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Pflege der Grünanlagen

Feuchtfläche am Monopteros

(lic) Nach langen Arbeiten ist die Umgestaltung unterhalb des Monopteros vorerst abgeschlossen und die Feuchtfläche hält das Niederschlagswasser wie erhofft. Nur der Bauzaun steht noch einige Zeit, weil der sprießende Rasen auf der nahezu nivellierten Fläche noch etwas Schonzeit bekommt.

Die Dichtung in diesem Feuchtbereich konnte erhalten bleiben, sie wurde 1993 mit einer Folie und einer 30 cm starken Kiesschüttung aufgebaut. Die Wassereinspeisung erfolgt wie zuvor nur durch oberflächig abfließende Niederschläge. Mittlerweile ist allein durch Regen ein Wasserstand von ca. 55 cm zu verzeichnen, der sich im Winter noch verbessern wird. Flora und Fauna werden sich dem Wasserstand entsprechend gut entwickeln können.

Im Frühjahr werden noch kleine Arbeiten fällig sein, die durch das Einsetzen der Regenfälle nicht mehr durchgeführt werden konnten.

Gehölz- und Baumpflege in den Parkanlagen der Gemeinde Poing

(may) Parkanlagen bestehen aus lebenden Baustoffen, den Pflanzen. Diese verändern durch Wachstum, Ausbreitung oder Absterben ständig das Parkbild. Um das vom Landschaftsarchitekten geplante Raumkonzept und die dahinter stehende Zweckbestimmung für die Parkbesucher langfristig zu bewahren, muss kontinuierlich in den Gehölzbestand lenkend eingegriffen werden.

Gehölzbestände wird mittel- bis langfristig ein dreistufiger Gehölzaufbau angestrebt:
• Unterschicht aus natürlicher Ansamung und Stockausschlägen, in deren Schutz sich Jungwuchs ansiedeln kann, aus dem nach Lichtungshieben die Entwicklung der Mittelschicht erfolgt.
• Mittelschicht aus kräftig gewordenem Jungwuchs nach Entnahme zu dicht stehender Bäume zur Herausbildung von zukunftsträchtigen Bäumen für die Oberschicht und kontinuierlicher Ausbildung der Unterschicht.
• Oberschicht nach weiteren Hieben aus malerisch gewachsenen Altbäumen, die aber nicht geschlossen sein darf, um den anderen Schichten Licht und Luft zu erhalten und eine ausgeprägte Strauchschicht zu erzielen.

Wenn also im Winterhalbjahr im Reuterpark oder im Bergfeldpark Eingriffe in den Baum und Gehölzbestand stattfinden, so ist dies kein Baumfrevel sondern Bestandteil der fachlichen Parkpflege. Um artenreiche, altersgestaffelte, stabile, ästhetisch ansprechende und ökologisch wertvolle Waldpartien im Park zu erzielen, sind diese Eingriffe dringend erforderlich. Mitarbeiter des Baubetriebshofs, die diese Arbeiten vornehmen sind fachlich dazu ausgebildet und verfügen seit Jahren über Erfahrung in diesem Bereich.

Grünpaten lassen die Gemeinde zusammen wachsen

(lic) Überall grünt und blüht es. Dank der Grünpaten, die Wiesen und Beete, Ausgleichsflächen und Biotope betreuen, bleibt es auch so. Grünflächen werden an engagierte Freiwillige vergeben, welche diese pflegen.

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine zeigen als Grünpaten bereits Eigeninitiative und entlasten nicht nur die Mitarbeiter des gemeindlichen Baubetriebshofes, sondern gestalten aktiv und nachhaltig ihr und unser Wohnumfeld mit.

Über dieses Grünpaten-Projekt wird das Engagement für die Verschönerung anerkannt und unterstützt.

