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Bergfeldpark - Erholung in der Parkanlage

Bergfeldpark

Von der Neuen Ortsmitte bis zum Badesee erstreckt sich der sorgfältig konzipierte Bergfeldpark erstreckt sich zwischen den Neubaugebieten im Poinger Norden. Phantasievoll gestaltete Spielplätze, Wasserflächen und Sportmöglichkeiten wie Tischtennis-Tische und eine Skate-Anlage gliedern das teils hügelige Gelände.

Artenreiche Bepflanzungen, Magerrasen, Feuchtmulden, offene Kiesflächen und Streuobstwiesen laden die Besucher auf verschlungenen Wegen zum entdecken und erholen ein.   

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Erster Bauabschnitt des Bergfeldparks feiert 2018 sein 25-jähriges Jubiläum

(may/lic) Lange Jahre war sein Name „Grünzug Poing am Bergfeld“ bevor er vor einigen Jahren durch den Gemeinderat den Namen „Bergfeldpark“ erhielt. Vor 25 Jahren am 19.06.1993 wurde er feierlich mit einem kleinen bunten Volksfest eingeweiht, daran wollen wir an dieser Stelle erinnern.

Zur Einweihung des damals 92.500 qm großen Parks mit 500 Einzelbäumen, 25.700 Sträuchern und 37.200 qm Rasen und Wiesen kamen Bürger und Planer zusammen, um der Rede des Ersten Bürgermeisters Rainer Lauterbach zu lauschen und im Anschluss zu feiern.

Der dringende Appell des damaligen Bürgermeisters ist nach wie vor aktuell: „Bitte helfen Sie uns, dieses Stück Natur in seiner gestalteten Ursprünglichkeit zu erhalten. Wirken Sie alle dabei mit, dass die Anlagen nicht zu Müllablagerungen missbraucht werden, denn dieser Grünzug wurde auch deshalb geschaffen, um Ihnen vor der Haustüre ein „grünes Wohnzimmer“ anzubieten, in dem Sie sich wohlfühlen und erholen können.“

Durch den Planer und Projektanten des ersten Bauabschnitts Herrn Prof. Karl Kagerer und der Bauausführenden Firma May Landschaftsbau entstanden ein 12,5 m hoher Einzelhügel, der sogenannte Monopteros, ein 5,5 m hoher Rodelhügel, zwei Feuchtbiotope und ein Landschaftssee mit 2000 m². Außerdem wurden noch zwei Spielplätze angelegt und zahlreiche Sitzbänke aufgestellt.

Aktuell ist der Bergfeldpark etwa 26 ha groß und wird mit den sich in Planung befindenden Wohnbaugebieten W7 und W8 noch weiter an Größe zunehmen. Ähnlich wie der Englische Garten in München, ist der Bergfeldpark zur Freizeit- und Erholungsnutzung (Wanderwege, Ruhezonen, Aussichtsberg, Liegewiese, Spielmöglichkeiten) und ökologischen Ausgleichs- und Ersatzfunktionen gedacht.

Der Bergfeldpark ist eine wertvolle Investition in die Zukunft Poings.

25 Jahre Bergfeldpark – Habitat für alle Bewohner

Zum Jubiläum errichteten die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ 25 Insektenhotels in den Grünanlagen

Vor 25 Jahren entschloss sich die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ im Rahmen der weiteren Ortsentwicklung von der Neuen Ortsmitte bis zum heutigen Bergfeldsee und in Zukunft darüber hinaus einen zusammenhängenden Park als Naherholungsfläche zu schaffen. Anlässlich des Jubiläums lud die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ zu einer Jubiläumsfeier am Biotop neben der neuen Pfarrkirche Sel. Rupert Mayer ein. Das Biotop gehörte zum ersten Bauabschnitt des Bergfeldparks und bildet das Eingangstor in die Grünzüge. Zu der Festveranstaltung am 17.08.2018 kamen neben den Gastgebern Albert Hingerl, Poings Erster Bürgermeister, und Helmut Sloim, Sprecher der ARGE Poing „Am Bergfeld“, und Vertretern des Poinger Bauhofs, der Landschaftsarchitekt Max Bauer, der die Gestaltung des Parks entscheidend geprägt hat und Anette Wrulich, Geschäftsführerin des Büros Prof. Kagerer Landschaftsarchitekten, die für die ursprüngliche Planung des Bergfeldparks verantwortlich waren.

Zudem sprachen Michael Irl, der Vorsitzende des Imkervereins Anzing-Poing und der Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landschaftspflege Angelbrechting-Poing, Josef Obermeier. Geladen war auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ebersberg. Um den Bergfeldpark als Naturraum zu würdigen, der nicht nur den Anwohnern als Naherholungsraum dient, sondern auch vielen Insekten und Bienen als Habitat, übergab die ARGE Poing „Am Bergfeld“ 25 Insektenhotels an die Firma Daxauer Landschaftspflege, die in Abstimmung mit dem Bauhof Poing die kleinen Anlaufstellen für die Krabbler im Bergfeldpark verteilen.

