Es geht voran! Aktueller Bauverlauf im Poinger Lerchenwinkel

Neue Wohnungen, Aktivitätenband, Gehwege und E-Ladesäulen – Der Lerchenwinkel wächst weiter.

Nachdem die Münchner Wohnen ihre erste Wohnanlage fertig gestellt hat, ist das Quartier Lerchenwinkel im Einzugsfieber. In 76 Wohnungen ziehen im April glückliche Mieter in günstigen Wohnraum. Und die nächsten Bauprojekte stehen schon vor der Tür: Beim Clusterwohnen steht schon der Gebäudekörper und die Terrafinanz ist gerade im Vertrieb von Reihen- und Doppelhäusern in bester Lage. Aber auch die Wohnumgebung wird weiter ausgebaut.

Der Baustart für das Aktivitätenband steht bevor, Gehwege und E-Ladestellen werden im Laufe des Jahres realisiert und die Fertigstellung des großen Grünzugs zwischen dem Lerchenwinkel und dem neuen Wohngebiet W8 ist in Planung. Zudem werden gerade Großprojekte wie die das Seniorenzentrum mit Tagespflege, das Gymnasium und die nächsten Wohnungen der Münchner Wohnen vorbereitet.

Während der Entwicklung eines neuen Quartiers für 2.000 Bewohner mit zusätzlichen Großprojekten wie einem Gymnasium, einem großen Seniorenzentrum für Tagespflege und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, erreichen die Gemeinde Poing und die ARGE Poing „Am Bergfeld“ immer wieder Fragen zum Bauverlauf. Der Projektleiter der ARGE Poing „Am Bergfeld“, Thomas Schächtl, liefert Antworten zu den aktuellen Planungen und Herausforderungen.

Warum wird W8 schon geplant, wenn im Lerchenwinkel noch nicht alles fertig gebaut ist?
Thomas Schächtl: Die Ortsentwicklung in Poing ist in Entwicklungsstufen eingeteilt. Der Zauber- und Seewinkel waren die III. Entwicklungsstufe, der Lerchenwinkel und W8 sind der IV. Entwicklungsstufe zuzurechnen. Die Planung von W8 und die Umsetzungen im Lerchenwinkel müssen also zusammengedacht werden. Das bedeutet: Bei der Planung und Umsetzung von Sammel- und Erschließungsstraßen wird weit vorausgedacht, genauso wie bei der Auslastung von Abwasserkanälen, der Trinkwasserversorgung, der Geothermie und der Stromversorgung. Die Trassen und infrastrukturellen Maßnahmen müssen intelligent und effizient geplant werden. 

Da macht es Sinn in Entwicklungsstufen zu denken. Zudem ist der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum nach wie vor sehr hoch. Deshalb ist es extrem wichtig, rechtzeitig zu planen und nicht erst mit dem Nachdenken zu beginnen, wenn der Wohnraum unmittelbar gebraucht wird. Die Gemeinde Poing und ihr Gemeinderat, die die Planungshoheit über die Ortsentwicklung haben, haben das in der Vergangenheit hervorragend gemacht. Deshalb ist  Poing heute einer der agilsten, innovativsten und  wachstumsstärksten Orte im gesamten Münchner  Umland, vielleicht sogar in der gesamten Metropolregion.

Warum sind das Gymnasium, der Kindergarten und das Aktivitätenband sowie der Straßenbelag noch nicht fertig gestellt?
Thomas Schächtl: Wir sind bei allen Teilprojekten voll im Plan: Landrat Robert Niedergesäß und der Kreistag treiben das für den Landkreis notwendige Gymnasium mit voller Kraft voran. Die Bildungseinrichtung in Poing wird in Zukunft einen wichtigen Beitrag für die Bildungsregion Ebersberg leisten und dafür sorgen, dass der Landkreis in der Fläche seinen Exzellenzstatus bewahren kann. Es ist zudem eine Pflichtaufgabe und ich bin ein Freund von Pflichterfüllung.