Seit Beginn dieser Idee (2005) ist der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege aus Poing dabei und pflegt unter Anderem den Gemüse- und Kräutergarten am Töpferofen. Der Vorsitzende Josef Obermeier hat sich netterweise bereit erklärt, unsere Fragen zu beantworten und einen Einblick in seine Arbeit als Freiwilliger zu geben. Der gebürtige Niederbayer ist gelernter Bauschlossermeister und betreut zusammen mit einigen weiblichen Vereinsmitgliedern den Bauerngarten. Keiner von ihnen hat eine Gärtnerausbildung, dafür aber zeichnet sie ihre Leidenschaft aus.

Der Verein hat sich eingeklinkt, als die Körner des Getreidefeldes aus dem ersten Ertrag keinen Abnehmer gefunden haben und die Bepflanzung geändert werden musste. Seitdem findet man auf den zwei Gemüseflächen verschiedenste Sorten, die auch die Römer an der Stelle kultiviert haben. Die Ernte ist für den Eigenbedarf der Engagierten, Überschüsse gehen an „Die Tafel“. Die fleißigen Helfer haben vielfältige Arbeiten: Aussaat und Pflanzarbeiten, gießen, Errichtung des Regenschutzes für Tomaten, anbinden der höheren Stauden, mähen der Wiesen in angrenzenden Bereichen, Reparatur der Zäune, Ernte usw.
Die Kinder des Quartiers werden von Herrn Obermeier aktiv eingebunden und dürfen dort mit Sonnenblumen und Salat experimentieren. Auch die Klasse 4b der Gesamtschule hat alte Kartoffelsorten (z.B. Bamberger Hörnchen und Sieglinde) gesetzt und freuen sich im Herbst auf reiche Ernte.

Das „Leben als Grünpate“ lässt sich meist problemlos mit dem Alltag verbinden, im Team ist die Arbeit gut zu schaffen, sagt Herr Obermeier. Besonders schön sind die Erlebnisse, wenn Passanten die Vielfalt der Gärten loben. Die Gemeinde Poing bedankt sich bei Herrn Obermeier herzlich für das Interview und bei allen Grünpaten für das langjährige Engagement.

Wenn auch Sie Erholung beim Arbeiten im Grünen finden, dann bewerben Sie sich jetzt telefonisch im Baubetriebshof bei der Ansprechpartnerin Frieda Lichdi: 08121/22 391-124 oder E-Mail.

Zwei Wildbienenhäuser in ihrer Heimat verankert

(lic) Derzeit ist es Trend, in Gärten und Parks Insektenhotels aufzustellen. Mit dem Antrag der Grünen vom Mai 2016 hat die Gemeinde Poing sich entschlossen auf zwei unserer zahlreichen Wildblumenwiesen den Wildbienen Häuser zu bauen.

Die Begründung der Grünen, die Natur dort zu wecken, wo Bagger noch graben, basiert darauf, dass Leben nicht nur mit dem Einzug der neuen Bürger zurück in diese Gebiete kommt, sondern auch mit einer Neubepflanzung der Gärten und der umliegenden Gebiete. Um diesen Prozess zu beschleunigen, geht die Gemeinde mit guten Beispiel für eine intakte Natur voran.

Mit der Beratung seitens Herrn Ludwig Huber vom Verein für Gartenbau und Landespflege Poing-Angelbrechting sind die Standorte in den Neubaugebieten westlich des Seewinkels (W6 Nahe Bushaltestelle „Bergfeldsee“) und zwischen dem Zauber- und Seewinkel (Nahe Stonehenge, siehe Lageplan) bestimmt worden.

Die Wildbienenhäuser sind in Modulbauweise von der Firma Lehmbau Manufaktur bezogen worden, wodurch der Zusammenbau erleichtert wurde. Der Aufbau wurde von Schülern der Seerosenschule realisiert, beim Aufstellen am Donnerstag dem 28.07.2016 um 8:45 waren neben dem ersten Bürgermeister A. Hingerl, sechs Schüler der Seerosenschule, Herr Nebauer (Hausmeister der Seerosenschule), Herr Huber, Vorarbeiter des Baubetriebshofs, Frau Sieglinde Pehl (Gemeinderätin Bündnis 90/Die Grünen) und Frau C. Landgraf beteiligt.

