Das sind die vier neuen Träger der Poinger Bürgermedaille: (v.r.) Franziska Langlechner, Helmut Sloim, Sieglinde Pehl und Robert Gaipl.
Herzlichen Glückwunsch!
Erster Bürgermeister Thomas Stark hatte zuvor seine ausführlichen Neujahrsgrüße an die Zuschauer gerichtet und die Ehrungen durchgeführt.
Auch die beiden Pfarrer Jasper Gülden und Michael Simonsen teilten in ihren Reden ihre Gedanken zu den Ereignissen im vergangenen Jahr und ihre Wünsche für die Zukunft. Die Band "TwoForYou" sorgte für die musikalische Begleitung in der Aula der Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule, die auch dieses Jahr trotz des kalten Wetters sehr gut besucht war.
Unter den Gästen waren der Landtagsabgeordnete Thomas Huber, Mitglied des Bayerischen Landtags Doris Rauscher, Landrat Robert Niedergesäß, Anzings Bürgermeisterin Katrin Alte, Plienings Bürgermeister Roland Frick sowie der bayerische Generalkonsul der Republik Kroatien Vladimir Duvnjak und Porečs Bürgermeister Loris Peršurić.
Herzlichen Dank an Laszlo Bacs von Interpressmedia (www.poing-lokaltv.de)!
Neujahrsgrüße von Erstem Bürgermeister Thomas Stark
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Neujahrsgrüße Pfarrer Jasper Gülden
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Neujahrsgrüße Pfarrer Michael Simonsen
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Verleihung der Bürgermedaillen 2026 an
Franziska Langlechner
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Sieglinde Pehl
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Robert Gaipl
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Helmut Sloim
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Jedes Jahr werden im Rahmen des Neujahrsempfangs Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise in unserer Gemeinde engagieren. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Ehrungen haben sich am 06.10.25 getroffen, die eingereichten Vorschläge besprochen und eine Empfehlung an den Gemeinderat abgegeben.
In der Gemeinderatssitzung am 13.11.25 stimmten die Gemeinderatsmitglieder einstimmig für die Verleihung der Bürgermedaillen an die folgenden vier Personen.
Franziska Langlechner war lange Zeit Mitglied des Gemeinderates. Ihr Geburtsort hat einen ungewöhnlichen Namen: Wurmansquick. Er liegt 86 km von hier, in Niederbayern. Eher durch Zufall zog sie mit ihrem Mann Franz in die Gemeinde Poing. Der Grund war einfach: Sie bekam 1977 eine Stelle als Lehramtsanwärterin in der damaligen Volksschule Poing. In Poing zu wohnen war als Übergangslösung gedacht, wurde aber schnell, wie sie sagt, zur Heimat.
Ende der 80er Jahre begann die ehrenamtliche Tätigkeit in der Katholischen Kirche, zunächst im Pfarrgemeinderat. Von 1988 bis 1996 leitete sie ehrenamtlich Eltern-Kind-Gruppen beim katholischen Kreisbildungswerk und war Elternbeirat im katholischen Kindergarten Am Endbachweg. Sie war 1996 Gründungsmitglied des Vereins Kinderland und hat mehrere Jahre im Vereinsbeirat mitgearbeitet.
Von 2000 bis 2012 und ab 2018 war sie wieder Mitglied in der Kirchenverwaltung. In diese Zeit fielen der Bau des Pfarrheims Rupert-Mayer und die Weichenstellung für die neue Pfarrkirche. Ab 2002 war sie einige Jahre Ortsbeauftragte bei Donum Vitae, einer Beratungsstelle für schwangere Frauen Ihren großen Erfahrungsschatz im pädagogischen und familiären Bereich brachte sie sehr erfolgreich in die Kommunalpolitik ein:
Im Jahr 2008 wurde sie als CSU-Mitglied in den Gemeinderat gewählt und war im Bau- und Umweltausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss aktiv. Ein besonderes Anliegen waren ihr die schulischen Belange sowie die Kinder- und Jugendarbeit.
Von 2010 bis zu ihrem Ruhestand 2018 war sie Konrektorin in der Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule.
2024 legten sie und ihr Mann Franz Langlechner zeitgleich ihre Ämter im Gemeinderat nieder.
Franziska Langlechner ist ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement, das sich über verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erstreckt – in Schule, Politik und Kirche.
Sieglinde Pehl: Schon ihre Großeltern lebten in Grub. Ihre Kindheit war sehr ländlich geprägt und schon früh interessierte sie sich für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.
Wie sie selbst sagt, ist sie eine leidenschaftliche Kämpferin gegen Agro-Gentechnik und Ressourcenverschwendung. Dazu gehörte auch, dass sie seit 2014 begeistert den Radlflohmarkt an den Poinger Marktsonntagen mitorganisierte.
Zu den Grünen kam sie 1995 und wurde 2008 in den Poinger Gemeinderat gewählt.
Bis 2014 war sie als Fraktionssprecherin eine zuverlässige Ansprechpartnerin der Grünenfraktion im Poinger Gemeinderat. Sie brachte ihre Erfahrungen und ihr Wissen im Umweltbereich ein und war an vielen Entscheidungen nicht nur im Gemeinderat, sondern auch im Bauausschuss, im Haushalts- und Finanzausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss beteiligt.
Sie behielt die Finanzen im Blick und setzte sich stets für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung Poings ein, sei es bei der Energieversorgung, der Verkehrsplanung oder dem Naturschutz – dieser ist bis heute ihre Herzensangelegenheit.
Doch ihr Wirkungskreis reichte über die Kommunalpolitik hinaus. Sieglinde Pehl übernahm zahlreiche weitere Ehrenämter.
