders schön sind die Erlebnisse, wenn Passanten die Vielfalt der Gärten loben. Die Gemeinde Poing bedankt sich bei Herrn Obermeier herzlich für das Interview und bei allen Grünpaten für das langjährige Engagement.

Wenn auch Sie Erholung beim Arbeiten im Grünen finden, dann bewerben Sie sich jetzt telefonisch im Baubetriebshof bei der Ansprechpartnerin Frieda Lichdi: 08121/22 391-124 oder E-Mail.

Poing pflanzt Zukunft: Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

(may) Die Blumen von knapp 12.000 Blumenzwiebeln verschönern künftig im Frühjahr die naturnahen Grünflächen zwischen Bürgerhaus und Marktplatz, an der Bergfeldstraße, im Bergfeldpark und am Baubetriebshof.
 
Im Vorfeld der Pflanzaktion führten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes zusammen mit Herrn Dr. Reinhard Witt, Fachplaner für naturnahes Grün, einen Pflegegang in den neu angelegten Grünanlagen durch. Man traf dabei auf neue Bewohner, die sich dort offensichtlich bereits sehr wohl fühlen.
 
In einer Pflanzaktion am 22. und 23. Oktober 2015 steckten die Gärtner des Baubetriebshofes zusammen mit Kindern und Betreuerinnen des Kindergartens sowie des Hortes aus der Marktstraße und einem Dutzend Poinger Bürgern Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Narzissen, Blausterne, Anemonen und Wildtulpen. Wie Herr Dr. Reinhard Witt nach der Pflanzung erklärte, werden von Februar bis Mai immer wieder Blumen blühen. Wenn es die Witterung zulässt, werden bereits im Februar die ersten Schneeglöckchen zu bewundern sein.

Für die große Beteiligung und das Interesse an dieser Pflanzaktion bedanke ich mich bei allen beteiligten Kindern, Bürgern und den Mitarbeitern des Baubetriebshofs sehr herzlich.

Durch Ihre Beteiligung wird Poing bunter.

Albert Hingerl
Erster Bürgermeister

Zwei Wildbienenhäuser in ihrer Heimat verankert

(lic) Derzeit ist es Trend, in Gärten und Parks Insektenhotels aufzustellen. Mit dem Antrag der Grünen vom Mai 2016 hat die Gemeinde Poing sich entschlossen auf zwei unserer zahlreichen Wildblumenwiesen den Wildbienen Häuser zu bauen.

Die Begründung der Grünen, die Natur dort zu wecken, wo Bagger noch graben, basiert darauf, dass Leben nicht nur mit dem Einzug der neuen Bürger zurück in diese Gebiete kommt, sondern auch mit einer Neubepflanzung der Gärten und der umliegenden Gebiete. Um diesen Prozess zu beschleunigen, geht die Gemeinde mit guten Beispiel für eine intakte Natur voran.

Mit der Beratung seitens Herrn Ludwig Huber vom Verein für Gartenbau und Landespflege Poing-Angelbrechting sind die Standorte in den Neubaugebieten westlich des Seewinkels (W6 Nahe Bushaltestelle „Bergfeldsee“) und zwischen dem Zauber- und Seewinkel (Nahe Stonehenge, siehe Lageplan) bestimmt worden.

Die Wildbienenhäuser sind in Modulbauweise von der Firma Lehmbau Manufaktur bezogen worden, wodurch der Zusammenbau erleichtert wurde. Der Aufbau wurde von Schülern der Seerosenschule realisiert, beim Aufstellen am Donnerstag dem 28.07.2016 um 8:45 waren neben dem ersten Bürgermeister A. Hingerl, sechs Schüler der Seerosenschule, Herr Nebauer (Hausmeister der Seerosenschule), Herr Huber, Vorarbeiter des Baubetriebshofs, Frau Sieglinde Pehl (Gemeinderätin Bündnis 90/Die Grünen) und Frau C. Landgraf beteiligt.

Wir begrüßen diese hervorragenden Anschauungsobjekte für die in den neuen Wohngebieten lebenden Kinder und hoffen, dass sie zum Anziehungspunkt des öffentlichen Parks für interessierte Menschen werden.