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Zeitreise – historische Orte (Höfe & Häuser)

Eröffnung der erweiterten Kulturroute in Angelbrechting

Bei warmer Herbstsonne eröffnete Erster Bürgermeister Albert Hingerl den erweiterten Teil der Kulturroute vor der Pension Ascherl.  In der Gemeinde Poing gibt es bereits seit 2017 eine Kulturroute, die zu Fuß oder mit dem Rad entdeckt werden kann. Weitere informative Tafeln sind Ende September 2019 in den beiden Ortsteilen Angelbrechting und Grub aufgestellt worden. Über eine Stunde führte am Freitag, den 27.09.2019 Helmut Ganslmaier, der mit Petra Haller, Peter Dreyer und in Kooperation mit dem Kulturamt die Route konzipiert hat, diesmal durch Angelbrechting. Begleitet wurde er von zahlreichen Interessierten. Mit dabei waren auch Angelbrechtinger, die das Wissen Ganselmaiers um weitere Anekdoten und Wissenswertes aus der Lokalgeschichte bereicherten. Auf den Informationstafeln ist auch ein QR-Code aufgedruckt der Mithilfe einer QR-Code Software oder bei neueren Handys bequem mit der Kamerafunktion direkt auf die Internetseiten verlinkt.

Kulturroute Poing: Eine Zeitreise zu historischen Stätten

Poing entwickelte sich in den letzten 100 Jahren vom kleinen Straßendorf zu einem Siedlungsschwerpunkt und attraktiven Gewerbestandort. Nur in den Ortsteilen Angelbrechting und Grub ist die dörfliche Bebauung und ihr landwirtschaftlicher Charakter noch weitgehend erhalten. Durch den Strukturwandel, den damit verbundenen städtebaulichen Herausforderungen und beeinflusst durch den Zeitgeschmack wandelte sich das Ortsbild. Weitere Informationen über die Kulturroute Höfe und historische Orte sowie die archäologische Route.

Konzeption: Helmut Ganslmaier, Peter Dreyer, Kulturamt Poing
Bildquellen: Bildarchiv Peter Dreyer
Grafik: Petra Haller

Ortsteil Angelbrechting

1. Gasthaus und Tafernwirtschaft

Das Gasthaus wurde 1904 von Wolfgang und Maria Ascherl erbaut. Sohn Max Ascherl betrieb die Wirtschaft als „Grünen Baum“ weiter. 2009 wurde sie aufgegeben, die Pension jedoch fortgeführt. Aufnahme von 1915 (Aufnahme: Max Ascherl)

2. Genossenschaftbrennerei

Die Genossenschaftsbrennerei wurde nach ihrer Gründung 1906 auf dem ehemaligen Grundstück des Angelbrechtinger Wirts Max Ascherl von der Poinger Baufirma Josef Lanzl erbaut. Der alte Kamin der Brennerei wurde schon 1996 abgerissen und der Brennereibetrieb dann 2011 eingestellt. Aufnahme von 1910 (Bildarchiv Peter Dreyer)

3. Franz Kasper-Anwesen

Das Franz Kasper-Anwesen ist bereits 1823 urkundlich belegt und wurde von der Tochter Kaspers Franziska Roming übernommen. Das neue Wohnhaus entstand 1964, zwanzig Jahre später folgten Umbauten und der Abriss der landwirtschaftlichen Gebäude. Aufnahme von 1931 (Aufnahme Familie Roming)

4. Wendelhof

Der Wendelhof wurde um 1800 erbaut, sein Name blieb bis heute erhalten. 1959 erfolgten durch die Familie Feist ein Neubau und die Erweiterung des Anwesens. Seit 1980 befindet sich hier der Sitz der Bauunternehmung Feist. Aufnahme von 1925 (Aufnahme Familie Feist)

5. Beim Schimpf

Der ursprüngliche Hofname Volz geht auf das Jahr 1798 und die erste Erwähnung eines Johann Georg Volz zurück. 1825 übernahm die Familie Schimpf den Besitz. 1908 erfolgte der Neubau des Stalls, 1912 des Querstadls und 1932 der Neubau des Wohnhauses in seiner typischen regionalen Bauweise. Aufnahme von 1933 (Bildarchiv Peter Dreyer)