Sie war im Vorstand der Volkshochschule Vaterstetten, kümmerte sich um die Finanzen des 1. Bürgersolarkraftwerkes in Poing und unterstütze den Energie- und Umweltbeirat.
Darüber hinaus arbeitete sie von Beginn an bei der Poinger Tafel mit und unterstützte die Vereinsarbeit der Landshamer Sportfischer.
Am 31.12.2024 schied sie nach 16 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Gemeinderat aus.
Robert Gaipl ist 1988 in die Poinger Feuerwehr eingetreten. Im Laufe seiner Dienstzeit nahm er an 47 Lehrgängen teil. Dazu gehörten Grundlehrgänge, Spezialausbildungslehrgänge, Fachlehrgänge zu bestimmten Themen wie z.B. Absturzsicherung, Ausbilder-Lehrgänge, Technische Hilfeleistungslehrgänge oder Sachverständigenlehrgänge.
Zusätzlich machte er eine Ausbildung zum Sanitäter und zum Brandschutzbeauftragten. Bereits 1997 erhielt Robert Gaipl als Erster bei der Freiwilligen Feuerwehr Poing das goldene Abzeichen für die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung.
Er war Atemschutzgeräteträger, Drehleitermaschinist, Sprechfunker, Bootsführer und Ausbilder in vielen Fachbereichen. Zudem gründete er die Drohneneinheit.
Im Landkreis war er auch als Ausbilder unterwegs.
Von 2007 bis 2024, – also 17 Jahre! – war er Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Poing.
Robert Gaipl verstand es, die Belange seiner Mannschaft in der Gemeindepolitik zu vertreten und notwendige Unterstützung zu mobilisieren. In seiner Amtszeit hat er die Feuerwehr Poing professionalisiert, modernisiert und zukunftsfähig gemacht. Die technische Ausstattung der Feuerwehr Poing lag ihm besonders am Herzen. Man kann sagen, er hat den Fuhrpark zwischen 2014 und 2021 federführend nach und nach komplett ausgetauscht und modernisiert.
Unter seiner Führung wurden unzählige Einsätze erfolgreich gemeistert – von kleineren technischen Hilfeleistungen wie dem Klassiker „Katze auf dem Baum“ bis hin zu Großbränden. Doch sein Engagement ging weit über die Einsatzleitung bei der Freiwilligen Feuerwehr hinaus.
Er war als Vorstand des Feuerwehrvereins in den Festausschüssen und als Beisitzer bei allen wichtigen Vorstandsitzungen aktiv. Hier übernahm er kommissarisch für ein Jahr das Amt des Schriftführers.
Sein unermüdlicher Einsatz zum Wohle seiner Mitmenschen und seine fachliche Expertise verdienen höchsten Respekt und Anerkennung.
Wir danken Robert Gaipl von ganzem Herzen für seinen Dienst, seine unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden und für sein beispielhaftes Engagement für Poing.
Helmut Sloim
Der vierte Geehrte ist Helmut Sloim. Er hat nie in Poing gewohnt, aber er kennt sich hier besser aus als so mancher Poinger.
Wir verleihen die Bürgermedaille einer Persönlichkeit, die mitverantwortlich ist, wie Sie und wir alle in Poing leben. In gewissem Sinne steckt ein Stück seines über 20-jährigen Schaffens in Poing auch in Ihrem Leben. Seine Arbeit begleitet uns auf dem Weg zum Einkaufen, bei der Freizeitgestaltung und beim Spaziergang im Bergfeldpark.
Als Mitarbeiter der Südhausbau hat er Wohnbauprojekte initiiert und vertrieben. Er war viele Jahre Projektleiter der ARGE Poing „Am Bergfeld“. Zu dieser Arbeitsgemeinschaft verschiedener Wohnungsbaugesellschaften gehört auch die Gemeinde Poing.
Mit der ARGE förderte er das soziale Leben der Gemeinde. So trug er zur Wiederbelebung des Volksfestes bei. Er unterstützte darüber hinaus das Straßenfestival, die Kulturtage, die Langen Nächte, die Poinger Bauernhochzeit, den SwimRun und die Seniorenfaschingsfeiern.
Unter seiner Führung setzte die ARGE die erste Hundewiese im Landkreis Ebersberg um und ermöglichte die Erweiterung des Badesees. Es ist seine Handschrift, die die Wohnungsbaugesellschaften überzeugt hat, in den Standort Poing zu investieren.
Als Helmut Sloim die Projektleitung der ARGE 2008 übernahm, steckte die Ortsentwicklung in einer schwierigen Phase. Der Erfolg einer weiteren Entwicklungsstufe wurde von Gutachtern und Experten als nicht gesichert und kritisch eingeschätzt. Aber Helmut Sloim blieb dran.
Sein Ziel war es, Poing zu einer lebenswerten Heimat zu machen. Er wurde zum Gesicht der ARGE Poing „Am Bergfeld“, zeigte Präsenz und Haltung, auch in schwierigen Situationen. Helmut Sloim kümmerte sich um die Bedürfnisse der Poinger Bürger. Er schaffte Interessensausgleiche, indem er zuhörte und Lösungen suchte. Immer fair und immer überparteilich. Es entstanden Kitas, Kinderspielplätze und das große Feldkreuz am Ortsrand.
Seiner beruflichen Leistung fügte er privates Engagement hinzu: Er unterstützte dort mit privatem Geld, wo ihm beruflich die Hände gebunden waren. Als Beispiel sei hier das Jugendferientrainingscamp des TSV Poing genannt. Er investierte aber vor allem Zeit in das Poinger Leben, seine Institutionen und Einrichtungen. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand Ende 2024 besucht er Poing regelmäßig und steht mit Rat und Tat zur Seite.