Als Vorbereitung für das letzte Quartier im Rahmen der Poinger Ortsentwicklung haben am Mittwoch, den 21. Januar die Erdarbeiten in W8 begonnen. Die ARGE Poing „Am Bergfeld“ beauftragte in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und den Genehmigungsinstanzen den Oberbodenabtrag. In diesem Arbeitsschritt wird der Humus der 8 Hektar großen Fläche hinter dem Bergfeldsee abgetragen. Die Erdarbeiten werden archäologisch von dem Unternehmen Planateam begleitet. Die Kampfmitteluntersuchung, die ebenfalls begleitend durchgeführt wird, wird von der Firma Geolog bewerkstelligt. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Arbeiten vor den Brutphasen von Lerche, Rebhuhn und Kiebitz ausgeführt. Der fruchtbare Boden wird in Absprache mit den Landwirten, die die an das Quartier grenzenden Flächen bestellen, auf den Äckern verteilt, um lange LKW-Fahrten zur Entsorgung zu vermeiden.
„Im weiteren Bauverlauf wird auch die Rotlage bis zum Schotter entfernt. Wir trennen Humus- und Rotlageabtrag, um keine archäologischen Strukturen zu verletzen. Erste, kleine archäologische Funde können wir übrigens schon vermelden.“, sagt Thomas Schächtl aus dem Projektleiter-Team der ARGE Poing „Am Bergfeld“.
Sicherung der Baustelle
Bei den Arbeiten werden auf der Fläche punktuell Löcher durch Grabungen entstehen. Die Baustelle beinhaltet deshalb mehrere Gefahrenstellen, insbesondere wenn die Fläche durch Schneefall bedeckt ist. Ein Betreten der Baustelle ist aus diesem Grund verboten gemäß §2 Abs. 2 der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung – BaustellV). Um keine Betretungen durch Spaziergänger zu provozieren, wird die gesamte Fläche mit einem Bauzaun gesichert. Diese Maßnahme wird ab Anfang Februar 2026 ausgeführt.
Hier finden Sie die aktuelle Pressemitteilung der ARGE “Am Bergfeld” zum neuen Wohngebiet W8 im Nachgang der Informations-Veranstaltung am 11. September 2025.
Einladung zur Vorstellung der Ortsentwicklung W8 am Donnerstag, den 11.09.25 um 18 Uhr.
Mit dem Baugebiet W8 schließt Poing seine Ortsentwicklung im Norden ab. Die städtebauliche Entwicklung wird gerade vom Gemeinderat Poing in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro db stadtplan vorbereitet.
Um die Prinzipien des Städtebaus der Öffentlichkeit zu präsentieren, lädt die Gemeinde Poing am Donnerstag, den 11. September um 18 Uhr alle Interessierten in die Aula der Bergfeldschule, Gebrüder-Grimm-Straße 2, 85586 Poing ein.
Dort werden die Planer Christian Böhm und Ingrid Dreer zusammen mit dem österreichischen Experten Tom Lechner sowie Vertretern von ver.de, dem Landschaftsarchitekten Stadtplaner Herrn Winkler und Frau Schwarz und Poings Erstem Bürgermeister Thomas Stark die Leitlinien und Entwicklungsprinzipien des neu geplanten Wohngebiets vorstellen. Die Veranstaltung soll als Vorbereitung für die öffentliche Auslegung dienen über die der Bauausschuss der Gemeinde am Dienstag, den 23. September 2025 berät.
Mit der Ortsentwicklung W8 entsteht ein innovatives Quartier, das in dieser Form neue städtebauliche Maßstäbe setzt und in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Unverkennbarkeit und zusätzlichen Mehrwerte für den Gesamtort Poing entwickelt wurde. Die Experten erläutern in der Veranstaltung die außergewöhnliche Inselstruktur des Gebiets, das Schwammstadtprinzip und den Heideeffekt kombiniert mit bezahlbarem Wohnraum und die Möglichkeit für ein Wirtshaus am See mit angeschlossenem Feststadel und einem Aussichtsturm.
Über einen zahlreichen Besuch freut sich die Gemeinde Poing zusammen mit ihrem Ersten Bürgermeister Thomas Stark und dem gesamten Gemeinderat.