6. Wendelmüller-Hof

Der Wendelmüller-Hof ging 1863 für 2.000 Gulden in den Familienbesitz von Kaspar und Maria Schreil aus Gelting über. Die Neubauten von Stadel und Stall bestehen seit 1908 bzw. 1912. Das Wohnhaus erhielt 1928 sein heutiges Aussehen. Aufnahme von 1920 (Bildarchiv Peter Dreyer)

Erg-Hof

Der Erg-Hof ging 1882 in den Besitz der Familie Schimpf über. Sein heutiger Charakter entstand durch Umbauten der Jahre 1955 und 2010. Der abgebildete Opel Super 6 (Baujahr 1936) war das erste Auto in Angelbrechting. Aufnahme von 1938 (Bildarchiv Peter Dreyer)

8. Anwesen Neudecker

Das Anwesen Neudecker am Ende der Dorfstraße erwarben um 1920 Johann und Resi Hollerith, nachdem die vorigen Besitzer nach Amerika auswanderten. Die Familie betrieb die kleine Landwirtschaft bis um 1957. Das bäuerliche Anwesen wurde 1980 in ein Wohnhaus umgebaut. Aufnahme von 1935 (Bildarchiv Peter Dreyer)

9. Hansn-Hof

Der Hansn-Hof ging schon vor sechs Generationen in den Besitz der Familie Hermann über. Das Wohngebäude wurde 1922 aufgestockt und nach einem Brand 1956 erweitert. Aufnahme von 1956 (Aufnahme Toni Hermann)

10. Trauthof

Der Trauthof ging schon 1843 mit Anton Finauer in dessen Familienbesitz über. Der Hofname blieb erhalten. In den Jahren nach 1960 erfolgten Umbauten, bei denen u.a. der markante Giebel über dem Eingang verschwand. Aufnahme von 1922 (Bildarchiv Peter Dreyer)

11. Vogthaus

1891 erwarb Wolfgang Ascherl das Anwesen und eröffnete eine Gastwirtschaft. Nach dem Brand von 1903 verkaufte er das Gebäude an den Schreinermeister Georg Vogt. Die Schreinerei im Erdgeschoss war bis 1959 im Betrieb.1975 erfolgten Umbauten am Haus und bis 1988 Erweiterungen. Aufnahme von 1920 (Bildarchiv Peter Dreyer)

Ortsteil Grub

1. Waldrestauration Grub

Das Bahn- und Schrankenwärterhäuschen und das Restaurationsgebäude mit Veranda entstanden um 1900 nach der Eröffnung der Bahnstrecke München Ost – Mühldorf/Inn im Jahr 1871. Mit seinem schattigen Biergarten ist die Wirtschaft auch heute ein beliebter Treffpunkt. Aufnahme von 1910 (Bildarchiv Peter Dreyer)

2. Stiftungsgut und Landesanstalt

In einer Urkunde des Klosters Ebersberg wurde Grub erstmals im Jahr 1015 erwähnt. Nach zahlreichen Besitzerwechseln kaufte das Bayerische Wirtschaftsministerium das Gruber Gut 1918, um dort mit den Züchtungen und Forschungen die Leistungsfähigkeit der bayerischen Tierzucht zu verbessern. Aufnahme nach 1950 (Foto Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft)

3. Ulrichskapelle

An Stelle der 1809 im Zuge der Säkularisation abgebrochenen Kirche St. Ulrich errichteten die Brüder Jakob und Johann Huber 1819 die Hofkapelle des Gutes von Grub und statteten sie mit einem Altar und einem Gemälde des Freisingers Alois Frey aus. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz. Die alte Kirche war 1315 in den Matrikeln des Bistums Freising als Filialkirche der Pfarrei Landsham benannt. Wahrscheinlich bestand sie zu diesem Zeitpunkt bereits. 1524 gehörte sie zur Pfarrei Schwaben.

Gemeinde Poing

1. Bahnhofstraße am ehemaligen S-Bahnparkplatz in Poing-Süd

Alter Bahnweiher: Der Weiher diente als Auffangbecken bei Hochwasser und wurde nach 1945 mit dem Kriegs - Bauschutt aus München aufgefüllt. (Aufnahme von 1930.)