Der Bergfeldpark – geplante ökologische Nachhaltigkeit
Der Bergfeldpark erstreckt sich heute über 26 ha und wird im Zuge der Ortsentwicklung mit den Wohngebieten W7 und W8 nochmals erweitert. Eingeweiht wurde der Park am 19.06.1996 nach dem ersten Bauabschnitt. Damals war der Park nach Angaben des Poinger Bauhofs 92.000 m2 groß und beheimatete 500 Einzelbäume, 25.700 Sträucher und 37.200 m2 Rasen und Wiesen. Der damalige Bürgermeister Rainer Lauterbach bezeichnete den Park damals als „grünes Wohnzimmer“ Poings, das es zu pflegen und zu bewahren gilt. In seiner Ansprache zum heutigen Jubiläum betonte Albert Hingerl, dass der Park mittlerweile nicht nur zum Naherholungsraum für die Bewohner, sondern auch zum Lebensraum für viele nützlichen Insekten und Bienen geworden ist. „Der Bergfeldpark und auch der Reuterpark und die vielen gestalteten und gepflegten Ausgleichsflächen sind über die Jahre zur grünen Lunge Poings geworden. Sie zeugen von einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung und der Bedeutung gestalteten Naturraums in unserer Gemeinde.

Durch die Bewirtschaftung und Pflege des Parks durch unseren Bauhof, den angelegten Blumenwiesen, der umgebauten Fläche für gefährdete Tierarten wie der blauflügeligen Ödlandschrecke, soweit es geht im Einklang mit der Natur zu leben.“, so Albert Hingerl zur Bedeutung des Bergfeldparks. Helmut Sloim erinnerte in seinen Worten auch an die zusätzlichen Erholungsmöglichkeiten, die im Laufe der Zeit im Park entstanden sind: „Im Bergfeldpark wurden neben zwei Biotopen, dem Bergfeldsee mit 2.000 m2, der Monopteroshügel von 12,5 Metern und der beinahe 5,5 Meter hohe Rodelhügel geschaffen. Zudem gibt es Trimm-Dich-Möglichkeiten, Liegewiesen und Ruhezonen. Ökologische Bedeutung hat der Park auch durch seine Wegeverbindungen, die mit ihren Fuß- und Radwegen eine umweltfreundliche Anbindung ans Zentrum schaffen. Mit den Insektenhotels wollen wir heute allerdings ein Symbol setzen, dass der Park nicht nur ein erholsamer Lebensraum für uns Menschen ist, sondern auch Heimat für viele nützliche Insekten.“ Der Vorsitzende des Imkervereins Anzing-Poing, Michael Irl, nutzte seine Ansprache für einen Appell: „Der Bergfeldpark ist ein wertvoller Naturraum für Insekten, die auf ihren Wegen naheliegende kleine „Blumentankstellen“ als Anlaufstelle brauchen. Daher ist die zusammenhängende Fläche des Bergfeldparks mit eingestreuten Blumenfeldern ein Schatz für die Wildhummel und ihre Kollegen. Deshalb sollten auch alle Gartenbesitzer bedenken, dass aufgekieste Vorgärten für Bienen und Nutztiere eher schädlich sind.“

Ökologischer Nutzen für ganz Poing
Der Bau des Bergfeldparks und die Errichtung der Wohngebiete hatte aber auch ökologische Auswirkungen auf ganz Poing und seine Umgebung. Der Landschaftsarchitekt Max Bauer verwies auf die Ausgleichsflächen, die während der Bautätigkeit in Poings Umgebung hergestellt werden: „Seit ca. 15 Jahren fließt das Thema Ausgleich in die Bauleitplanung ein. Der naturschutzrechtliche Ausgleich entsprechend der Eingriffsregelung soll im selben Naturraum stattfinden wie der bauliche Eingriff. Beim Ausgleich sind auch Artenschutzbelange zu berücksichtigen. So sind in Poings Umgebung im Laufe der Zeit allein für den Zauber- und Seewinkel ca. 10 ha Ausgleichsfläche für unterschiedliche Tierarten entstanden. Im Poinger Norden vor allem für bodenbrütende Vogelarten wie Lerche, Rebhuhn und Kiebitz.“

Im nördlichen Anschluss an das künftige W7/W8 wurden auf fast 5 ha Magerrasenflächen angelegt, die Blütenreichtum garantieren und optimal für Bodenbrüter und Bienen sind. Südlich vom Speichersee wurden auf zwei Flächen mit knapp 3 ha ebenfalls Magerrasenflächen geschaffen, die in den Randbereichen zusätzlich durch kleinere Feldgehölze ergänzt werden. Zudem wurde östlich von Gelting ein Graben durch Aufweitungen und Böschungsabflachungen renaturiert und punktuell mit Erlen bepflanzt. Auf der restlichen Fläche von 0,6 ha wurde eine Wiese angesät. Südlich von Poing wurde ein Acker mit einer Größe von knapp 1 ha zu einer Obstwiese mit rund 50 Obstbaum-Hochstämmen umgestaltet. Ebenfalls südlich von Poing wurde ein monotoner Waldrand durch Vorpflanzung eines Waldmantels aus heimischen Sträuchern und durch Ansaat eines arten- und blütenreichen Saumes ökologisch aufgewertet. Östlich von Ottersberg wurde ein Acker von knapp 3 ha zu einem artenreichen Feldgehölz mit heimischen Bäumen und Sträuchern sowie großzügigen Übergangsbereichen in die umgebende artenreiche Wiese umgestaltet. „Im Prinzip werden durch Ausgleichsflächen Naturräume erhalten und ökologisch aufgewertet. Die Gemeinde Poing verfolgt auch das Ziel vorhandene Grünflächen immer weiter zu qualifizieren. Ein gelungenes Beispiel ist die Fläche innerhalb des großen Verkehrskreisels mit dem Poinger Wahrzeichen, der in ein Blütenmeer verwandelt wurde.“ Das Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit ist es, soweit wie möglich im Einklang mit der Natur zu leben und entzogene Naturräume wiederherzustellen. Die Errichtung der Insektenhotels ist ein Beitrag, die vorhandenen Naturräume weiter aufzuwerten. Thomas Schächtl für die ARGE Poing Am Bergfeld