Bei der Fläche für eine Kinderbetreuungseinrichtung im Lerchenwinkel verhält es sich anders. Hier muss man verstehen, dass bei der Entwicklung von Bebauungsplänen Räume für zukünftigen Bedarf gesichert werden. Das heißt, es ist eine bedarfsgerechte Planung für die Kinder der Zukunft. Erst wenn absehbar ist, dass die vorhandenen Einrichtungen die Kinderbetreuung nicht mehr ausreichend sind, wird die Baumaßnahme realisiert. Der echte Bedarf zeigt sich, wenn der Lerchenwinkel voll bezogen ist. Straßenbeläge, Gehwege, Beleuchtung und E-Ladestellen werden immer koordiniert abgestimmt mit den Planungen der angrenzenden Wohnbebauungen. Es macht keinen Sinn, Ladesäulen und Gehwege zu installieren, wenn sie anschließend wieder versetzt oder aufgerissen werden müssen, weil sie nicht zur Planung der Baufelder passen. So verhielt es sich übrigens auch beim Aktivitätenband.

Erst als die Planung für das Seniorenzentrum mit Tagespflege abgeschlossen war, konnte sie mit der Planung des Aktivitätenbandes abgeglichen werden. Bei diesem Projekt ist es jetzt so weit: Wir beginnen dieses Jahr mit der Herstellung und ich freue mich auf eine tolle, öffentliche Freizeitanlage für die Bewohner im Lerchenwinkel und im neuen W8. 

Das Leben auf der Baustelle. Was sind die Herausforderungen für die Bewohner?
Thomas Schächtl: Ein Pionier zu sein, in einem neu entstehenden Quartier ist spannend, aber auch extrem herausfordernd. Baulärm, Müll, Verkehr und Parkraummanagement erfordern Geduld, gute Nerven und auch Eigeninitiative. Wir bemühen uns sehr, die Belastungen so gering wie möglich zu halten. Für die Sicherheit der Kinder haben wir beispielsweise den Gehbereich mit einer erhöhten Asphaltbarriere zur Fahrbahn abgegrenzt und eine Behelfsampel an der Bergfeldstraße eingerichtet. Nichtsdestotrotz sind gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht geboten. Wir weisen Baufirmen und Dienstleister strikt darauf hin, Geschwindigkeiten und Wegeführungen wie vorgegeben einzuhalten. Das funktioniert ehrlicherweise nicht immer, aber wir werden die Einhaltung der Regeln im Frühjahr intensiv überprüfen und für Einhaltung sorgen.

Dies gilt aber auch für die Bewohner selbst: Spazierengehen durch aktive Baustellen, Aufschrauben von Bauzäunen, um mit dem Fahrrad über die Baufelder zu fahren, muss dann eingeschränkt und gegebenenfalls konsequent unterbunden werden. Im Rahmen eines Frühjahrsputzes lassen wir das Quartier von verwehten Baumaterialien reinigen. Grundsätzlich sind die bauenden Firmen für die Baumaterialien und den Bauschutt verantwortlich. Dort werden wir hohe Sorgfalt für die Sicherung der Baumaterialien einfordern. Gleichzeitig sollten aber auch Eltern ihre Kinder anweisen, keine Materialien von den Baustellen zu entfernen und im Quartier zu verteilen.

Auch in der Wertstoffsammelstelle sollte jeder Bewohner den Abfall in den Containern entsorgen und nicht vor die Behälter legen, weil durch Verwehungen angrenzende Grünflächen und das Versickerungsbecken verschmutzt werden. Nicht befestigte Flächen sind keine Gehwege und Baustellen keine Spielplätze. Auch wenn ich die Verlockung sehr wohl verstehen kann. Aber auf den Flächen wird gearbeitet, dort sind Messgeräte platziert, Löcher werden gegraben und deshalb drohen dort Gefahren und Unfallrisiken, die nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sind. Im Prinzip plädiere ich für gegenseitiges Verständnis, etwas Rücksichtnahme auf allen Seiten und gegenseitige Toleranz. Wir alle sind Teil eines großartigen Projekts, das ein Musterbeispiel für positive Ortsentwicklung darstellt und zeigt wie in schwierigen Zeiten trotzdem große Entwicklungen vorangetrieben werden können. Diesen geweiteten Blick sollte man nicht verlieren.

