Wie haben die Poinger vor 5.000 Jahren gelebt? Was wurde von den Archäologen im neu entstehenden Poinger Wohngebiet gefunden? Wie arbeiten Archäologen eigentlich und warum ist die Dokumentation unserer Geschichte so wichtig? Am Freitag, den 26. Juni von 17 bis 18 Uhr haben alle Hobbyarchäologen und Geschichtsinteressierten die Gelegenheit, lokale Historie vor Ort zu erleben.
In einer spannenden Führung durch den Archäologen Ulrich Schlitzer von Planateam werden aktuelle Funde in W8 erläutert. In einer Begehung des Grabungsfeldes können die Besucher die Arbeit der Archäologen und die Siedlungsstrukur vor 5.000 Jahren vor Ort erkunden.
Treffpunkt ist 17 Uhr in der Bergfeldstraße 2 in Poing auf dem Gelände des Bauleitungscontainers der ARGE Poing „Am Bergfeld“, die diese Veranstaltung auch organisieren. Für die Begehung der Grabungsstellen ist festes Schuhwerk erforderlich.
Die archäologischen Untersuchungen wurden notwendig, weil in Zukunft in Poings Norden das letzte große Wohnquartier der Gemeinde entstehen soll. Um das Gelände für die Bebbauung vorzubereiten, muss der Oberboden abgetragen werden. Dadurch werden archäologische Strukturen sichtbar, die dokumentiert, digitalisiert und geborgen werden müssen.
„Es ist spannend zu sehen, welche Siedlungsstrukturen vor tausenden von Jahren auf der Fläche des heutigen Poings vorhanden waren. Durch Poings Ortsentwicklung ist eine der größten zusammenhängend archäologisch untersuchter Flächen in Bayern entstanden. Es ist ein unglaublicher Wissensschatz, den wir hier bergen. Durch die Rekonstruktion der Vergangenheit können wir auch die Zukunft besser verstehen. Ich lade alle ein, mit uns am Freitag diese Reise in die Vergangenheit anzutreten und damit mehr über unsere Gegenwart und uns selbst zu erfahren.“, sagt Thomas Schächtl aus der Projektleitung der ARGE Poing „Am Bergfeld“.