2. Bahnhofstraße 7

1. Mechanische Werkstätte: Auf dem Anwesen von Ludwig Lanzl arbeitete Poings erste Werkstätte für Fahr- und Motorräder. Ab 1952 befand sich hier eine Tankstelle mit einem Autoreparaturbetrieb und ab etwa 1970 eine Autovertretung (Ford). Aufnahme von 1932 mit einem Hanomag (Baujahr 1928).

3. Plieninger Straße an der Bahnunterführung

Alte Bahnunterführung: Erbaut um 1906/07. Bei Hochwasser und Schnee war die Unterführung zeitweise unpassierbar. 1975 erfolgte die Brückenerweiterung. Aufnahme von 1973.

4. Kreuzung / Neufarner Straße (Hauptstraße 1)

Altes Waaghäusl: Erbaut um 1880 als Gemeindewaage für alle landwirtschaftlichen Produkte Poings. Sie arbeitete bis etwa 1955. Aufnahme von 1920.

5. Hauptstraße / Ecke Neufarnerstraße (Hauptstraße 2)

Alte Bahnhofsrestauration und Poststation: Erbaut um 1900, wechselten die Besitzer und Namen der alten Bahnhofsgaststätte oft. Um 1915 „Restauration Josef Gerbl“, nach 1920 „Restauration Josef Greimel“, nach 1965 „Restaurant B. Liebhart“ und später das „Oldies“. Im linken Gebäudeteil befand sich einige Jahre lang die Poinger Poststation. Aufnahme um 1915.

6. Hauptstraße 5

1. Poststelle in Poing: Hier auf dem Grundstück befand sich von 1895 bis 1900 die erste Poinger Poststelle mit den Zustellbereichen Gelting, Pliening und Landsham. Posthalter war damals der Lehrer Christian Härning. Aufnahme von 1910.

7. Hauptstraße 7

Anwesen der Familie Lanzl: Erbaut um 1919 und seitdem nur geringfügig verändert. Die hier ansässige Baufirma Lanzl war über drei Generationen und über 100 Jahre in Familienbesitz. Aufnahme von 1940.

8. Hauptstraße 8

Lieblhof: Der erstmals 1416 urkundlich erwähnte Hof wurde mehrmals umgebaut. Dem Teilabriss des Wohnhauses um 1950 folgte 1953/54 der Ausbau in seiner jetzigen Form. Heutiger Besitzer ist die Familie Maurer. Aufnahme um ca. 1950. 

9. Hauptstraße 9 neben Lanzl-Wohnhaus (unbebautes Grundstück)

Gmoa-Haus: An dieser Stelle stand ursprünglich das „Gmoa-Haus“, ein Armen- und Gemeindehaus. Die Gemeinde Poing erwarb es 1884. Der Abbruch erfolgte 1976. Aufnahme von 1965.

10. Hauptstraße 11a

Ehemalige Bäckerei Johann Seidl: Das Gebäude von 1902 wurde mehrmals umgebaut, der ehemalige Schmuckgiebel um 1947 entfernt und das Gebäude durch ein Ladengeschäft erweitert. Aufnahme von 1924.

11. Hauptstraße 15

Genossenschafts-Molkerei: Erbaut 1927 für Poing und Umgebung als Sammelstelle für die täglichen Milchlieferungen. Molkereibetreiber bis zur Aufgabe der Genossenschaft 1965 war Hans Spies (sen.) 2001 wurde die Molkerei abgerissen. Aufnahme von 1950.

12. Hauptstraße (an der Mauer zum Haus Poststraße 15 montiert)

Lutzhof: Um 1689 wird der Hof als „Oswaldhof“ urkundlich erwähnt. Um 1985 wird der Hof ausgesiedelt, 1987 die heutigen Wohn- und Geschäftshäuser erbaut. Aufnahme von 1934.

13. Hauptstraße 11

Hauptstraße unter Hochwasser: Insgesamt neun Bauernhöfe säumten früher die Hauptstraße - hier auf Höhe der ehemaligen Bäckerei Seidl. Bei starkem Regen war die Straße oft überflutet. Aufnahme von 1948.