Bau des Aktivitätenbandes

Als bauvorbereitende Maßnahme entfernt der Poinger Baubetriebsshof in Zusammenarbeit mit der ARGE Poing „Am Bergfeld“ an der Bergfeldstraße im Bereich der Einmündung zur Lerchenstraße etwas Buschwerk und zwei kleine Bäume. Der Eingriff ist mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Kreisfachberater abgestimmt und dient als bauvorbereitende Maßnahme für die Erstellung eines Aktivitätenbandes.

Mit der Herstellung eines Aktivitätenbandes entlang der Bergfeldstraße beschloss der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Poing am 3. März die Gestaltung einer zusätzlichen Freizeitfläche für sportliche Tätigkeit und Spiel im öffentlichen Raum. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Poinger Jugendlichen im Rahmen eines Planspiels unter Leitung des Jugendreferats. 

In dem Streifen an der Bergfeldstraße entstehen neben einem Bolz- und Basketballplatz, einer Callisthenics Outdoor-Fitness-Anlage, einer Boulebahn und einem geschützten Unterstand auch eine insektenfreundliche Blühwiese. „Mit dem Aktivitätenband erhöhen wir die Aufenthaltsqualität in den neuen Wohnquartieren. Mit dem Aktivitätenband schaffen wir eine weitere, zusätzliche Freizeit- und Erlebnisfläche für Jugendliche, aber auch für Familien und Senioren im öffentlichen Raum. 

Für uns ist es eine Investition in die Lebensqualität im direkten Wohnumfeld, das Freizeitbedürfnisse mit Nachhaltigkeit optimal verbindet.“, sagt Thomas Schächtl, Projektleiter der ARGE Poing „Am Bergfeld“. Die Gemeinschaft der Wohnungsbaugesellschaften trägt die Kosten der Herstellung des Aktivitätenbandes. „Wichtig für uns war, dass die Ausstattung des Aktivitätenbandes in enger Abstimmung mit Jugendgruppen und der Gemeinde Poing entwickelt wird. Wir wollen Umsetzungen immer nah an den wirklichen Bedarfen orientieren. Mit unseren Planern kümmern wir uns darum, dass das Ergebnis dann auch richtig schön und qualitativ wertig wird.“, fügt Schächtl hinzu. „Das Buschwerk, das jetzt für diese Maßnahme entfernt werden muss, sollte eigentlich schon vor sechs Jahren mit Beginn der Bauarbeiten im Lerchenwinkel beseitigt werden. Wir wollten es aber so lange wie möglich erhalten. Jetzt muss die Minifläche weichen, wird aber innerhalb des Aktivitätenbandes mit wesentlich mehr und wertvolleren Gehölzstrukturen ersetzt.“, erklärt Schächtl. 

Das neue Freizeitband schließt direkt an die zukünftige Tagespflege für Senioren an und bietet nach Fertigstellung einen Begegnungsraum für Jung und Alt.

Das Wohnquartier in der Nähe des Bergfeldsees

Im Lerchenwinkel entstehen 60 EOF-Wohnungen der Südhausbau, 37 freifinanzierte Mietwohnungen sowie 26 Reihen- und Doppelhäuser im Passivhausstandard, die als Eigentum erworben werden können. Geplant ist auch ein Gymnasium für ca. 1.000 Schüler. 

Mit dem Lerchenwinkel setzt Poing seine nachhaltige und notwendige Entwicklung weiter fort und leistet mit dem neuen Quartier einen Beitrag für die Lebensqualität in der gesamten Region.

Die ARGE Poing "Am Bergfeld" hat Mitte Dezember 2020 die Straßen im Lerchenwinkel fertiggestellt und an die Gemeinde übergeben.. Derzeit laufen die Hochbaumaßnahmen.

Weitere Informationen über den Lerchenwinkel finden Sie auf der Homepage der ARGE Poing Am Bergfeld.