Wir begrüßen diese hervorragenden Anschauungsobjekte für die in den neuen Wohngebieten lebenden Kinder und hoffen, dass sie zum Anziehungspunkt des öffentlichen Parks für interessierte Menschen werden.

Poing pflanzt Zukunft: Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

(may) Die Blumen von knapp 12.000 Blumenzwiebeln verschönern künftig im Frühjahr die naturnahen Grünflächen zwischen Bürgerhaus und Marktplatz, an der Bergfeldstraße, im Bergfeldpark und am Baubetriebshof.
 
Im Vorfeld der Pflanzaktion führten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes zusammen mit Herrn Dr. Reinhard Witt, Fachplaner für naturnahes Grün, einen Pflegegang in den neu angelegten Grünanlagen durch. Man traf dabei auf neue Bewohner, die sich dort offensichtlich bereits sehr wohl fühlen.
 
In einer Pflanzaktion am 22. und 23. Oktober 2015 steckten die Gärtner des Baubetriebshofes zusammen mit Kindern und Betreuerinnen des Kindergartens sowie des Hortes aus der Marktstraße und einem Dutzend Poinger Bürgern Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Narzissen, Blausterne, Anemonen und Wildtulpen. Wie Herr Dr. Reinhard Witt nach der Pflanzung erklärte, werden von Februar bis Mai immer wieder Blumen blühen. Wenn es die Witterung zulässt, werden bereits im Februar die ersten Schneeglöckchen zu bewundern sein.

Für die große Beteiligung und das Interesse an dieser Pflanzaktion bedanke ich mich bei allen beteiligten Kindern, Bürgern und den Mitarbeitern des Baubetriebshofs sehr herzlich.

Durch Ihre Beteiligung wird Poing bunter.

Albert Hingerl
Erster Bürgermeister

Wildblumenflächen sind im Trend und gut für die Natur

(lic) Bereits seit über 10 Jahren gibt es in Poing große Flächen mit blühfreudigen Wildblumenwiesen, die nicht nur wunderschön anzusehen sind, sondern auch für viele Tiere eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.

Die Gemeinde hat sich ganz bewusst für das Anlegen zusammenhängender Wiesen entschieden, beispielsweise: Am Hanselbrunn, Am Summstein, Trockenmulde und Am Töpferofen, Marktplatz, Stonehenge, Trockengräben im W3 und Flächen für die Blauflüglige Schrecke. So ist im Laufe der Jahre ein wertvolles Naherholungsgebiet entstanden.

2015 holte man sich den Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt ins Boot und wertete mit Beteiligung der Poinger Bürger die Grünfläche zwischen Bürgerhaus und Marktplatz mit verschiedenen Wildblumen auf.

Der Trend, Flächen anstatt mit Stiefmütterchen, mit Wildblumenmischungen zu bepflanzen, kommt seltener gewordenen Schmetterlingen, Bienen, Hummeln, Libellen, der Blauflügligen Schrecke und Vögeln zugute die auf möglichst zusammenhängenden Flächen wie in Poing einen stabilen Lebensraum finden. Bei den Schmetterlingen sind es derzeit z.B. das Ochsenauge, mehrere Weißling-Arten, Zitronenfalter, Bläuling, Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs oder der Graubinden-Labkrautspanner. An dieser Artenvielfalt erfreut sich das Auge und diese gilt es zu erhalten.

Das Wildblumen-Projekt kann jeder im eigenen Garten weiterführen. Wer dort möglichst natürlich und tierfreundlich einheimische Blumen und Küchenkräuter pflanzt, wird mit herrlichen bunten Blüten belohnt – und leistet gleichzeitig einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Artenschutz.