14. Hauptstraße 18

Schamper Hof: Das 1902 aufgestockte Wohnhaus des bereits 1472 urkundlich genannten Anwesens war im Besitz von Thaddäus Strasser. Nach ihm war auch das hier zwischen 1972 und 2015 entstandene Hotel Strasser benannt. Ab 2017 begann der Neubau einer Wohnanlage. Aufnahme von 1928 (Bildarchiv Peter Dreyer)

15. Hauptstraße/Endbachweg (Höhe Fußgängerampel)

Weberhof: Erste urkundliche Erwähnung um 1417. Die Aufnahme zeigt Luitpold Spies. Als 7. Kind der Familie geboren, übernahm seine Patenschaft Prinzregent Luitpold (1821 – 1912). 1971 wurde der Weberhof („Spieshof“) abgerissen. Aufnahme von 1925.

16. Hauptstraße/Endbachweg (Hauptstraße 21a)

Six-Huber-Hof: Die Hofanlage, auch Lutzhof genannt, wird erstmals 1689 urkundlich erwähnt. Zwischen 1986 und 1989 erfolgte der Abriss und der Neubau einer Wohnanlage. (Aufnahme von 1973 Bildarchiv Peter Dreyer)

17. Poststraße 22

Bäckerei Heiß: Das Gebäude von 1957 erbaute der Bäckermeister Maier. 1961 ging es in den Besitz der Familie Heiß über, die den Laden 1972 erweiterte und heute in 3. Generation die Bäckerei fortführt.(Aufnahme von 1968, Bildarchiv Peter Dreyer)

18. Hauptstraße 27

Schwoagerhof: Das Anwesen wird erstmals 1538 urkundlich erwähnt und später nach seinem Besitzer, dem Feuerwehr-Kommandant Otto Gerbl auch „Gerblhof“ genannt. 1938 durch einen Brand zerstört, wird es als Wohn- und Geschäftshaus wieder aufgebaut. Aufnahme von 1915. Bildarchiv Peter Dreyer.

19. Hauptstraße 22

Hubloher Hof: Im Jahr 1910 ist Anton Hubloher, Poings Schneidermeister und Messner, Besitzer des neu errichteten Anwesens. Das Haus wurde mehrmals als Geschäfts- und Wohnhaus umgebaut, zuletzt 1970/71 aufgestockt. (Aufnahme von 1932, Bildarchiv Peter Dreyer)

20. Hauptstraße/Ecke Birkenallee (Hauptstraße 20)

Ammlerhof: Die Aufnahme zeigt den Besitzer Ludwig Lang vor seinem 1553 erstmals urkundlich erwähnten Hof. Die Hofanlage wurde nach 1960 baulich verändert. Aufnahme von 1932.

21. Hauptstraße 24

Moar-Villa: Erbaut um 1906 von Baumeister Josef Lanzl (Poing) gehörte sie zum alten Moarhof schräg gegenüber. Nach einer Renovierung im Jahre 2015 zeigt sie sich in nahezu unverändertem Zustand. Aufnahme von ca. 1920. (Schild wird noch aufgestellt.)

22. Anzinger Straße 1

Gasthaus Liebhart: Die frühere Gast- und Tafernwirtschaft Gerbl brannte 1897 ab. Der Neubau von 1898 ging in den Besitz der Familie Liebhart über 1924 erfolgte der Saalanbau, in dem nach Kriegsende ab Juni 1945 die ersten Vertriebenen vorläufig untergebracht werden konnten. Im November 2015 fand der Abriss diese Gasthauses, ehemals Stätte zahlreicher Poinger Veranstaltungen und des Western Saloons statt. (Aufnahme um 1908: Bildarchiv Peter Dreyer)
 

23. Hauptstraße 28

Humpelmeierhof: Der ehemals Gutshof der Familie Festl, auch „Hummemoar“ genannt, wird erstmals 1416 urkundlich erwähnt. Das Wohnhaus (Bildmitte) wurde um 1904/05 erbaut, die Villa rechts um 1923. Beide Gebäude befinden sich im nahezu ursprünglichem Zustand. Aufnahme von 1935. (Schild wird wegen geplanter Baustelle nicht aufgestellt.) 

24. Hauptstraße 28

Beim Kramer: Der 1. Kramerladen Poings bestand schon vor 1900. Frau Jonas führte den Lebensmittelladen von ca. 1895 bis etwa 1920. Späterer Besitzer war Josef Germeier. Aufnahme von 1940.

25. Anzinger Straße 2

Katholische Kirche St. Michael: Erstmals am 15. Juni 1052 in einer von Kaiser Heinrich III. gezeichneten Urkunde erwähnt. Der Chorturm entstand um 1200 und steht unter Denkmalschutz. Die Kirche wurde mehrmals baulich verändert und zuletzt um 1955 erweitert. Aufnahme von 1940.

26. Anzinger Straße 3

Moarhof: Der Moarhof wird um 1486 erstmals erwähnt. Ein Neubau entstand um 1907. Links auf dem Bild ist der damalige Besitzer Alois Bichler zu sehen. Der Hof befindet sich heute im Besitz der Familie Peis. (Aufnahme von 1910, Bildarchiv Peter Dreyer)

27. Rathausstraße 3

Poings 2. Schulhaus: Um 1908/09 für die auf über 100 Kinder angewachsene Schülerzahl errichtet. Das Haus besaß zwei Eingänge. Einen für die Schule, der zweite für die im Gebäude mit untergebrachte Gemeindeverwaltung. 1965 wurde das Gebäude abgerissen. An dieser Stelle steht heute das Rathaus. Aufnahme von 1935.

28. Standort Anzinger Straße / Schulstraße (Anzinger Straße 4)

Langhof: Der Langhof, auch „Brauhansl „ genannt, wird bereits 1538 erwähnt. Um 1960 wurde der Hof modernisiert, 1972 abgerissen und durch den heutigen Wohnblock ersetzt. Aufnahme von ca. 1913.

29. Schulstraße 31 a

Altes Feuerwehrhaus: Die Freiwillige Feuerwehr Poing wurde bereits 1870 gegründet. Im Jahr 1991 erfolgte der Umzug in das neue Feuerwehrhaus an der Gruber Straße. Aufnahme von 1980 mit Fuhrpark.

30. Schulstraße 30

Poings 1. Schulhaus: Erbaut um 1873/74 durch Baumeister Haydn aus Markt Schwaben, wurde es bis 1908 als Schulhaus genutzt. Im 1. Obergeschoss befand sich ein Klassenraum für ca. 30 Schüler, im Parterre war die Lehrerwohnung. Aufnahme von 1955.

Die Gemeinde Poing hat nach sehr konstruktiven Verhandlungen das Anwesen 2017 erworben. Es handelt sich um eines der wenigen noch vollständig erhaltenen historischen Gebäude in Alt-Poing. Mit dem Ankauf soll der dauerhafte Erhalt dieses geschichtlich wertvollen Anwesens sichergestellt werden.

Der Mietvertrag mit den jetzigen Mietern der Wohn- und Gewerberäume wurde übernommen. Langfristig ist erst nach einem Auszug der Mieter eine öffentliche Nutzung angedacht, beispielsweise für ein kleines Heimatmuseum.

31. Anzinger Straße neben Pfarrhof

Pergerhaus: Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1417. Letzte Besitzerin war Anna Strobl („Stroblhaus“). Der Abbruch mitsamt Ladengeschäft erfolge 1969. Heute befindet sich hier das Katholische Pfarramt St. Michael. Aufnahme von 1940. Bildarchiv Peter Dreyer.

32. Anzinger Straße 9

Anwesen Schneiderbauer: In dem Ende der 1880-er Jahre errichteten Gebäude befand sich zwischen 1928 und 1976 ein Gemischtwaren- und Lebensmittelgeschäft. Das Anwesen gehört heute der Familie Reischl. Aufnahme vor 1928 (nach 1910?)

33. Schulstraße 26

Villa Bucka: Die Villa Bucka wurde um 1927 von Baumeister Scherzl aus Poing erbaut. Heute befindet sich die Villa im Besitz der Familie Steinbigler. Das Gebäude blieb baulich nahezu unverändert. Aufnahme von 1940.